Benötige Hilfestellung beim WIG-Schweißen

      Wenn der Zapfen nicht in der Mitte der Stifte steht, musst du die aber gegen Verdrehen sichern (Schweißpunkt auf der Rückseite oder so) - sonst vernudeln die dir die Nuten im Ring genauso wie runde Zapfen.

      Bei der Variante kannst du statt Zylinderstiften oder dergleichen auch (alte) Bohrer nehmen, die sind vielleicht leichter zu beschaffen
      Kippt der Bauer Milch in den Tank, wird der Trecker sterbenskrank.

      schweissperle schrieb:

      Vielleicht hilft es, zu erfahren was das überhaupt für ein Bauteil ist, um das es hier geht. Hersteller, Baujahr, bestimmungsgemäße Verwendung und natürlich wie es bis zuletzt tatsächlich verwendet wurde.

      Fotos und weiteres findest Du u. a. im Beitrag vom Dienstag 11:30 h.
      dritt-letztes Foto - auszudrehender Ring, um den es hier geht.
      zweit-letztes Foto - gerissener Ring auf der Gegenseite.
      letztes Foto - zum Ausschrauben im Schraubstock vorbereitetes und verspanntes Ritzelgehäuse.

      Warte jetzt auf das neue Werkzeug, dann gehen die Ausschraubversuche weiter - werde berichten was passiert.

      BG - Reinhard
      Hallo Reinhard,

      das sagt mir immernoch nicht, was es konkret für ein Bauteil ist. Bei derartig (vermutlich festgegammelten) Verschraubungen hilft bei mir immer Ultraschallbad bei 80°C (unter der Voraussetzung, dass der Ring nicht mit Loctite eingeklebt ist). Danach mehrfach aufheizen und abkühlen und immer wieder graphithaltigen Rostlöser draufsprühen. Wenn das "geklemmte" / "verspannte" Innenteil aus Stahl ist, vor dem Losschrauben das Alugehäuse auf Temperatur bringen.
      Er schreibt, daß es zur Servolenkung gehört.

      Ich verstehe immer noch nicht, warum Reinhard vom Schweißen abgerückt ist. Ich hätte den von Tucan empfohlenen schweißbaren Vergütungsstahl genommen und ein Griffstück drangeschweißt. Aber nicht so wie auf dem Bild ganz am Anfang, sondern ein Flacheisen mit einem kompletten Loch drin. Wird stabiler und ist einfacher gerade anzuschweißen. Das hält bei dem Durchmesser selbst wenn man sehr schlecht schweißt mehr als die Zapfen jemals übertragen können. Für die Länge reichen 20 oder 30cm. Da kann man dann ein Rechteckrohr draufstecken.

      Wenn er WIG nicht hinbekommt, dann halt E-Hand. Ist doch egal, wie es aussieht.
      Katastrophe :wallb: ! ! !

      Habe nun nochmals mit dem alten ausgerissenen Werkzeug - da das neue Werkzeug mit der Sechskantaufnahme noch nicht angefertigt ist - und dem inzwischen neu eingetroffenen 'Hakenschlüssel mit Zapfen' versucht den Nutenring auszudrehen.
      Dabei ist am Hakenschlüssel sofort der Zapfen abgebrochen, obwohl ich geschätzt höchstens 1/4 der Hebelkraft aufgewendet habe, wie zwei Tage zuvor beim anderen Schlüssel, der die Bohrlöcher der Nockenhülse ausgeschert hatte.
      Auf beiden Schlüsseln steht "GERMANY" !!! - leider nicht Made in ... Könnte es sein, dass es eine minderwertige Qualität aus 'Irgendwo' ist? Und der Aufdruck "GERMANY" etwas vortäuschen soll und damit nur gesagt werden soll, die Ware ist für Germany ???

      Das eine Foto zeigt links den abgebrochene Zapfen und auf der rechten Bildseite die anfangs noch ungehärteten und mit dem anderen Hakenschlüssel abgescherten Nocken der Ausdrehhülse.

      Ich hätte erwartet mit dem neuen Zapfen-Hakenschlüssel eine gleich hohe Kraft aufbringen zu können, wobei ich mich im Stillen schon gefragt hatte, wie wohl der Zapfen am Schlüssel befestigt ist (nur angeschweiß oder aber zuvor durch ein Bohrloch gesteckt)?

      Ist das normal, dass an so einem Werkzeug der Zapfen so leicht abschert?
      Für welches Drehmoment ist denn so ein Schlüssel max. ausgelegt?


      rradler schrieb:

      Ich verstehe immer noch nicht, warum Reinhard vom Schweißen abgerückt ist.


      Was nützt Griff wie auch immer anschweißen, wenn der schwächste Punkt wo anders liegt?

      schweissperle schrieb:

      das sagt mir immernoch nicht, was es konkret für ein Bauteil ist. Bei derartig (vermutlich festgegammelten) Verschraubungen hilft bei mir immer Ultraschallbad bei 80°C


      Servo-Lenkgetriebe, teilzerlegt, Gewindering galvanisiert, Außengew. D ~56 mm, mit 2 stirnseitigen Nuten, bündig verschraubt in Alu-Ritzelgehäuse (gleichbedeutend mit Alu-Gewindemuffe).
      Habe kein Ultraschallbad in den Abmessungen 250 x 500 mm.

      BG - Reinhard
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      Ich hätte da auch nichts anderes erwartet. Ein Zapfen mit 5mm Durchmesser hält nicht viel. Wunderwerkstoffe gibts nicht. Falsches Werkzeug für dem angedachten Einsatz. Der ist für Kreuzlochmuttern nach DIN 1816. Also so Einstelltrallala und nicht für die Zentralschraube, die die Welt zusammenhält.

      Schwachpunkt bisher war der Automatenstahl. Mit einem vernünftigem Vergütungsstahl kannst Du ca. das drei- bis vierfache Drehmoment aufbringen. Aber dazu mußt Du das Ding irgendwie drehen ... Und das ist doch das Problem, oder? Sechskant kann Dein Dreher nicht und diese Hakenschlüsselgeschichte ist ja gründlich schief gegangen. Und die naheliegenste Lösung, Griff anschweißen, willst Du nicht?

      Ich versteh gar nichts mehr.
      Das einzig Positive am heutigen Tag: mein Dreher hat das Werkzeug fertig a049.gif .

      rradler schrieb:

      Schwachpunkt bisher war der Automatenstahl. Mit einem vernünftigem Vergütungsstahl kannst Du ca. das drei- bis vierfache Drehmoment aufbringen. Aber dazu mußt Du das Ding irgendwie drehen ... Und das ist doch das Problem, oder? Sechskant kann Dein Dreher nicht und diese Hakenschlüsselgeschichte ist ja gründlich schief gegangen. Und die naheliegenste Lösung, Griff anschweißen, willst Du nicht?

      Ich versteh gar nichts mehr.


      Ist ja richtig, nur hatte ich bisher das Werkzeug nur aus dem nicht schweißbaren Automatenstahl. Jetzt aber hat er das Werkzeug aus gewalztem 6-Kantstahl SW 60 gefertigt. Stahlgüte muss ich noch abfragen, evtl. werde ich das dann noch von einem Fachbetrieb härten lassen. Der Franzose / Engländer liegt schon bereit, da werde ich doch nicht noch eine weitere Baustelle aufmachen und irgend welche Griffe anschweißen, die nicht halten, da das Material nicht schweißbar ist. So war es zwar zu Beginn des Themas geplan gewesen, hat aber letzlich nicht geklappt (sh. ganzes Thema).

      Zwei meiner Schrauber- und Bastler-Leitsprüche heißen:
      * Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen. Ich lächelte und war froh ... und es kam schlimmer! *
      * Alles wird am Ende gut - ist es noch nicht gut, ist es noch nicht das Ende! *

      In diesem Sinne schönes Wochenende, der Ärger geht erst wieder am Montag weiter wincke.gif .

      BG - Reinhard
      Reinhard,

      ohne Dir auf den Schlips treten zu wollen: darf man fragen, was Du von Beruf bist?

      Wie schon angemerkt wurde, MUSS die Nummer mit dem Hakenschlüssel schief gehen, und zwar mit Ansage. Ein einseitiger Griff / Hebel an Deinem Werkzeug wirds auch nicht tun. Es müssen aus statischen Gründen zwei sein, diese genau gegenüberliegend. Ansonsten bleibt erstens Querkraft übrig, und zweitens wird der dem Hebel zugewandte Zapfen höher beansprucht, als der dem Griff abgewandte Zapfen.

      Aus welchem Stahl hat denn Dein Dreher das neue Werkzeug gefertigt?