Verzinkungsgerechter Rechteckrahmen

      Verzinkungsgerechter Rechteckrahmen

      Hallo,

      ich möchte unser druchgerostetes Gartentor erneuern - zweiflügelige Konstruktion mit ca. 6 Meter. Das alte Tor war nicht verzinkt und ich will das anders machen. Im Wesentlichen sind die Flügel simple Rahmen aus Rechteckrohren. Was für Lochdurchmesser und wieviele Löcher muß man da bohren, damit der Zink rein- und rauslaufen kann? Muß man die an speziellen stellen bohren? In die Rahmen kommen ohnehin viele 9er Löcher rein, weil Holzlatten mit speziellen Kunststoffdübeln dran geschraubt werden (Fischer P9K). Reichen diese Löcher?
      Jedes Rohr braucht mindestens 2 Löcher. Wenn nur eins drin ist, kann das Zink nicht mehr raus oder es kommt gar keins rein. Wenn überhaupt keine gebohrt wurden kann es das Teil (beim Feuerverzinken) in der Zinkschmelze sprengen. Ich war da schonmal dabei und kann es nicht empfehlen.
      9er-Löcher klingen auf jedenfall gut. Aber ein Bild zum einschätzen und eventuelles eintragen der Löcher wäre nicht verkehrt.
      Auch wichtig: Es darf kein Lack drauf sein. Auch ein Edding ist schlecht, weil es an der Stelle nicht verzinkt wird. Die Säuren vor dem Zinkbad können Bohremulsionen entfernen aber kein Schmierfett z. B.
      So wirds aussehen: Die Rohre sind alle untereinander verbunden, es gibt also keinen verschlossenen Hohlraum. Rohre sind 30x50 - das ist das Maß der alten Rohre. Dann kann ich den Schloßkasten und das Schloß wiederverwenden. Das ist noch einwandfrei.

      Achja: die Löcher sind nur auf einer Seite, man muß also den Rahmen mit dieser Seite nach unten hinlegen, damit alles rauslaufen kann.

      tor.png
      Bei dem Rahmen ist es wohl am sinnigsten, wenn auf jeder Ecke, nach dem Schweißen, einfach mit der Handschleifmaschine und der breiten Trennscheibe die Eckkanten mit einem ca. 8 - 10 mm breitem Schlitz versehen werden.
      Dadurch sind exakt die gegenüberliegenden Ecken mit an den äußersten Stellen liegenden Löchern versehen.
      Die Luft kann perfekt ent- und belüftet werden und das flüssige Zink zu- und ablaufen.

      JePuneT337 wrote:

      einfach mit der Handschleifmaschine und der breiten Trennscheibe die Eckkanten mit einem ca. 8 - 10 mm breitem Schlitz versehen werden.

      Wie sieht dat denn aus !!!
      Man könnte aber auch gleich ein Stück der Ecke abtrennen und das als besonderes Design verkaufen :thumbsup:

      Bei einem einfachen Rechteckrahmen aus Rechteckrohr reichen 4 Löcher, jeweils stirnseitig direkt an jeder Ecke auf der Rohrmittelachse (tiefster Punkt). Man muss es nicht übertreiben, aber richtig plaziert müssen sie sein. Besser D 10 als D 8 mm, denn die Bohrlöcher setzen sich auch gerne etwas zu, erst recht, wenn das Zinkbad schon etwas kühler geworden ist.
      Die Löcher für die Holzbeplankung bringen nix, da der 'Stauraum' da drunter vollaufen kann. Dann wird das Tor immer schwerer und der Verzinker wundert sich wo sein Zinkmaterial geblieben ist. Am Ende erhöht er gar noch den Preis wegen Mehrverbrauch ;) .

      reidiekl wrote:


      …Wie sieht dat denn aus…


      Zu kurz gedacht.
      Komm schon, das kannst Du doch eigentlich besser…
      Es gibt doch zwei Möglichkeiten über Eck Schlitze einzubringen!

      Das was Du Dir gedacht hast, ist wohl die Unschönste.

      Statt Deiner 4 gebohrten Löcher, die schwierig zu bohren sind und die beim Schweißen ziemlich stören, nach dem Verschweißen an der selben Stelle mit der Handschleifmaschine (Winkelschleifer, „Flex“) schlitzen!

      Deine Bemerkung zielt in eine Richtung, wie:
      achtungironie.gif
      Wie soll dat denn geh‘n?

      reidiekl wrote:

      …direkt an jeder Ecke auf der Rohrmittelachse…
      …(tiefster Punkt)…

      Die Rohrmittelachse liegt doch in der Luft, wie soll man denn da Löcher reinbohren?
      Und der tiefste Punkt ist es auch nur, wenn der Rahmen entsprechend aufgehängt wird!
      Die übrigen Löcher sind dann (dreimal) höher stehend!

      Aber sowas schreib‘ ich natürlich nicht… :whistling: duck und renn

      a0151.gif
      Er wirds wohl so wie im Anhang gemeint haben..
      So würde ich es auch machen. Das geht auch nach dem Schweißen recht einfach.
      Ein Schlitz ginge sicherlich auch, aber nur wenn der Rahmen breit genug für die Trennscheibe ist, sonst biste ja schon in den seitlichen Flächen bevor du an der Kante überhaupt durch bist..
      Sonst halt vor den Schweißen ein bisschen was von der Außenecke weg schleifen und später dort nicht schweißen, aber schön wird das wohl nicht.
      Files
      Danke für die zahlreichen Antworten.

      Also, ich würde gerne vermeiden, daß man auch auf der Oberseite (= Sichtseite) Löcher bohren muß. Ich rede mit den Verzinkern, ob nicht auf der Unterseite reicht.

      Und ja: Schlitze mit der Flex finde ich wesentlich störender. Ein Loch sieht ordentlicher aus.
      Endlich mal wieder etwas Zeit übrig und die in der Werkstatt verbracht.
      Hier ein Bild zu meinem Lösungsansatz.

      Bevor einer die erforderlichen Löcher angerissen, gebohrt und entgratet hat, bin ich mit meinen vier Schlitzen schon fertig!
      Garantiert!
      Bohren nach dem Schweißen ist man so‘n Ding. Geht wohl nur noch mit der Handbohrmaschine. Bei 9 mm Löcher wohl mit Vorbohren, oder es wird ein arges „Gewürge“ mit entsprechenden Löchern…
      Erst recht so fummelig auf der Ecke, dass muss schon ziemlich genau sein sonst harkts.
      Wenn man vorm Schweißen bohrt, was im Prinzip eigentlich einfacher ist als nach dem Schweißen zu bohren, ist das auch so ˋne Sache mit um die Bohrung drumrumfummeln…


      Files
      Ach da zu bohren, ist harmlos. Ich restauriere einen alten LKW. Da mußte ich einige ovale 13er Nietenlöcher auf 14mm für Schrauben aufbohren, da Heißnieten heute kaum wer noch macht. Das war ein Heidenspaß. Immer die Angst im Nacken, daß mir die die brachiale Fein BOS 16 das Handgelenk bricht, wenn sich der Bohrer frißt.
      …tatsächlich sollte von 13 auf 14 mm eigentlich kein Problem sein.
      Die Bohrerspitze auf etwa 90 Grad anschleifen. Die Ecken/Übergang zum Schaft ausrunden, dann harkts auch nicht mehr so!

      Die Magnetbohrmaschine hat prinzipbedingt einen sichereren Gegenhalt als das Handgelenk!
      Statt eines Weldonbohrers ist dann auch ein „normaler“ Bohrer für‘s Aufbohrern besser geeignet.

      Bei wenig Platz ist noch der Einsatz einer Winkelbohrmaschine eine Überlegung wert, da ist auch mehr Hebel gegen das Harken vorhanden…
      Von 13 auf 14 aufbohren macht man nicht mit einem zweischneidigen Spiralbohrer, sondern mit einem Aufbohrer nach DIN 343 oder 344, der ganau dafür gemacht ist. Der ist dreischneidig und verhakt sich daher nicht so leicht. In einer Säulenbohrmaschine o.ä hakt da dann gar nichts. Das demontierte Teil hab ich damit aufgebohrt, das ging so gut wie ein normals Loch bohren. Nur mit der Hand geht es samt Aufbohrer nicht ganz so geschmeidig, grad am Anfang hat bei den unrunden Löchern gehakt. Hätte ein Magnetbohrmaschine gepaßt, wäre es damit problemlos gegangen. Nur war durch den Aufbau nach oben zu wenig Platz.

      Die Alternative, mit einer verstellbaren Handreibale das aufzureiben, hätte endlos gedauert. Damit habe ich anschliesend nur eine hochwertige Bohrlochoberfläche hergestellt, um Rißbildung im Rahmen vorzubeugen. Anders als bei Warmieten besteht bei Schraubverbindung diese Gefahr.
      Nö dafür nimmt man weder einen normalen Spiralbohrer, noch einen Aufbohrer (Dreischneider. Spiralsenker), sondern eine 14 mm Nietlochreibahle. Da die Spitze des Werkzeuges kleiner als 13 mm ist wird diese schonmal prima in der Bohrung geführt. Die Spiralschneiden schälen dann das Loch entsprechend auf den Durchmesser.