Decklage mit E-Hand/Elektrode seitlicher Einbrand

      Decklage mit E-Hand/Elektrode seitlicher Einbrand

      Hi!

      Bin relativ neu im Thema E-Hand-Schweißen, und habe Probleme die Decklage so hinzubekommen, dass ich nach dem Verschleifen keine Löcher oder Rillen mehr habe.
      Ich muss ewig oft nachfüllen und neu schleifen bis alles weg ist.
      Die Teile sind 200er U-Profile auf Gehrung, ich benutze 3,2er RR Elektroden und habe die Profile in Doppel-V Form angeschliffen.
      Strom ist bei 120A. Ich pendle so etwa 1,2-1,5cm breit hin und her, mit einem Versatz von etwa 2-3mm.
      Was mache ich falsch?
      Ich lade gleich noch ein paar Fotos hoch.
      MfG
      derdiek
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      Hallo und Willkommen im Forum,

      es liegt meist an an der Nahtvorbereitung/Sauberkeit, z.B. Wurzel nicht richtig ausgeschliffen, was dann zu Schlackeeinschlüssen führt oder, wenn man versucht statt mit zwei Lagen mit einer Lage zu schweißen, d.h. man bleibt zu lange stehen um Schweißgut aufzufüllen und natürlich, wenn man es mit dem Pendeln übertreibt.

      Als erstes würde ich die Nahtvorbereitung korrigieren, ich gehe davon aus das der Öffnungswinkel viel zu groß ist. Er sollte zwischen 40° und 60° liegen. Wenn Du von der einen Seite geschweißt hast mußt Du, bevor das Profil von der anderen Seite schweißt, die Wurzel ausschleifen. Sollte eine weitere Lage notwendig sein muß dem entsprechen auch die 1. Lage (Wurzel) vorher ordentlich gesäubert/geschliffen werden. Hatt man einen zu großen Öffnungswinkel gewählt sollte man die Decklage mit z.B. 2/3 "Strichraupen" füllen.

      derdiek wrote:

      mit einem Versatz von etwa 2-3mm.


      Was ist mit Versatz gemeint?
      Mit freundlichen Grüssen
      Gernoth
      Danke für die Hinweise.
      Das mit dem Öffnungswinkel werde ich mal prüfen.
      Ich habe immer mit 2-3 Lagen geschweisst und nach jedem Durchgang mit der Drahtbürste alles blank gemacht, bevor ich weitergeschweisst hab.
      Ich denke meine Pendeltechnik ist einfach noch nicht gut, oder zu breit, oder der Elektrodenabstand ist ungleichmäßig.
      Das mit den Strichraupen nebeneinander werde ich mal ausprobieren.

      Mit 2-3mm Abstand meine ich den Versatz zwischen den einzelnen Bahnen beim Pendeln.
      Alao von links nach rechts, dann 2-3mm runter und nach links und so weiter.

      Gruß derdiek
      Servus,
      Entweder die tiefer liegenden Stellen sind sozusagen durchs Raster gefallen weil die Bewegung in Nahtlängsrichtung im Verhätnis zur Querbewegung zu viel war (anders gesagt, die Überlappung zwischen den einzelnen Pendelbewegungen war zu klein) oder du warst an den Umkehrpunkten der Querbewegung zu schnell, hast dort das Material aufgeschmolzen aber nicht genügend Zeit gegeben sich wieder aufzufüllen. Also die Einzelnen Querbewegungen enger zusammen und/oder an den Umkehrpunkten etwas mehr Zeit lassen

      Allgemein würde ich ebenfalls möglichst Strichraupen empfehlen, pendeln würde ich nur dann wenn es zu breit für eine Strichraupe, aber zu schmal für zwei ist
      schöne Grüße
      Tommy