EWM Picotig 160 HF macht Ärger -> Material versprödet.

      EWM Picotig 160 HF macht Ärger -> Material versprödet.

      Hallo Leute,Ich besitze seit 3-4 Jahren nun ein gebrauchtes älteres EWM Picotig 160 HF.
      Das Gerät selbst lief 2 Jahre lang super, bis dann bei Zündung des Lichtbogens unsere Hifi-Anlage in unserer Hobbywerkstatt extremst gebrummt hat, während geschweißt wurde und es einem vorkam, als würde das Schweißgerät auf 200 Ampere laufen(Ja ich weiß es kann nur 160 :D) obwohl man auf 80 Ampere geschweißt hat.
      Dann habe ich von einem Bekannten, einen Schweißmittelfachmann empfohlen bekommen, der sich das Gerät angeschaut hat.
      Innen ein wenig sauber gemacht alles abgesteckt, begutachtet, zusammengesteckt hat er es und anschließend gab er es mir zurück ohne einen Fehler gefunden zu haben.
      Das Problem war aber komischerweise weg. Seitdem sind bald wieder 2 Jahre vergangen, in denen das Gerät super lief.

      Jetzt habe ich seit einigen Tagen aber ein neues Problem.
      Vorab:
      - Gas kommt deutlich hörbar aus dem Brenner(von 3 - 12 L/min probiert).
      - Strom lässt sich normal und wie gehabt regeln- Keine (sonstigen) besonderen Auffälligkeiten bemerkt
      - Probesubstrat: Von Flachstahl(vermutlich Baustahl) über Motorradschutzblech über V2A-Dünnblech bis hin zu einer V4A-Platte
      - Draht: Sowohl normaler Stahl als auch VA

      Problem:Wenn ich den Brenner ansetze und per HF zünde, scheint es die erste Sekunde lang erstmal super zu sein, doch bildet sich das Schweißbad eigenartig aus.
      Es ist eher unruhig und nicht so rund wie gewohnt, da es sehr leicht zu tanzen scheint bzw. sich von oval nach rund und wieder nach oval formt.
      Das sieht im ersten Moment aus, als würde man einfach mit ner schlecht angespitzten Elektrode schweißen oder bereits Schweißgut an der Elektrode kleben haben.
      Soweit wäre es ja nur halb so wild, jedoch kommt es nach der ersten oder zweiten Sekunde zu den eigentlich typischen Symptomen, welche auftreten wenn man mit zu wenig Gas schweißt.
      Dabei ist es aber noch nicht so extrem, als würde man komplett ohne Gas schweißen. Es spritzt halt, das Schweißbad ist dann auch sehr sehr unruhig, man hört die Unruhe (Gerotze) im Schweißbad sogar deutlich und es fliegen die Funken/Spritzer. Die Wolfram-Elektrode verbrennt leicht und bildet eine Art kleinen Kegel aus, dessen Spitze in Richtung Wolframnadel zeigt, sodass eine Art "Sanduhr-Form" zwischen Spitze und Kegel entsteht.
      Insgesamt ist die Schweinaht auch sehr sehr grau und spröde. So kann man in jedem Falle nicht schweißen. Da muss was defekt oder arg verstellt sein.

      Bevor der Fehler auftrat, habe ich eigentlich nur die Innereien im Brennerkopf(SR17) getauscht. Der Fehler ist aber definitiv NICHT direkt nach dem Tausch aufgetreten. Danach wurde noch ein wenig geschweißt und alles war ok.
      Was ich bräuchte, wäre eine Art Checkliste, was ich mal prüfen sollte und/oder könnte, damit ich ggf. den Fehler finden kann, bevor ich das Gerät wieder nur zum sauber machen zum Profi gebe und dafür wieder zahlen muss. Falls ihr noch etwas wissen müsst, immer her mit den Fragen.

      Liebe Grüße,
      Eisentreiber chopper01.gif
      hmm also du machst praktisch keine wartung, es stehen bei einigen hersteller Fronius und Ess und was weiß ich das Mann die Geräte aufmachen und vorsichtig säubern soll, deshalb sind zum Beispiel bei fronius auch Rändelschrauben an den Gehäusen verbaut , mach 1 mal die Woche nur die Schweißgeräte checken säubern evt. Fehler beheben
      Was glaubst du was da für Dreck (schleifstäube drinnen is oder Rauch anhaftungen ) des sind die meisten gründe wenn irgend ne platine hobs geht , flex staub =Kurzschluss (irgendwann halt)
      und Thermisches versagen da es auch Isoliert usw...
      Tipischer UR-BAYER
      Servus,

      das was du beschreibst klingt für mich auch nach einem Problem mit dem Gas. Als Ergänzung zu Jürgis Vorschlag,
      kannst du den Gasschlauch vom Schlauchpaket testweise direkt an den Druckminderer anschließen? Dann ließe sich das evtl. auf die Gasführung im Gerät (Magnetventil, interne Schläuche, Verbindungsstellen) eingrenzen. Wenn das sich nicht machen lässt würde ich mir trotzdem mal die interne Gasführung anschauen.

      Blöde Frage, hast du ne neue Flasche angefangen bevor das aufgetreten ist? Verunreinigte Füllungen sind auch möglich.
      schöne Grüße
      Tommy
      Danke für die Antworten.
      Das Problem hat sich als ein recht banales herausgestellt und ist somit vom Tisch.

      Nachdem ich den Beitrag hier geschrieben hatte, sprach ich nochmal mit meinem Schweißmittelfachmann und er wies mich im Grunde genau auf die verunreinigten Füllungen hin, die tommy erwähnte. Auch er meinte, sowas sei möglich.
      Dazu sagte er mir noch, dass es auch schon vorgekommen sei, dass Flaschen falsch etikettiert wurden und man ein ganz anderes Gas bekommen hätte.
      Jedenfalls meinte er ich soll mir die Flasche nochmal ganz genau anschauen und siehe da...Sagox 18.
      Paar Tage zuvor so bei Hornbach rausgeholt. Argon abgegeben und auch für Argon bezahlt, bekommen hatte ich aber Sagox 18.

      Damit hab ich ja nun wirklich nicht gerechnet, da beide Flaschen ja grün sind und mir der Unterschied im Farbton als Hobbyschweißer natürlich nicht ganz so sehr ins Auge sticht.
      Hornbach hatte hinterher einen Bestandfehler, da eine Flasche Argon zuviel und eine Sagox 18 zu wenig war, somit wurde das ganze kurzerhand durchgetauscht und nun läufts wieder bestens.

      Was mich nur wunderte ist, dass ich vorher VA Bleche ohne Zusatzdraht aufeinanderliegend verschweißt hatte und diese Schweißungen garnicht so schlecht wurden, obwohl ich mit Sagox 18 geschweißt hatte.
      Ich war verwundert, dass bei so wenig Ampere soviel Hitze eingebracht wurde, die "Nähte" sahen aber ganz gut aus.
      Ist VA da nicht so anfällig wie Stahl?

      Liebe Grüße,
      Eisentreiber chopper01.gif

      Andy C schrieb:

      hmm also du machst praktisch keine wartung, es stehen bei einigen hersteller Fronius und Ess und was weiß ich das Mann die Geräte aufmachen und vorsichtig säubern soll, deshalb sind zum Beispiel bei fronius auch Rändelschrauben an den Gehäusen verbaut , mach 1 mal die Woche nur die Schweißgeräte checken säubern evt. Fehler beheben
      Was glaubst du was da für Dreck (schleifstäube drinnen is oder Rauch anhaftungen ) des sind die meisten gründe wenn irgend ne platine hobs geht , flex staub =Kurzschluss (irgendwann halt)
      und Thermisches versagen da es auch Isoliert usw...


      Deinen Tipp habe ich dennoch zur Kenntnis genommen und das Gerät von innen vorsichtig gesäubert.