[Kaufberatung] MAG Schweißgerät

      [Kaufberatung] MAG Schweißgerät

      Hallo,

      ich möchte mir über kurz oder lang ein MAG Gerät zulegen. zZ besitze
      ich noch ein E-Hand Schweißgerät (90A-?A), aber für dünne Bleche
      nicht brauchbar. Das Gerät ist auch schon in die Tage gekommen, Stromeinstellung per
      Stellrad usw.

      Möchte kein Vermögen ausgeben, das Budget liegt zwischen 500-1000€, dann
      ist Ende.

      Habe hier schon etwas geguckt, und erstmal diese hier im Visier:

      Iskra Synergic Industrie MIG MAG 250 SC ecoline
      989,00€

      Iskra Industrie MIG MAG 250/4 ecoline
      839,00€

      Stahlwerk MIG MAG 200 mit WIG & MMA
      599,00€

      Apex Easy MIG 250 Quadro
      849,00€


      Bin eher der Gelegenheitsschweißer und was MAG getrifft, einige Jahre
      aus der Übung. Aber inzwischen beitreiben wir noch Landwirtschaft, und
      da reicht mir E-Hand nicht mehr.

      Wichtig wäre mir

      - Preis/Leistung muss stimmen
      - Geignet für Bleche ab 1mm bis 10mm
      - Garantiezeit
      - Support
      - Lange Ersatzteile

      Gruss
      Guten Morgen und Willkommen im Forum,

      um es vorweg zu nehmen, keine dieser Geräte deckt deine Wunsch-Materialstärken ab und ich gehe mal davon aus, daß Du eher im "Dickblechbereich" Kehlnähte verschweißen wirst.

      Bezüglich der Garantiezeit hat wohl Stahlwerk die Nase vorn, bei den anderen Anbietern habe ich diesbezüglich keine Angaben gefunden. Man sollte auch darauf schauen, ob die längere Garantiezeit für das ganze Gerät, oder so wie bei EWM (teilweise auch 5 Jahre) nur für einzelne Baugruppen gilt.

      Desweiteren würde ich die Suche eingrenzen auf nur MIG/MAG Geräte und keine "Eierlegene Vollmilchsau" (Kombigeräte) kaufen, und das wichtige Teile wie z.B. Drahtvorschub, Transformator aus hochwertigen Materialien bestehen, was natürlich im ersten Moment einen höheren Kaufpreis verursacht.

      Und ich würde mich auch nach Alternativgeräten umschauen, d.h. z.B. gut erhaltene/generalüberholte Geräte wie in diesem Beitrag HIER nachzulesen ist.

      Es ist halt wie beim Autokauf/-verkauf. Gewisse Automarken/Landmaschinen/Schweißgeräte sind eben aus gutem Grund wertstabil.
      Mit freundlichen Grüssen
      Gernoth
      Danke erstmal für deine Antwort.

      Ich bin kein Freund von gebrauchten Elektro-Geräten, deshalb schließe das
      aus. Ich bin bisher immer auf die Nase mit solchen Sachen gefallen, und am
      Ende mir dann nochmal was neues geholt.

      Zu den Blechdicken, 1-10mm waren aus dem Bauch raus, 1 bis 5 oder 6mm sollten aber
      passen, für dickere Bleche kann ich zur Not auch E-Hand schweißen. Ich glaube Daumenwert
      liegt bei 40A/mm, dann wären die 250A Geräte bis 5mm zu gebrauchen. Wäre OK, da wie
      gesagt E-Hand auch noch vorhanden ist.

      Bei Stahlwerk finde ich nur 1 Gerät, aber wenn die Kombis nichts taugen, dann
      fällt es raus.

      Im Moment schwanke ich zwischen dem
      • Iskra Industrie MIG MAG 250/4 ecoline (Favorit)
      • Apex Easy MIG 250 Quadro
      Liegen beide für mich im bezahlbaren Rahmen, leider bin ich aber nicht
      vom Fach um zu erkennen, welches das hochwertigere Gerät von beiden
      ist. Apex aber mit vorbehalt, hat der Hersteller überhaupt eine Webseite?

      Hatte auch das Schweißkraft EASY-MAG 250-4 (1150€) im Auge, aber liegt
      leider etwas über dem was ich ausgeben wollte.


      Hallo,
      die folgende Informationen kann ich dir als Hobbyschweißer geben.

      1) Der Schweißstrom von 250A ist für die meisten Schweißaufgaben ausreichend. Im Netz gibt es ja so viele Informationen
      über das Schweißen. Ich habe ein Guide vom Hersteller EWM gefunden. Da steht drinnen, dass Bleche bis zu einer Dicke
      von 6mm mit einer Naht geschweißt werden. Dickere Bleche werden mit einer Wurzelnaht und mit Decknähten geschweißt.
      Dann gibt es ja noch die vielen Nahtformen, wie I-, V-, Y-, X-Naht.

      2) Wie Gernoth schon erwähnt hat, kommt es bei Schweißgeräten auf die verbauten Komponenten an.
      Im Wesentlichen sind das, Trafo, Vorschubeinheit, und Steuerung. Ob man eine Punktschweißfunktion benötigt
      ist Ansichtssache. Ich bin der Meinung, dass man diese im Reparatureinsatz nicht benötigt. Das Poti für denSchweißrückbrand
      steht bei mir auch immer auf 0. Drahteinschleichfunktion sollte es schon haben. Synergic Steuerung (bei stufenschaltenen Geräten ist ja nur der Vorschub
      elektonisch geregelt) ist von Vorteil aber kein Muß. Dann kommen noch die LUXUS Maschinen "pozessgesteuererte Invertermaschinen". Als Normalverdiener muss man sich entscheiden ob Auto oder Schweißgerät (ab 4000 Euro aufwärts).

      3) Ich habe meine Schweißgeräte immer unterfolgenden Gesichtspunkten ausgwewählt.
      - Schweißstrom min. 250A mit einer Einschaltdauer von 35% bei 40 Grad Umgebungstemparatur.
      - Trafowicklung Prim. und Sek. aus Kupfer.
      - 4 Rollenvorschub (mind. 2 Schubrollen).
      - mind. 10 Schaltstufen bei 250A
      - Ersatzteilversorgung (mein Wunsch)

      4) Aus meiner Sicht findet derzeit ein Übergang von der klassischen Stromquelle (Trafo, Gleichrichter)
      hin zu elektronischen Stromquelle (Inverter) auch im Amateurgerätebereich statt. Vorangetrieben
      wird das wieder einmal mehr von China. Damit hat man aber Verhältnisse wie bei den heutigen TV Geräten.
      Bei Fernostgeräten und außerhalb der Gerwährleistung ist es ein Fall für den Müll. Bei Geräten europäischer
      Hersteller mit garantierter Ersatzteilverfügbarkeit, fangen die Preise bei 3000 Euro an.

      5) Herstellerempfehlungen gebe ich grundsätzlich keine ab, da ich als Hobbyschweißer das nicht kann und
      ich es als unfair betrachte, über Produkte die ich persönlich nicht nutze ein Urteil abzugeben.

      6) Im Laufe der Zeit haben sich bei mir folgende Geräte angesammelt (alles gebraucht gekauft)

      Erstes Gerät ist Hermag 420: 420A bei 60% ED. Wassergekühlt. Ein Büffel von Schweißgerät. Gebaut für die Ewigkeit.
      Einfache und wenig Elektonik. Kann auch in 10 Jahren noch repariert werden. Sehr schwer (150 KG).

      Zweites Gerät ist ein ISKRAVAR Synergic 250 Spool: Erfüllt meine Anforderungen. Beim Einschalten stelle ich mir immer die Frage
      "wird es die Prozessorsteuerung in 5-10 Jahren als Ersatzteil noch wo zu kaufen geben?
      Mit seine 66KG leicht zu transportieren. Die Blechstärke für das Gehäuse ist in wenig dünn geraten
      (erste Version).

      Drittes Gerät ist ein Kempact 3000: Prozessgesteuerte Invertermaschine. Luxus für den Hobbybreich. Im Betrieb leuchtet es wie ein Christbaum. Viele Paramter zum einstellen die ich nicht kenne. Damit lasse ich sie auf den default Wert. Im Doppelpulsmode ein schöner Sound. Bei einem Defekt kann ich es zum Müll geben, da ich mir die Eratzteile nicht leisten kann.


      Gruß
      Peter
      Die beiden Geräte sind ja fast "identisch". Was mir aber aufgefallen ist, daß das Iskra den Schutzgrad IP 23 hat und damit ist/wäre dieses Gerät auch außerhalb geschlossender Räume zugelassen. (ich hoffe es noch richtig in Erinnerung zu haben a0150.gif )
      Mit freundlichen Grüssen
      Gernoth