Füllmenge einer neuen Gasflasche

      Also gut, ich werde versuchen ggfls. damit zu leben.
      Besonderen Dank an Thomas (BluesMan) für die sehr anschauliche und auch für einen Laien gut verständliche Erklärung.
      Bei der ersten Gasflasche waren die Armaturen schön dicht, so wie es sein soll. Für mich schwer nachvollziehbar warum und vor allen wodurch es jetzt nicht mehr 100 % dicht ist.
      Vielleicht wird's ja noch mit den bestellten neuen Dichtringen dicht.

      @ Retro - Wie ich schon schrieb, Flasche wird immer zugedreht und Lecksuchspray hat kein Egebnis gebracht.

      Manfred Weigl wrote:

      Dabei kann man das Röhrchen aus dem Druckreglergehäuse drehen, wodurch diese Einschraubung undicht werden kann.


      Danke für den Hinweis; das werde ich zusammen mit dem Einbau der neuen Dichtung prüfen.

      BG - Reinhard

      BluesMan wrote:

      reidiekl wrote:

      @ Andy C, @ Retro - warum soll das Gewinde bzw. der Dichtring bei Gasflaschen nicht leicht gefettet werden? Welcher Sinn steckt dahinter? Was genau spricht gegen leichtes Ölen? Die Dichtringe an Ölfiltern bei Autos werden bspw. auch leicht eingeölt, damit der Dichtring richtig satt sitzt und sich nicht aufreibt. Was ist bei Gas anders?


      Der Unterschied bei Druckgasen ist die sogenannte "adiabate Verdichtung". "Adiabat" bedeutet soviel wie "ohne Wärmeabfluss". Angenommen, das Flaschenventil ist geschlossen und der Druckregler montiert und ebenfalls am Abgang geschlossen. Nun wird das Flaschenventil ruckartig geöffnet (so wie es die meisten Menschen nun mal tun), dann steht innerhalb sehr kurzer Zeit der komplette Flaschendruck auf der Hochdruckseite des Druckreglers. Das Gas, was sich darin befindet (z.B. Luft), wird innerhalb extrem kurzer Zeit extrem verdichtet. Was passiert, wenn man Gas schnell verdichtet? Es wird heiss. In diesem Fall sehr heiss (>700°C).

      Es gibt einen Versuch für Sicherheitsschulungen, bei denen eine kleine Menge Luft in einem Glaszylinder durch das Schlagen auf einen Kolben stark verdichtet wird. Am Boden des Zylinders liegt etwas Watte, die man zuvor zwischen den Fingern zu einer Kugel knüllt. Dabei geht Fett von der Haut in die Watte über. Die kleine Wattekugel verbrennt beim Schlagen auf den Kolben mit gut sichtbarer Flamme.
      Das gleiche kann bei gefetteten oder geölten Dichtungen passieren. Beim Verdichtungsstoß verbrennt das Öl und, wenn es schlecht läuft, auch die Dichtung. Das ist nicht gut.

      Wenn das Gas dann unglücklicherweise auch noch Sauerstoff ist, hat man einen exzellenten Druckmindererausbrand mit massivem Gefährdungspotential. Deshalb ist auf Armaturen immer dieses durchgestrichene Ölkännchen.

      Es stimmt: Druckregler und Flaschenventile dürfen NIEMALS (!) geölt werden.

      Gruß,
      Thomas


      i070.gif Gernot gefällt der obige Beitrag, denn er hat ihn 'gelikt' - mir gefällt er auch. Aber leider kann ich dies nicht zum Ausdruck bringen, da die 'Like-Funktion' dort bei mir weiterhin nicht besteht. Will nicht nerven, aber vielleicht klappt's ja noch f050.gif .