Dieselpest - Dieselbakterien im Kraftstofftank

      Dieselpest - Dieselbakterien im Kraftstofftank

      Ich wollte mal nachfragen ob schon mal Jemand damit, so wie ich jetzt, grausame Erfahrungen gemacht hat und eventuell andere Lösungswege mir aufzeigen könnte die ich noch nicht weiß.

      Also ich habe momentan diese Pest am "Hals":

      sprit01.jpg sprit02.jpg sprit03.jpg sprit04.jpg sprit05.jpg


      , Probe wurde entnommen und sie keimt schön vor sich hin:

      IMG_0738.JPG IMG_0740.JPG IMG_0745.JPG

      Momentan versuche ich durch zugabe von "grotamar82" diese Pest zu bekämpfen.

      Das Mittel soll wohl wirken aber nur solange sich noch keine Schleimschicht im Tank gebildet hat, gibt es vielleicht ein Mittel welches eine solche Schleimschicht auflösen könnte?
      Mit freundlichen Grüssen
      Gernoth
      Krass, wie die sich vermehren =O

      Was ist das denn für ein Tank - im Auto eingebaut oder kommst du von überall ran, um ihn komplett sauber zu machen?
      Wikipedia sagt zu Dieselpest, dass die Mikroorganismen ohne Wasser nicht auskommen, daher sollte man den Tank regelmäßig entwässern und nicht unnötig lange offen lassen.
      Warum die Biozide nur gegen nicht sichtbare Mengen helfen sollen, verstehe ich nicht. Könnte mir höchstens vorstellen, dass die abgestorbenen Viecher dann eben trotzdem die Filter verstopfen.

      grotemar 82 enthält als Wirkstoff offenbar "3,3‘-Methylenbis[5-methyloxazolidin]", in Chemieforen steht, dass das nach und nach Formaldehyd abspaltet und so die Mikroorganismen erledigt. Das Formaldehyd ist aber wohl auch für Menschen nicht so toll, löst gern allergische Reaktionen aus. Du solltest also Handschuhe anziehen ;)
      Kippt der Bauer Milch in den Tank, wird der Trecker sterbenskrank.
      Ja ist schon etwas anderes wenn man live erlebt wie die "Viecher" sich sattfressen. Also der Tank ist im Auto eingebaut und nicht von außen zugänglich wie z.B. beim LKW. Ich habe ja schon mit dem Hersteller des Biozids gesprochen und er sagte mir, die Bakterien werden abgetötet und wie Du schreibst, wird auch empfohlen den Filter zu säubern. Vielleicht gibt es ja noch ein Mittel welches man danach einfüllen könnte was die Bakterien in Luft auflöst, eventuell ein Kraftstoff- und Dieselsystemreiniger?
      Der Herr hat mir auch erzählt, daß wenn man die Schleimschicht nicht entfernt, die Bakterien dort weiterleben und dann resistent gegenüber dem Biozid werden.
      Mit freundlichen Grüssen
      Gernoth
      Wenn ich mir deine Probe anschaue, denke ich, dass du über den Punkt, wo das Biozid nach Gebrauchsanleitung hilft, somit schon hinaus bist.
      Ich glaube aber auch, dass es nicht zwangsläufig so ist, dass die Bakterien in der Schleimschicht überleben. Sie sind in so einer Schicht besser geschützt, weil sich das Mittel hier nicht mehr wie in einer Flüssigkeit durch Massenfluss ausbreiten kann sondern nur noch per Diffusion. Da müsstest du eigentlich durch eine starke Erhöhung der Konzentration nachhelfen können.

      Wenn deine Probe so richtig schon gewachsen ist und du eine ordentliche Schicht in der Flasche hast, tu da doch auch mal was von dem grotemar rein und versuch zu beobachten, ob das in die Schicht reinkommt. Es könnte ja auch noch sein, dass der Schleim hydrophil ist oder so und sich nicht mischen lässt (so wie Öl + Wasser).

      Mikroorganismen aufzulösen ist denke ich nicht das große Problem, das geht vermutlich mit einer starken Lauge. Nur ob deine Kraftstoffleitungen und der Motor das vertragen, bezweifle ich. So einen Tank bekommst du nicht wieder ganz sauber, ob es jetzt um Kleinstlebewesen oder chemische Kontaminationen geht.

      Auf jeden Fall solltest du dir schonmal einen Karton voll Ersatzfilter auf Reserve stellen.
      Kippt der Bauer Milch in den Tank, wird der Trecker sterbenskrank.
      Also ich habe eine sehr hohe Shockdosierung in den Tank geschüttet, normale Shockdosierung wäre 1Liter grotamar82 auf 1000 Liter Diesel und ich habe 3 Liter auf 1000 Liter genommen, wobei das Mittel bzgl. der Schädigungen an Gummidichtungen etc. nur bis 2,5L/1000L getestet wurde. Habe also schnell 20 Liter verfahren und nachgetankt das jetzt die maximale Dosierung von 2,5L/1000Liter im Tank (65 Liter) ist.
      In der Testflasche sollten/durfte nur 0,25ml Diesel reingefüllt werden, nun weiß ich nicht wieviel Gegenmittel ich dort reinfüllen soll weil, nach meinen Berechnungen ( ?( ) wären es dann nur 0,01ml von grotamar82.

      Hier noch zwei Bilder von gestern und heute, damit ist die Testzeit zu ende, ich glaube es gab keine Vermehrung mehr:

      IMG_0748.png IMG_0751.png

      hier habe ich noch ein Foto, ich vermute so sah das ungefähr aus:

      beispiele_tank.png
      Mit freundlichen Grüssen
      Gernoth
      Hallo Gernoth,

      was fährst Du denn überhaupt? Ist das Fahrzeug alt genug beim Autoverwerter schon Teile zu bekommen? Ein Tank wird selten benötigt und liegt i.d.R. "rum" und sollte so günstig zu haben sein. (nach Verhandlung)

      Rein vom Aufwand her würde ich einen "neuen" Tank und vll. auch Dieselpumpe verbauen, bevor Du dich ewig mit den Bakterien rum ärgerst. Natürlich muss der Filter gleich mit raus. Das System spülst du am besten in dem du die Druckleitung vor dem Düsenstock öffnest und die Dieselpumpe ein starkes Biozid fördern lässt. Um die Dichtungen nicht komplett zu versauen danach gleich wieder mit Diesel nachspülen.

      Ich kannte die Dieselpest bis jetzt nur von Heizanlegen und wusste nicht, dass einen das auch im Auto ereilen kann. Mein Beileid!
      Problem wird wohl häufiger mit zunehmendem Biodiesel-Anteil in den Kraftstoffen. Ist besser verdaulich.

      Zum Auflösen eventuell festklebender Schleimschichten hätte ich jetzt noch Aceton vorgeschlagen. Da müsste man aber unbedingt vorher schauen, aus was für Material der Tank ist und den Leitungen und der Pumpe würde ich das auch nicht antun wollen. Also auch eher nur bei ausgebautem Tank.

      Wenn Schockdosierung 1 Liter auf 1000 Liter ist, dann müsste auf einen viertel Liter doch ein viertel Milliliter, oder irre ich? Das ist zwar mit Haushaltsmitteln immernoch nicht ganz leicht zu dosieren, aber du könntest zum beispiel ein Stück Eisen und einen 4er Bohrer nehmen und 0,25 cm³ /(0,2cm*0,2cm*pi) = 2 cm tief reinbohren. Das Bohrloch ist dann deine "Pipette".
      Besser wäre Teflon oder sowas statt Eisen, aber ich denke nicht, dass du das einfach so rumliegen hast. Ich vermute, dass Eisen sehr bald anfängt mit dem Formaldehyd zu reagieren.
      Kippt der Bauer Milch in den Tank, wird der Trecker sterbenskrank.

      mobby83 schrieb:

      Hallo Gernoth,

      was fährst Du denn überhaupt? Ist das Fahrzeug alt genug beim Autoverwerter schon Teile zu bekommen? Ein Tank wird selten benötigt und liegt i.d.R. "rum" und sollte so günstig zu haben sein. (nach Verhandlung)

      Rein vom Aufwand her würde ich einen "neuen" Tank und vll. auch Dieselpumpe verbauen, bevor Du dich ewig mit den Bakterien rum ärgerst. Natürlich muss der Filter gleich mit raus. Das System spülst du am besten in dem du die Druckleitung vor dem Düsenstock öffnest und die Dieselpumpe ein starkes Biozid fördern lässt. Um die Dichtungen nicht komplett zu versauen danach gleich wieder mit Diesel nachspülen.

      Ich kannte die Dieselpest bis jetzt nur von Heizanlegen und wusste nicht, dass einen das auch im Auto ereilen kann. Mein Beileid!


      Hallo "Mobby" und Willkommen im Forum,

      daß Auto feiert im September seinen 3. Geburtstag und ich habe mal im WWW gestöbert, es wird ein Tank angeboten. Wäre eine Alternative, aber trotzdem müsste ich ihn wohl vorsorglich säubern. Die Kraftstoffpumpe war ja schon durch die Bakterien außer Kraft gesetzt worden und wurde gegen eine Neue ausgetauscht, Filter wurde auch gewechselt.

      Am 31.03.2016 begann alles, bin plötzlich ohne Grund mitten auf der Strasse stehen geblieben, nichts ging mehr. Damals wurde die Pumpe gesäubert und ein neuer Filter eingesetzt und alles funktionierte wieder. Leider hatte die KFZ Werkstatt auch noch keine Erfahrung mit der Dieselpest, sie teilte mir nur mit, das alles sehr verdreckt war und der Diesel sehr stark gestunken hat.
      Das hat bis zum 16.07.2016 gehalten, am Vortag das Auto noch in die Garage gefahren, am nächsten Morgen wollte ich es rausfahren, aber nichts ging mehr. Auto wurde mal wieder abgeschleppt und komischer Weise, als es in der Werkstatt vom Abschlepper runtergelassen wurde, hat ein Mitarbeiter den Zündschlüssel gedreht und er sprang an.
      Die Freude werte kurz denn schon am 21.07.2016 durfte ich wieder per Huckepack in die Werkstatt, diesmal roch aber der Diesel nicht, nur wie auf den Bildern zu sehen war die Kraftstoffpumpe hinüber.
      Über die bisherigen Kosten dieser Aktionen darf man garnicht nachdenken + die Unsicherheit einfach irgendwann und irgendwo auf der Strasse stehen zu bleiben.
      Mit freundlichen Grüssen
      Gernoth

      Obijan schrieb:


      Zum Auflösen eventuell festklebender Schleimschichten hätte ich jetzt noch Aceton vorgeschlagen.

      Würde das funktionieren? Dann bräuchte man eigentlich "nur" den Tank auszubauen, daß Zeug reinkippen, Löcher verschließen und schütteln? oder eine Weile stehen lassen?

      Bezüglich des Biodiesels tanke ich seit der "Aktion" nur noch Kraftstoffe ohne diese Verdünnungen.

      Gestern habe ich noch etwas grotamar82 (2-3ml) in die Probe geschüttet, ihr könnt Euch garnich vorstellen was für ein Gestank dort rauskam, viel schlimmer als faule Eier.

      IMG_0753.JPG

      Heute hab ich die Probe wieder geöffnet und der Geruch war absolut neutral, nur die Farbe bleibt im Bakterienrot. - noch einmal 3ml zugeführt, mal schauen ob sich was auflöst.

      IMG_0757.JPG IMG_0758.JPG
      Mit freundlichen Grüssen
      Gernoth
      Ich habe mich eben kundig gemacht aus was der Kraftstofftank besteht: Polyethylen genauer aus HDPE

      Habe aber bisher noch nichts im Netz gefunden ob sich an dieser Oberfläche Bakterien anheften können, soll auf jeden Fall beständig gegenüber den "Viechern" sein.
      Mit freundlichen Grüssen
      Gernoth
      Wieder Wikipedia. Da steht, dass HDPE gegen Ketone beständig ist (sogar besser beständig als gegen Kraftstoffe), somit müsste es Aceton problemlos überstehen.
      Aceton war meine Idee, weil ich nicht weiß, wie polar der Bakterienschlamm ist und Aceton ein ziemlich billiges sehr universelles Lösungsmittel ist.

      Du hast ja nun deine Flaschenprobe da, mit einer Menge roter Matsche drin. Das grotemar hat offenbar die meisten Mikroorganismen abgetötet, so dass kein Schwefelwasserstoff mehr gebildet wird. Ein Lösungsmittel ist es aber nicht.

      Du könntest jetzt also einen Schluck Aceton in die Flasche füllen und schauen was passiert (eventuell schütteln). Auflösen wird es den Belag nicht, aber hoffentlich von der Wandung ablösen. Tut es das nicht, muss ich weiter überlegen. Spiritus vielleicht. Oder ganz banal: Wasser. Wahrscheinlich ist die Masse aber eher polar als apolar, so dass Wasser und Alkohol genau die falsche Richtung in der elutropen Reihe ist. Die polaren Lösungsmittel sind aber vermutlich deutlich teurer und auch nicht so richtig förderlich für die Gesundheit.
      Kippt der Bauer Milch in den Tank, wird der Trecker sterbenskrank.
      Hallo,

      wenn es reinigen des Tanks auch tut, dann ist das definitiv billiger als ein anderer Tank egal ob gebraucht oder neu. Ich hatte nach deiner Beschreibung mit dem Schleim aber Zweifel daran. Die Dieselpumpe und Filter hätte ich mit gewechselt, da dort am wahrscheinlichsten Bakterien zurückbleiben, die sich wieder vermehren könnten und vielleicht sogar den Weg zurück in den Tank finden.

      Wenn dein Tank Acetonbeständig ist, dann nur zu. Ameisensäure ist auch recht gutmütig zu Kunststoffen, günstig in Preis und Beschaffung und greift sonst alles was Lacke und Organismen sind an.

      Interessant ist aus meiner Sicht auch die Quelle deines Problems. (zB eine Tankstelle?) nicht, dass du das Problem eigentlich los bist, aber dann doch wieder bekommst.

      Viel Glück
      Die Dieselpumpe + Filter sind ja nagelneu und dort ist dann eigentlich nur der mit grotamar82 zugesetzte Kraftstoff durchgelaufen, sollte der Tank noch einmal bzgl. der Reinigung ausgebaut werden kann man die Pumpe ja noch einmal säubern.

      Für mich stellt sich jetzt noch die Frage ob sich die Bakterien, welche ja eigentlich den Tank nicht angreifen können, sich überhaupt dort andocken können um dann eine festhaftene Schleimschicht zu bilden. Können sie das nicht, dann wäre das Problem gelöst.

      Keine Ahnung wo ich mich das Zeug eingefangen habe, gehe aber von einer Tankstelle aus, aber einen Beweis/Nachweis zu führen ist schier unmöglich. Laut Vertreiber dieses Produktes könnten diese Bakterien ja schon im Rüssel der Zapfpistole stecken und/oder sich solange im Autotank "verstecken" bis sie zum Leben "erweckt" werden.
      Mit freundlichen Grüssen
      Gernoth

      Obijan schrieb:

      Du könntest jetzt also einen Schluck Aceton in die Flasche füllen und schauen was passiert (eventuell schütteln). Auflösen wird es den Belag nicht, aber hoffentlich von der Wandung ablösen. Tut es das nicht, muss ich weiter überlegen. Spiritus vielleicht.


      Werde ich mal testen, muß aber erst neue Handschuhe kaufen sind alle,alle.
      Mit freundlichen Grüssen
      Gernoth
      Wo du die Handschuhe ansprichst - die halten das Aceton nicht draußen. Deine einzige Chance, nichts von dem Aceton an die Hand zu bekommen, ist kein Aceton an die Hand zu lassen. Weder Nitril noch Latex hilft da. Und geh unbedingt nach draußen damit, das verdampft ja so furchtbar schnell.
      Kippt der Bauer Milch in den Tank, wird der Trecker sterbenskrank.