Probleme mit der Wolfram-Elektrode

  • Hallo allerseits,


    da ich bislang noch keine plausible Antwort für mein Problem gefunden habe, hoffe ich auf Eure Hilfe. Ich schweiße zwar seit Jahrzehnten MAG und früher E-Hand, kämpfe mich jetzt aber bei WIG durch. Leider macht mir die Wolframelektrode immer wieder Schwierigkeiten, oder genauer gesagt: Irgendetwas mache ich da falsch, ich produziere nach kurzer Zeit regelmäßig eine Kalotte!


    Die Elektrode ist mit 30° angeschliffen, an der Spitze leicht gebrochen. Auf metallisch blankem Eisen ohne Zusatz geschweißt und ohne Kontakt zum Werkstück (Abstand etwa 5 mm) ist die Spitze nach 20 cm stumpf.


    Blech mit 3 mm, 2-Takt, DC, 60 A, 5-er Düse, Argon 6.4, 5 l (überprüft) - habe es auch vergeblich mit 9 l versucht zwecks Kühlung

    Wolfram Elektrode: Forever Speed WL-15 Ø2,4 x 175 mm WIG Gold


    Kann mir jemand sagen, was ich falsch mache? Wegen der Verfärbung tippe ich auf zu große Hitze, aber 60 A bei 3 mm Materialstärke kann doch nicht zu viel sein, oder?

    Dateien

    • P1070392.jpg

      (431,89 kB, 7 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Hallo,

    mach mal ein Bild von deinem Schweissgerät mit Einstellungen und Anschlüssen.

    Für mich sieht das eigentlich auch nach EP aus. Sprich Elektrode an positiv.

    Oder Du hast ein massives Gasproblem.

    Sonst schmilzt die nicht, schon gar nicht bei 60A.

  • Hallo,

    an den Einstellungen liegts nicht. Dann wohl eher ein Gas Thema.

    Wie sieht denn Dein Werkstück aus?? Ist das sauber und brodelt und zischt nichts??

    Und probier ruhig mal ein anderes Material.

    Guck auch nochmal auf die Flasche, ich hab auch mal ne Mischgasflasche bekommen, obwohl Argon bestellt war und wegen einer ebenso grünen Kennung hab ich es erst nicht bemerkt.

  • Kannst du mal ein Foto der Flasche einstellen (Bananenaufkleber und Flaschenschulter)? Ist das ganze Gassystem (Schläuche, Magnetventil etc.) dicht? Hält das System den Druck?


    Für mich riecht das auch nach einem Gasproblem, so verfärbt wie die Elektrode aussieht...

  • In der Flasche ist tatsächlich Argon, sogar 4.8 (zum selben Preis). Mit der Gasleitung hatte ich Probleme (Druckminderer und Magnetventil), aber das ist inzwischen behoben. Bei abgedrehter Flasche hält der Druck über Nacht.


    Ich muss dann noch mal versuchen - ich muss absolut ausschließen, dass ich mit dem Zusatz an die Elektrode komme! Wie heißt es so schön: Der Teufel ist ein Eichhörnchen!

  • Moin,


    Wirf auch mal einen Blick auf die Schläuche an sich. Gerade billiges Schlauchmaterial, allen voran PVC mit Gewebe, ist wie ein Schwamm. So ein PVC-Schlauch nimmt Feuchte auf und gibt sie schön langsam ans durchströmende trockene Gas wieder ab. Spülen ist zwecklos, da muss man sehr, sehr lange spülen.

    Da kann das Gas so sauber sein, wie es will, wenn es auf dem Weg zum Brenner durch schlechte Schläuche verunreinigt wird, nützt das nichts. Besser sind die schwarzen Gummischläuche (sog. "Schutzgasschlauch").


    Es nützt übrigens nichts, den Schlauch unter Druck stehen zu lassen. Die Feuchte kommt da trotzdem rein.

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