Füllmenge einer neuen Gasflasche

      Den O-Ring hab ich in dem Anschluss so zusammengequetscht, dass er hinterher eher I als O war. Die Dichtung ist nicht sicherheitskritisch - ansonsten würde ich da auch mehr Aufwand treiben. Dicht ist es jedenfalls ;)
      Kippt der Bauer Milch in den Tank, wird der Trecker sterbenskrank.

      reidiekl wrote:


      Geringe Leckage - ich weiß nicht?
      Je voller die Flasche, desto mehr entweicht. Das merkt man, wenn die Verschraubung gelöst wird und der Staudruck entweicht.
      Ich warte jetzt mal ab, ob die Dichtring-Erwärmung etwas gebracht hat.

      Hast Du schon mal überlegt, wieviel Gas zwischen Flasche und Gasminderer sind? Ein paar Kubikzentimeter. Du verlierst also vielleicht pro Stunde einen Kubikzentimeter. Deine Flasche hat 20000 Kubikzentimeter Inhalt.

      rradler wrote:

      Du verlierst also vielleicht pro Stunde einen Kubikzentimeter. Deine Flasche hat 20000 Kubikzentimeter Inhalt.


      In gut 2 Jahren ist dann die Flasche, ohne dass ich schweiße und ohne die Minderfüllmenge, wieder leer :hurt: .

      Alles höchst unbefriedigend mit dieser Undichtigkeit. Heute früh zeigte der Manometer 82 bar und gestern nach der Neuverschraubung 175 bar.
      Wenn ich jetzt noch ein paar Mal versuche die Verschraubung zu dichten, dann ist die Flasche wieder leer. Habe bisher mit dieser auch erst ca. 5 bis höchstens 10 Minuten geschweißt und dabei 15 bar verbraucht / verloren. Das kann doch nicht normal sein. Alle, die ich frage erzählen mir ihre Flaschen reichen ewig - Monate bis Jahre.
      Und die Lecksuche hat bisher auch nichts ergeben. Was kann ich noch tun?

      Ratlose Grüße - Reinhard
      Mir kommt es auch seltsam vor, dass meine Flasche nach so kurzer Zeit leer ist.
      Habe jetzt die zweite 20L Flasche seit Anfang Januar alle. Demnach müsste ich
      200Bar * 20L flüssig * 2 Flaschen = 8000L gasförmig
      8000L / 7 LiterProMin / 60 Min = ~17 Stunden durchgeschweißt haben.
      Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, auch wenn ich eine 5Sek Nachströmzeit eingestellt hab.

      Habe jetzt neue Dichtungen bestellt. Mal schauen ob's damit dann endlich dicht wird. Habe mir auch überlegt die neue Dichtung und das Gewinde vor dem Verschrauben leicht zu fetten mit Vaseline oder Armaturenfett. Das sollte doch nicht schaden und dafür sorgen, dass sich die Dichtung nicht aufreibt und beschädigt wird. Mal sehen was mir noch so alles einfällt um diesen Mißstand zu beseitigen. Werde wieder berichten.

      BG - Reinhard
      Es hat schon seinen Sinn, warum die Dichtungen unterschiedlich sind bei unterschiedlichen Gasen!
      Auch gehören sich Gasflaschen NIEMALS gefettet. In den 50er und 60er Jahren hat es viele schöne Schilder mit solchen Warnsprüchen und einem Bild. Hab leider keins zur Hand.

      Versteh ich das richtig? Der TE lässt die Gasflasche immer offen? Nach Gebrauch bzw. nach dem Arbeitstag die Gasflasche brav zudrehen. Wennst es genau nehmen willst, die Flasche zudrehen, die Tellerfeder entspannen (das Teil zum Druck einstellen) und die rechte Gassperre zudrehen. Schont den Druckminderer.
      Anscheinend bei uns normal wenn Schweiß Prozess zu Ende Flasche zu.klar gibt es spezielle Dichtungen für Gase . Aber auch für Schweißgase gibt es Papp Dichtungen kosten halt mehr . Kunststoff PE Dichtungen sind die billigsten die es gibt.
      Tipischer UR-BAYER
      Wieso wird jetzt nur noch über die Verschraubung der Flasche an den Druckregler diskutiert? Nach den Infos die vorliegen, ist doch wahrscheinlicher, dass z.B. der Regler nicht ganz dicht macht, was für das Reglerventil und auch dem Schweißgeräteventil durchaus erlaubt sein sollte, da an diesen Stellen ja nur recht niedrige Sitzkräfte möglich sind. Deshalb dreht man ja immer nach Gebrauch die Flasche zu.

      freundliche Grüße
      Manfred
      Servus,
      Frage:
      auf dem ersten Bild auf der ersten Seite ist zu sehen dass auf der Abgangsseite Druck vorhanden ist ("Durchfluss"-Anzeige nicht auf null).
      Hast du, bevor dieses Foto entstanden ist und bevor du die Flasche testweise einige Zeit stehen hast lassen, den Druckminderer entspannt und den Druck auf der Abgangsseite zum Schweißgerät hin abgelassen?
      Wenn entspannt und abgelassen wurde, würde das heißen, dass in der Zwischenzeit, wie von Manfred vermutet, etwas von der Eingangs- zur Abgangsseite durch das Reglerventil gelangt ist
      schöne Grüße
      Tommy
      @ Andy C, @ Retro - warum soll das Gewinde bzw. der Dichtring bei Gasflaschen nicht leicht gefettet werden? Welcher Sinn steckt dahinter? Was genau spricht gegen leichtes Ölen? Die Dichtringe an Ölfiltern bei Autos werden bspw. auch leicht eingeölt, damit der Dichtring richtig satt sitzt und sich nicht aufreibt. Was ist bei Gas anders?
      Wie heißen die genannten "speziellen Pasten"? Daran soll's nicht scheitern a025.gif .

      Retro wrote:

      Versteh ich das richtig? Der TE lässt die Gasflasche immer offen?

      Nein - das Flaschenventil (graues Drehrad auf der Gasflasche) und das Ventil nach dem Druckminderer (kleiner schwarzer Drehknopf) werden nach dem Schweißvorgang immer zugedreht.
      Das Foto zeigt das Absinken des Gasdruckes im Zeitraum von zwei Tagen. Der "eingeschlossene" Druck fällt immer weiter, was ich vor dem Gasflaschenwechsel nicht hatte. An der Armatur wurde nichts losgeschraubt, weshalb ich davon ausgehe, dass es mit der Neuverschraubung resp. alten Dichtung zusammen hängen muss. Warte jetzt erst einmal das Eintreffen der neuen Dichtungen ab.

      BG - Reinhard
      Files
      • BILD5996.JPG

        (1.5 MB, downloaded 7 times, last: )

      reidiekl wrote:

      @ Andy C, @ Retro - warum soll das Gewinde bzw. der Dichtring bei Gasflaschen nicht leicht gefettet werden? Welcher Sinn steckt dahinter? Was genau spricht gegen leichtes Ölen? Die Dichtringe an Ölfiltern bei Autos werden bspw. auch leicht eingeölt, damit der Dichtring richtig satt sitzt und sich nicht aufreibt. Was ist bei Gas anders?


      Der Unterschied bei Druckgasen ist die sogenannte "adiabate Verdichtung". "Adiabat" bedeutet soviel wie "ohne Wärmeabfluss". Angenommen, das Flaschenventil ist geschlossen und der Druckregler montiert und ebenfalls am Abgang geschlossen. Nun wird das Flaschenventil ruckartig geöffnet (so wie es die meisten Menschen nun mal tun), dann steht innerhalb sehr kurzer Zeit der komplette Flaschendruck auf der Hochdruckseite des Druckreglers. Das Gas, was sich darin befindet (z.B. Luft), wird innerhalb extrem kurzer Zeit extrem verdichtet. Was passiert, wenn man Gas schnell verdichtet? Es wird heiss. In diesem Fall sehr heiss (>700°C).

      Es gibt einen Versuch für Sicherheitsschulungen, bei denen eine kleine Menge Luft in einem Glaszylinder durch das Schlagen auf einen Kolben stark verdichtet wird. Am Boden des Zylinders liegt etwas Watte, die man zuvor zwischen den Fingern zu einer Kugel knüllt. Dabei geht Fett von der Haut in die Watte über. Die kleine Wattekugel verbrennt beim Schlagen auf den Kolben mit gut sichtbarer Flamme.
      Das gleiche kann bei gefetteten oder geölten Dichtungen passieren. Beim Verdichtungsstoß verbrennt das Öl und, wenn es schlecht läuft, auch die Dichtung. Das ist nicht gut.

      Wenn das Gas dann unglücklicherweise auch noch Sauerstoff ist, hat man einen exzellenten Druckmindererausbrand mit massivem Gefährdungspotential. Deshalb ist auf Armaturen immer dieses durchgestrichene Ölkännchen.

      Es stimmt: Druckregler und Flaschenventile dürfen NIEMALS (!) geölt werden.

      Gruß,
      Thomas
      Undichtigkeit zwischen Flasche und Druckregler kann auch entstehen, wenn man beim Anziehen der Überwurfmutter an der Flasche den Druckminderer festhält, damit er sich nicht mitdreht. Dabei kann man das Röhrchen aus dem Druckreglergehäuse drehen, wodurch diese Einschraubung undicht werden kann.

      Grüße
      Manfred

      reidiekl wrote:


      Retro wrote:

      Versteh ich das richtig? Der TE lässt die Gasflasche immer offen?

      Nein - das Flaschenventil (graues Drehrad auf der Gasflasche) und das Ventil nach dem Druckminderer (kleiner schwarzer Drehknopf) werden nach dem Schweißvorgang immer zugedreht.
      Das Foto zeigt das Absinken des Gasdruckes im Zeitraum von zwei Tagen. Der "eingeschlossene" Druck fällt immer weiter, was ich vor dem Gasflaschenwechsel nicht hatte. An der Armatur wurde nichts losgeschraubt, weshalb ich davon ausgehe, dass es mit der Neuverschraubung resp. alten Dichtung zusammen hängen muss. Warte jetzt erst einmal das Eintreffen der neuen Dichtungen ab.

      BG - Reinhard

      Ja, und? Das ist eigentlich kein Problem. Einfach Gasflasche zudrehen und fertig. Hast du schonmal mit Lecksuchspray geschaut? Damit erkennst du Undichtigkeiten. Aber: Wenn nach ein, zwei Tagen der Druck da drin fällt, wäre es mir sowas von piepegal. Bei meinen Schweißgeräten ist es nicht anders. Mein MAG-Gerät auf der Arbeit hat auch irgendwo ein winziges Leck, das ich bis heute nicht gefunden habe. Daheim mein WIG-Gerät verliert auch über einen gewissen Zeitraum den Restdruck im Druckminderer. Da ist so wenig Gas drin, das ist mir egal, wenn es fehlt. Da geht ja schon genug flöten, wenn ich den Draht abschneide.

      reidiekl wrote:


      In gut 2 Jahren ist dann die Flasche, ohne dass ich schweiße und ohne die Minderfüllmenge, wieder leer :hurt: .

      Natürlich nicht! Du drehst doch das Flaschenventil zu. Es entweicht nur das bisschen Gas, das sich im Druckminderer befindet. Und wer seinen Druckminderer und alles was danach kommt schonen will, macht ohnehin nach jedem Schweißen alles drucklos.