Bitte um Kaufberatung Qualitäts WIG Anlage für Gelegenheitsschweißen

  • Sag mal, wie hoch ist der Gasfluss eingestellt? - wenn geht, mit einem Gasmessrörchen prüfen.

    Kann mich im Dunklen an einem Fall erinneren, da hat ein hoher Gasfluß (ca. 18L/min) im wahrsten Sinne des Wortes, den Lichtbogen im Nulldurchgang ausgeblasen. Du kannst auch mal versuchen, bei abgedrehten Gas kurz (ca. 5-7 Sekunden) mit kleinstem Strom (ca. 10A) zu schweißen.

  • Hallo Kleinermuk,


    habe ich vor 2-3 Tagen gemessen, knapp unter 10 Liter/min hat die Kugel gezeigt. Ich hatte das schon ewig nicht mehr gemessen und dachte, ich hätte zu wenig Gas, weil ich das ganze Jahr nur Fe und CrNi geschweisst hatte. Dafür

    war das ja eigentlich fast zuviel.

    Aaaber, mittlerweile glaube ich, das Problem liegt woanders. Ich habe gestern bemerkt, wenn ich mich der AC Frequenz

    hoch gehe, kann ich mit dem Strom runter. Allerdings, mit der Lila Elektrode und auch nicht unter die nach Regler gezeigten 55A. Wenn ich den Regler auf 80-90A Ampere stelle, kann ich 2-2,5er Alu ganz gut schweissen.

    Ich vermute desshalb, dass mit meiner Impulsform etwas nicht stimmt und desshalb der Lichtbogen zusammenbricht.

    Je niederfrequenter, desto mehr Strom muss ich einstellen damit der Lichtbogen erhalten bleibt.

    Heute Nachmittag schleppe ich meinen Uralt Röhren Oszi in die Werkstatt. Wiegt geschätzte 30 Kg. Dafür kann man sich aber die Heizung sparen. Ich baue mir noch was, damit ich direkt vorne an der Elektrode messen kann. Alles andere ist ja glaube ich nicht zielführend. Das wächst langsam in ein eigenes Projekt aus. Dabei wollte ich doch nur einen Tank schweissen. ;(


    Gruss

    Roland

  • Jetzt gehen mir auch die Tipps aus :).

    Eine Erfahrung habe ich mit meinem Stel 350 gemacht. Da hatte ich auch das Problem, dass beim AC Schweißen der Lichtbogen ausging. Dachte schon, dass das Schweißgerät wohl einen Defekt hat, da gebraucht gekauft.

    Ursache war, es war ein Massekabel mit ca. 15Meter Länge dabei. Da ich ich diese Länge nicht brauchte, habe ich es schön

    zusammengerollt. Und irgendwan habe ich einen Blick auf diese Rolle gemacht und dann ist mir eingefallen,

    Spule --> XL. 3 Meter Massekabel daran gemacht und weg war der Fehler.

    Und als Techniker weißt du eh am besten Bescheid, was messen betrifft. Aber manchmal denkt man nicht daran,

    dass am Brenner beim Zünden 6-9 kV Hochspannungsimpulse anliegen, wenn die HF Zündung eingeschaltet ist :).

  • Hallo Kleinermuk,


    ja, Sachen gibts.....Trotzdem vielen Dank für Deine und Eure Tips hier. So eine WIG Maschine ist alles andere als trivial.

    Vor allem wenn man bedenkt, was da innerhalb vom Gehäuse alles für Störspannungen aufgrund der steilen Flanken der starken Ströme herrscht. Ich schaue mir aber trotzdem schon mal nach einem Nachfolger um. In der engeren Auswahl stehen

    das Welbach Entrix 200 AC/DC, das Ipotools Supertig 200 DI, das D+L 13750.

    Wobei ich nicht sicher bin ob das Welbach mit Pedal auszurüsten ist.

    Aber, noch gebe ich mein GYS nicht auf.


    Gruss

    Roland

  • Hallo Obijan,


    danke für den Hinweis. Die Thematik ist mir schon bewusst, desshalb kommt der Ur-alt Oszi mal wieder zum

    Einsatz. Es ist ein Tektronix 545. Das Traumgerät der 60ger Jahre. Voll Röhren bestückt und desshalb schon robust.

    Leider nur eben Sackschwer und ich glaube 750Watt Stromaufnahme. Welche allerdings in erster Linie in Wärme umgesetzt

    werden und somit auch als Heizung dienen kann. Angeblich um die 70 Röhren drinn. Und das Ding funktioniert noch 50 Jahren noch prima. Anders als mein GYSMI. motzki.gif

    Hier ein Link dazu: http://www.museum-nt.de/objekte/tek_535a.html

    Aber, ich glaube, Werkstatt wird heute nix. Die Sonne scheint und ich gehe lieber raus an die frische Luft


    Gruss

    Roland

  • Am D+L habe ich für eine Strommessung ein 30€ billgist-taschenoszi genommen und einen möglichst induktivitätsarmen koaxial-shunt gebaut. Die HF Zündung hat jedenfalls nicht besonders lange gebraucht um (vermutlich) den ADC zu schrotten. (der interne Offset wurde immer größer bis der Graph im mV Bereich aus dem Display gewandert ist.)

    Die Spannung zu messen dürfte noch interessanter werden. Dein Schätzchen mag alt sein, aber schade drum wäre es trotzdem. Auf jeden Fall würde ich versuchen das Signal vorher mit einen einem Tiefpass und TVS Dioden etwas zu filtern.


    Ein Fußpedal für das Entrix gibt es.

  • Mein Plan ist, in die kurze Brennerkappe ein ca 3mm Loch zu bohren so dass die Elektrode oben raussteht. Dann

    wird die Öffnung mit Klebeband umwickelt damit es wieder Gasdicht wird. So kann ich die Meßspitze vom Oszi nach

    dem zünden anklemmen. Der Brenner wird so fixiert, dass ein Lichtbogen auf einem Aluklotz steht. Der Aluklotz

    ist dann gleichzeitig der Massepunkt fürs Oszi. Der Oszi wird übern Trenntrafo vom Netz getrennt, so dass keine

    Erdschleife übern Schweißtisch entstehen kann. Sollte eigentlich funktionieren. Aber, versuch macht kluch.



    Gruss

    Roland

  • Das wäre mir (zumindest für AC Messungen) zu riskant,

    wenn du den Strom runterregelst und es zu deinen Lichtbogenabbrüchen mit autom.

    Neuzünden kommt, kann es dann schon gewesen sein.

    Lieber mit einem Stromsensor (L.B. LEMxxx) indirekt messen. Oder eine fertige Stromzange nehmen.

    Gruß, BK

  • Hallo Bastelkönig,


    das Oszi ist wirklich Kugelsicher. Aber, vorsichtshalber nehme ich einen Y-Einschub den ich doppelt habe. Mein Gys

    zündet nicht nach. Ich schau mal in den Unterlagen vom Oszi wie Spannungsfest der Eingang vom Oszi ist.

    Aber, man kann wirklich nicht vorsichtig genug sein. Habe grad nachgeschaut, der Signaleingang ist bis 600V Spannungsfest. Du hast mich aber auf eine Idee gebracht, ich werde eine Funkenstrecke hinter der Eingangsbuchse anbringen mit ca 0,5mm

    Abstand, dann knallt es da falls mehr als ca 500V auftreten sollten. Danke, super Hinweis BK.


    Zu den Bildern, man erkennt die Rückseite vom Signaleingangs-BNC Stecker. Der Draht welcher von einer der mit rotem Lack gesicherten Muttern weggeht, ist Masse. Da habe ich den Golddraht rangelötet und der Luftspalt zum Signaleingang ist ca 0,5mm. So dass es da ab ca 500V ableiten sollte. Aber, versuch macht kluch.


    Gruss

    Roland

  • Hallo Bastelkönig,


    das Oszi ist wirklich Kugelsicher...........

    So kann man sich täuschen. Hab das schwere Ding in die Werkstatt geschleppt, eingeschaltet, mist,

    zeigt keinen Strahl. Der Y-Einschub ist zweikanalig. Beim A-Kanal hängt der Strahl oben fest, beim B-Kanal

    hängt er unterhalb vom Bildschirm fest. Was ein Ärger. Sieht aber so aus, als ob es am Y-Einschub liegt.

    Jetzt muss doch der Gute Breitbandige dran glauben. Ich bin aber mehr und mehr überzeugt, dass es an der AC Impulsform

    liegen muss. Weil, zweimal, als der Lichtbogen wieder abgebrochen ist, ist die Elektrode abgebrannt. Vermutlich

    auf der positiven Halbwelle stehen geblieben............ich habe mir das Schlauchpaket und die Gasversorgung nochmals angeschaut, das sieht alles gut aus und ist auch dicht. Hatte heute nur wenig Zeit mich drum zu kümmern und noch mehr

    verplempert warum der Einschub wohl nicht funzt. Aber, morgen gehts weiter.

    Dafür ist der Entschluss gereift, es gibt was neues. :)


    Gruss

    Roland

  • Hallo Kleinermuk,


    Oszi's habe ich noch einen TEK 7104, das ist ein Hammerteil. Das ist bis heute das schnellste Analog Oszilloskop was jemals

    das Licht der Welt gesehen hat. Hat '84 glaube ich um die 200000 D-Mark gekostet. https://vintagetek.org/7104-1-ghz-oscilloscope/

    Dann, das zweite, ein Tektronix 7854, https://w140.com/tekwiki/wiki/7854 das ist für "jeden Tag"....also, Brot und Butter zeuch :blink1:


    das dritte ist dann fast neuwertig, ein USBEE, also so ein Ding was man über USB ans Notebook dran klemmt. Ist ein Logicanalysator, Pulsgenerator, Oszi, I2C Decoder, usw. Das Ding ist ganz nett. Läuft leider unter Windows 10 nicht mehr.


    Schweißgerät habe ich in der engeren Wahl, das Entrix, oder das D+L 13750. Das Ipotools Supertig ist grad abgeschlagen, da es im AC-Mode scheinbar nur bis 100Hz geht. Das war eigentlich mein Favourit, weil das Sinus/Rechteck/Dreick kann.


    Gruss

    Roland

  • Hallo Männers,


    grad war ich drauf und dran das D+L EVO 200AC/DC zu kaufen. Habe mit D+L telefoniert, war aber sehr ernüchternd.

    Bei jeder Frage zum nächsten weiterverbunden. Der dritte verweisst mich dann an deren Ihhbay shop. Will morgen zurückrufen. Ich weiss wirklich nicht ob ich bei D+L richtig bin. Keiner Ahnung und das Ding kostet immerhin 1900€.

    Ein Schweisskraft kommt mir prinzipiell nicht ins Haus.

    Es ist wirklich so, je mehr man sich umschaut, desto verwirrter wird man. Gestern ging auf der Rückfahrt von der Werkstatt mein BMW kaputt, rechte Vorderbremse geht fest. Grad scheint irgendwie der Wurm drinn zu sein. d0101.gif


    Gruss

    Roland

  • Wenn du den Plasmaschneider nicht brauchst, dafür aber lieber eine PFC, 10A mehr und sieben Jahre Garantie hättest wäre vielleicht das Iskravar TIG210 eine Option, dass es für aktuell wieder für 1299€ gibt. Das dürfte abgesehen davon so ziemlich baugleich mit dem 13750 sein.


    Über den Tipptoppmaker würde ich mir nicht allzuviele Illusionen machen. Dem Impressum nach ist das zwar der Chef von D+L, die zumindest früher mal selber Trafos gewickelt haben und das vielleicht auch noch bis heute machen.

    Aber der Eb..shop ist der klassische Chinakistenschieber-Ramschladen. Leider ist auch damit zu rechnen, dass der falls nach mehr als 6 Monaten Probleme auftreten eiskalt mit der Beweislastumkehr kommt.

    Kompetenz schreibe ich hingegen den Chinesen zu, die die Geräte bauen. Das 13750 ist im Inneren absolut wertig verarbeitet und zumindest mein Exemplar liefert auch genau das was es auf dem Display anzeigt. Sogar die Kurven erinnern zumindest an Sinus, Dreieck, Trapez und Rechteck, im krassen Gegensatz zu dem Weldinger gerät das vor kurzem mal hier vorgestellt wurde.

    Den direkten Vorteil der den deutlichen Mehrpreis des EVO gegenüber dem 13750 rechtfertigt sehe ich nicht.

    Das kommt zu 99% aus der gleichen Fertigung, (Shanhai Jinlite welding, JLT) muss aber mit den kleineren Gehäuse und damit auch kleineren Kühlkörpern vorlieb nehmen. Dazu hat es keine Dreieck-Welleform und auch keinen integrierten Plasmaschneider, kostet dafür aber das doppelte. Von einer PFC wie beim Iskravar lese ich da auch nichts.

  • Hallo Roland,
    ich bin nicht der aktive Schreiber in diesem Forum, aber ich wurde in diesem Forum auf der Suche nach einem Gerät sehr gut unterstützt. !!!

    Letztendlich bin ich bei einem neuen Merkle LiteTig 190AC/DC inklusive Brenner SR26, Massekabel und Druckminderer für € 2300,- gelandet. Einfach deshalb, weil bei dem ersten Favoriten kein richtiger Support zustande kam, und ich auch als "Beginnerr" nicht jedesmal das Gerät anzweifeln will. Ich war auch auf der Suche nach einem gebrauchten Gerät, aber bei den hohen Preisen, kann ich auch ein neues kaufen, das ich auch gut wieder verkaufen kann. Wie gesagt, ich will die kostbare Zeit nicht mit dem Schrauben am Schweißgerät verbringen.

    Das Merkle habe ich seit Juni letzen Jahres, aber auch noch nicht so viel gemacht. Bin halt noch am Schweißplatz einrichten.....

    Was ich aber sagen kann, ist, dass das Gerät mich überzeugt. Die große Einknopf Bedienung finde ich super, und auch die kleine Größe kommt mir entgegen. Beim Schweißen im Bereich 60-80A geht der Lüfter nur nach längerer Strecke an. Alu habe ich noch nicht probiert, aber auch das sollte im Bereich 10-180A kein Problem sein.

    Ein Forumskollege hat mich noch auf den speziellen Merkle Anschluß hingewiesen. Ja das stimmt, aber das ist eigentlich kein Problem. Da ich mich im dünnen Blechbereich in Zukunft bewegen möchte habe ich mir (auch bedingt durch den Rat eines Forumskollegen) einen CK9FX Brenner mit Merkel TCG Anschluß besorgt. Der hat (ohne Zubehör) ca. € 215,- gekostet. Und das ist im Vergleich zum mitgelieferten Brenner ein Mega Unterschied in der Handhabung.

    Gruß OttO

    Guten Tag miteinander.


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  • Hallo Kleinermuk und Bastelkönig,


    heute habe ich die Oszi-Bilder machen können. Naja, der Schaaden am GYSMI liegt komplizierter als man denkt.

    Erstmal habe ich im DC Modus getestet wie weit ich da runterkomme im Strom. Wie gesagt, ich kann nur Grob an der

    Eintsellung ablesen. Also, DC geht runter bis ca 15Ampere bevor der Lichtbogen abbricht.

    Nun zu den Messungen. Die Mittellinie entspricht 0Volt. Pro Kästchen Horizontal sind es 10V.

    Nun kam die Erleuchtung. Es lässt sich die AC Pulsfrequenz nicht verändern, obwohl ich am Regler drehe. Das gleiche

    ist mit der Balance. Keine Auswirkung vom Regler. Wobei die Kurvenform wirklich ganz ok ist. Wobei auffällt, bei weniger Strom

    fängt das Impulsdach schon etwas an zu zittern, so ab ca 90-100A ist das richtig solide.

    Man erkennt auch keine Impulsveränderung wenn der Lichtbogen abbricht. Es sieht so aus, als ob deas GYS einfach abschaltet.

    Die Pulsfrequenz startet mit 166Hz, nach ca 2 Sekunden halbiert sich die Pulsfrequenz auf 83 Hz.

    Ich denke, der Schaden ist irgendwie größer als angenommen. Ich schreibe jetzt den Service in D an und bitte um ein

    Schaltbild. oder drohe den an, ich schicke dasGerät zum reparieren ein. Was ich natürlich nicht mache. Ich habe mich entschlossen, ein ESS 170 ATG zu kaufen.

    Also, das erste Bild ist die Impulskette bei 166 Hz, der helle Teil kommt wohl von der Kamera/Verschlusszeit. Das zweite Bild ist die Impulskette nach ca 2 Sekunden nach dem zünden mit 83 Hz. Das dritte Bild ist der Messaufbau.

    Ach ja, das Oszi zuckt nicht mal wenn man aus versehen die HF-Zündung aktiviert. Also wirklich Kugelsicher das

    Museumsstück.

    Hm, was mir etwas komisch vorkommt, ist die niedrige negative Spannung von ca 8V, die Positive ist ca 22V.

    Ich weiss halt nicht wie das normal aussieht. Ich hätte erwartet dass die Negative und Positive Spannung etwa gleich hoch sind.


    Gruss

    Roland

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