Breite Flacheisen verschweißen

      Breite Flacheisen verschweißen

      Hi!
      Ich hab vor demnächst zwei Flacheisen in der Dimension 260x10 zu verschweißen.
      Die beiden Teile sollen in einem bestimmten Winkel auf Gehrung zusammengebracht werden.
      Ich habe vor, die Teile mit einer V-Naht zu verbinden.
      Im Internet sieht man in Videos nun immer wieder, dass die Teile nicht "auf Stoß", sondern mit 2-3mm Abstand zueinander gespannt werden.
      Warum macht man das? Verspannungen oder Rissgefahr?
      Ich würde es nun so machen wie im Anhang.
      1) Teile mit ca. 3mm Abstand zueinander legen
      2) Unten heften
      3) Teile etwas weiter auseinander biegen und gleichzeitig etwas unterlegen, sodass wie untem im Bild die Teile etwas im Winkel und nicht auf einer Ebene sind.
      4) In Pfeilrichtung die Wurzelnaht schweißen
      5) Die Naht nach und nach auffüllen, immer in gleicher Richtung
      6) Hoffen, dass sich das so hinzieht wie ich es gerne hätte und später alles halbwegs im Winkel ist und plan aufliegt.

      Wie würdet ihr sowas angehen?

      MfG
      Files
      • V-Naht.png

        (4.58 kB, downloaded 7 times, last: )
      Servus,

      derdiek wrote:

      nicht "auf Stoß", sondern mit 2-3mm Abstand zueinander gespannt werden.
      Warum macht man das?


      Damit man eine kontrollierte Wurzellage ausführen kann, also weder zu wenig durchschweißt noch durchfällt. Wie viel hängt u.a. ab vom Verfahren, Steghöhe und persönlicher Präferenz. Apropos Steghöhe, meist fast man nicht so an dass die Wurzelseitige Kante scharfkantig wird (kann man zwar machen, heißt dann aber fast zwangsläufig kein oder nur sehr kleiner Spalt) sondern lässt auch hier 2 bis 3 mm von der Blechdicke stehen. Faustformel wäre ungefähr Spalt = Steg.
      Wenn du von der Gegenseite rankommst ist es evtl. weniger kritisch, dann kannst du die Wurzel auch in Hinsicht auf das Durchfallen lieber mit etwas mehr Steg bzw. weniger Spalt machen, vorrausgesetzt du schleifst anschließend von der Gegenseite bis ins "gesunde" Material.

      derdiek wrote:

      Wie würdet ihr sowas angehen?

      Wenn von beiden Seiten zugänglich würde ich hier auch eine X-Naht bevorzugen (auch wenn das in irgendwelchen Tabellen meist bei noch größeren Dicken erst empfohlen wird), weniger zu Schleifen, weniger Schweißgut erforderlich und der Winkelverzug der beiden Seiten gleicht sich annähernd aus. Üblich wäre z.B. a) Wurzellage, b) von der gleichen Seite die 2. Lage, c) von der Gegenseite ausschleifen, wobei u.U. die Wurzel wieder drauf geht (deswegen vorher eine 2. Lage) d) Gegenlage e) ab hier (Füll- und Decklagen) kann man nach jeder Lage schauen in welche Richtung es gehen soll/muss und dementsprechend dem Winkelverzug gegensteuern.

      Willst du mit der Draufsicht andeuten dass du den Spalt zunächst zum Nahtende hin etwas weiter lassen willst? Wäre mMn nicht unbedingt erforderlich wenn am Anfang und Ende satt geheftet wird (10...20 mm Länge bei den Heftern dürfen es schon sein, zum Heften wenn möglich aufspannen, Hefter am späteren Übergang zur restlichen Wurzel anschleifen)
      schöne Grüße
      Tommy