Kaufberatung MIG/MAG/WIG

  • Hallo zusammen,


    Ich habe mich für einen Foren-Eintrag entschieden, da sich die Informationsbeschaffung für mich als schwierig erweist.


    Wir wollen uns für den privat Gebrauch ein Schweißgerät anschaffen. Es soll aber kein Hobbygerät sein, das Budget liegt bei max. 1300-1500 Euro oder günstiger. Ich habe während meiner Ausbildung desöfteren MIG/MAG und WIG geschweißt, habe also schon etwas Erfahrung, bin aber dennoch kein Experte.


    Das Gerät sollte sich sehr gut zum MIG/MAG schweißen eignen. Schön wäre es auch, wenn man damit direkt auch WIG schweißen könnte. Ich habe gesehen, dass es solche Kombigeräte gibt, habe aber keine Ahnung ob diese brauchbar sind oder ob man sich lieber ein Gerät kauft, mit dem man nur MIG/MAG schweißen kann?


    Meine nächste Frage wäre, wo der Unterschied zwischen 230V und 400V Geräten liegt. Beeinflusst es letzten Endes nur die maximale Leistung des Gerätes? Denn wir sind uns nicht sicher ob wir zukünftig immer Zugang zu einem 400V Anschluss haben werden und würden darum zu 230V tendieren.


    Gibt es konkrete Kaufempfehlungen oder Hersteller die Ihr empfehlen könnt? Oder sonstige Faktoren auf die man achten sollte beim Kauf?


    Danke für die Hilfe

    LG Lukas

  • Ein 400V Gerät ist 100x besser als eins mit 230.

    Bei 400V hast du 3 Außenleiter, bei 230 nur einen. D.h. das du aus einer 16A CEE Steckdose das dreifache an Energie haben kannst, als aus einer 230V Schukosteckdose.

    Aus einer 32A CEE Steckdose gibts sogar das sechsfache

    Hinweis: dies ist jetzt nicht auf fachlich höchstem niveau erklärt, sondern halbwegs verständlich.


    Also ja, ein 400V Gerät hat mehr Leistung.

    Kombigeräte können meißt alles aber nix richtig.


    Empfehlenswerte Hersteller sind Merkle, EWM, ESS, Oerlikon, Fronius, Migatronic, Lorch, Dalex...


    Merkle RedMig und MobiMig sind gute MAG Geräte, im noch bezahlbaren Bereich. EWM Mira sind auch gut. EWM Picomig. .....

  • Ich bin auch noch Anfänger und stand vor 3 Wochen noch vor der selben Frage. Da ich aber zukünftig nur Karosseriebleche Schweißen werde, habe ich mich für das MAG 400V Rehm Quattro entschieden. Kosten mit Zubehör um die 3.000,-


    Wenn Du in Zukunft nur dünne Bleche schweißen möchtest, reichen 230V völlig aus.

    Bedenke aber: Wenn es ein 400V Gerät sein muss, zuerst deine Zuleitung von deiner Starkstromleitung zu prüfen. Viele kaufen sich ein 400V Gerät, und stellen dann erst fest dass die Leitung zuhause für so ein Gerät nicht ausreichend ist. So ging es auch mir, ab 5mm hauts bei mir regelmäßig die Sicherung raus. Also muss der Automat gegen einen trägen getauscht werden was mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.


    Edit: Was ich noch vergessen habe zu erwähnen. Es gibt 400V Geräte wie meines wo 16A träge ausreichend sind. Es gibt aber auch einige die schon 20A und noch mehr benötigen. Wenn dann die Zuleitung dafür nicht ausgelegt ist, brauchst eine neue Zuleitung, neue Automaten und viel Geld. :)

  • Von Rehm würde ich abraten. Zu viele Schlechte Erfahrungen gemacht. Die Synergicsteuerung ist der letzte Müll (Drahtvorschub ungleichmäßig) und die Schweißeigenschaften sind unschön. Spritzen sehr stark und zünden schlecht. Leistung ist gefühlt auch keine da.

    Ich kann Merkle empfehlen. DAS sind professionelle Geräte. Wenig bis keine Spritzer, Astreine Zündeigenschaften, leicht einzustellen, gleichmäßiger Vorschub, Leistung...


    Das die Sicherung fliegt ist komisch. Mein Merkle PU 450DW hat einen 32A CEE Stecker, läuft ohne Probleme (dank Adapter) auch an 16A Steckdosen.

    Genauso verhält es sich mit meinem MerkleM324DW.


    5mm Blech kann man locker mit einem 230V/16A Gerät schweißen.

    Bei einem 400V Gerät dürfte da nichts fliegen.

    Was du mit der Zuleitung meinst verstehe ich nicht. Aus einer normal flink abgesicherten 16A CEE Steckdose kann man 11KW ziehen.

    Umgerechnet in die Angabe "Blechdicke" sind das 15mm Materialstärke.


    Jede 16A CEE Steckdose ist in der Regel mit 16A abgesichert. Eine 32A CEE Steckdose ist i.d.R. mit 32A abgesichert.

    EGAL ob in der Industrie oder Zuhause!

    Ansonsten ist da was faul. Der träge Automat ist bei einem guten Gerät eigentlich auch bei voller Power nicht nötig.

    Du willst ja anscheinend erzählen, das man aus einer 230V/16A Steckdose mehr Leistung haben kann als aus einer 400V/16A .

    Das ist Unsinn. Der 16A CEE Stecker ist ja nicht ohne Grund drann.

  • Na dann lese dich mal durchs Forum, du bist länger hier als ich. Es gibt zig Beiträge dazu und von Leuten wo bei 400V Geräten die Sicherung geflogen ist. Warum und Wieso will ich jetzt gar nicht näher drauf eingehen, denn jeder der ein bisschen Ahnung von Elektrik hat weiß warum. Nur mal so als Tipp, es kommt auch darauf an wie alt ein Haus ist.


    Gut das Rehm Müll ist, die meisten Werkstätten bei uns verwenden Rehm und Migatronic. Also verwenden die alle Müll? :) Selten so einen Schwachsinn gelesen, sorry.


    Das beste Gerät gibt es NICHT! Der eine liebt Rehm und hat damit die besten Erfahrungen gemacht, andere wiederum mit Lorch und Co.


    Nur weil ich keinen BMW mag oder mal schlechte Erfahrung gemacht habe, sind alle schlecht?


    Gib mal in die Suche Rehm ein, es gibt zig Leute und Profi Schweißer die Rehm für das beste Gerät halten. Ist es nun das beste Gerät? Nein, genauso wenig wie es Merkle ist. Es zählt wie einige andere Marken zu den Top Geräten, nur das der eine mit EWM gute Erfahrungen gemacht hat und ein anderer schlechte.


    Es werden hier noch zig Antworten kommen, und jeder schwört auf eine andere Marke. :) Ob nun Lorch, Rehm, Merkle, Migatronic, Fronius und ein paar andere, sind alles Top Produkte in Top Qualität. Letztendlich muss eh der TE die Erfahrung machen. ;)

  • Das stimmt alles.

    Ich habe nur (etwas aufgebracht, sorry) meine miserablen Erfahrungen mit Rehm kundgetan.

    Migatronic habe ich sogar empfohlen.

    Natürlich gibt es das beste Gerät nicht, allerdings kenne ich sehr viele Leute die mit Merkle mehr als zufrieden sind (mich eingeschlossen).


    Da Erfahrung ja bekanntlich etwas ist, was man erst hat nachdem man sie braucht, wollte ich nur meine mal preisgeben und den TE eventuell vor einem Fehler bewahren.


    Nur das mit der Steckdose habe ich immer noch nicht verstanden. In Altbauten (zumindest hier bei uns) sind die Leitungen überdimensioniert und alles wurde mit Neozedsicherungen abgesichert, welche ja bekanntlich mehr als träge sind. (Zumindest die "Made in GDR")


    Erklär doch bitte, was da los ist.

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