Anleitung Probeschweissen WIG ac/dc

      Anleitung Probeschweissen WIG ac/dc

      Hallo Zusammen! a020.gif


      Bin kurz vor dem Kauf eines WIG ac/dc Schweissgerätes (privat). Jedoch ist noch unklar ob es ein Neues oder ein Gebrauchtes wird.

      Jedenfalls wird es etwas in diese Richtung sein:

      - Fronius Wig Schweißgerät MagicWave 2200 AC/DC Job
      - EWM Picotig 200 AC/DC Puls
      - ...



      Ich wünsche mir eine Anleitung von erfahrenen Schweissfüchsen für eine Probeschweissung.

      Die Probeschweissung soll beim Testen eines gebrauchten Gerätes allmögliche Fehler oder Schwächen eines Gerätes auschliessbar machen.


      In welchen Einstellungen ist zu schweissen, um den Geräten auf den Zahn zu fühlen?

      Geht Ihr auch an die Einschaltdauer ran und reiz die evtl. aus?


      herzliche Dank im Voraus und lieber Gruss

      Edi
      Mit der magicwave 2200 durfte ich auch schon Bekannschaft schliessen! Eine tadellose Maschine, meiner Meinung nach.

      Auch die 230i wird soweit ein Renner sein, mir jedoch ein Fünkchen zu digitalisiert mit dem Display. :thumbup:



      Aber ich habe mein Anliegen zu undeutlich zum Ausdruck gebracht:

      Ich bin nicht auf der Suche nach einer Kaufempfehlung, sondern einer Anleitung, einer Richtlinie oder ähnlichem, um ein Probeschweissen (vor dem Kauf einer Maschine) durchzuführen.


      Also in welchen Einstellungen schweisst ihr, um den Geräten auf den Zahn zu fühlen?

      Geht Ihr auch an die Einschaltdauer ran und reiz die evtl. aus?

      Merci !



      (PS: Bin neu im Forum und habe allgemein noch wenig Erfahrung mit Foren)
      Bei den modernen Geräten brauchst und kannst du nicht alle Funktionen testen.
      Die Geräte funktionieren meist ganz oder gar nicht. Wenn so ein Gerät auf AC und DC im mittleren und oberen Bereich gut schweißt, ist es zu 98% okay. Ansonsten hätte es eine Fehlermeldung.
      @Jürgi das klingt vernünftig und logisch. vielen Dank dafür!

      Im untersten Amperebereich in DC würdest du nicht testen?



      @rradler das klingt sehr gekonnt! Respekt und danke! 8o

      Wüsstest du auch gleich noch in welchen Verfahren in der Praxis sich das darlegen würde?
      Also welche Einstellungen, wie durchprüfen?


      Tolles Forum hier!!
      Bei den günstigeren China Gerätem würde ich testen, ob der Strom bei Minimal- und Maximaleinstellung in etwa dem entspricht, was auf dem Display angezeigt wird, da zumindest die alten analogen Regelungen teilweise einen erheblichen Drift über die Zeit haben.
      Bei den Geräten im angepeilten Preissegment, sollte das hoffentlich kein Problem sein, aber schaden kann es auf jeden Fall nicht.
      Ansonsten wie rradler bereits beschrieben hat auch im AC Modus testen.

      Da die Einschaltdauer bei einer Temperatur von 40°c angegeben ist, wirst du die Geräte bei normaler Raumtemperatur kaum aus der Ruhe bringen können, in einer unbeheizten Werkstatt im Winter dürfte es komplett unmöglich werden.
      Problematischer zum Testen, ist die Frage, ob eventuelle Pufferakkus noch funtkionstüchtig sind. Das führt dann dazu, dass das Gerät nach einiger Zeit ohne Spannung alles vergisst. (siehe auch den letzten Steel Thread hier im Forum)
      Falls es für dein Anwendungsgebiet relevant ist: Zündverhalten und Lichtbogenstabilität bei kleinen Strömen
      Falls es ein wassergekühltes Gerät ist: Wenn möglich einen Blick mit Taschenlampe in den Tank werfen wegen Ablagerungen/Korrosion im Kühlkreis. Wenn möglich Pumpe auf Lagergeräusche und Leichtgängigkeit prüfen, wenn sie das von der Bauart her sein sollte (Kreiselumpe z.B.)
      schöne Grüße
      Tommy
      @Allesmassiv & @tommy Danke!!

      Da sammelt sich einiges, gewusst wie.
      Sehr schön

      Hier noch der Beitrag von einem, dem Schweisshelden:

      "alle Schweissparameter in 10er schritten von 10 amp aufwärts für 10 sec. testen bei 100 amp schweisst du mal 3-4 min am stück, dann 2 und 4 takt auf funktion Prüfen.
      auch den Start und absenkstrom solltest du Testen, so wie Gasnachströmzeit ob das alles in funktion ist und zeitlich passt
      sowie Puls frequenz verstellen und sehen ob das gerät reagiert.
      daselbe ist beim wechselstrom dort kann man auch verschiedene einstellungen vornehmen"

      Gruss
      Edi
      Vergiss des EWM-Klump! Nimm den Fronius. Den würde ich ohne Testen holen! Ne, im Ernst: Du findest (fast!) kein besseres WIG-Schweißgerät wie die Geräte von Fronius. Die mit Display schauen halt futuristischer aus und moderner. Ansonsten die selbe Technik wie die Vorgängergenerationen. Ich hab mit dem schon 2 Wochen lang schweißen dürfen. Wirklich perfekt. Der Lichtbogen ist sehr stabil und sehr sauber - auch im Niedrigstrombereich. Am besten mit den neuen Lila Binzel Wolframelektroden.
      Hallo Edi,
      du hast pm.
      Ansonsten: Mit EWM habe ich nur gute Erfahrung. Ich wüsste nicht, was daran schlecht sein sollte.
      Auch sehr schön sind die alten Jäckle und Ess Geräte. Supereinfach in der Bedienung und tolle Schweisseigenschaften.

      Von Rehm habe ich die ganz alte Invertig 230 geschweisst, die war i.o.
      Mit der Invertig 210 digital bin ich nicht klargekommen, weil die beim Zünden immer die Elektrode zerschossen hat. Und auch Forenmitglied motero kann auf sehr dünnen Werkstücken wohl kaum mit seinem aktuellen Tiger zünden ohne Löcher ins Material zu schießen.

      Ich würde selber tendenziell bei nem Gerät immer auch die Schweisseigenschaften bei geringen Strömen testen, weil sich hier oft die Spreu vom Weizen trennt.

      Liegt aber auch dran, weil ich selber viel im dünnen Bereich mache.