Als Neueinsteiger eher ein Inverter- oder Trafo-Gerät kaufen ?

  • Hallo LEUTE,


    ich bin der Neue, der "Apotheker" aus Ost-Belgien, wohnhaft in der Nähe von 4960 Malmedy (Belgische Eifel).


    Ich bin seit paar Monaten auf der Suche nach einem "neuen" Schweißgerät - neu im Sinne von: vor 25 Jahren hatte ich ein BROWN 200 Amp. Elektroden-Schweißgerät und kannte mich damit recht gut aus und schaffte es auch hauchdünne Bleche zu schweißen (z.B. Auspuff-Pott - hatte kein Geld, mir einen neuen Auspuff für meinen Mitsubishi Colt zu kaufen....).


    Jetzt soll es endlich ein RICHTIGER Schweißapparat sein. Ich arbeite seit Jahren in einer Firma die Schwertransporte macht und habe auch 2 TOP-Schweißer-Kollegen (zwar Schweißer nur nebenbei, dennoch haben sie viel zu schweissen mit diesen 2 Geräten: Redmig 2800 K und 551 DW). Diese 2 Kollegen raten mir zu einem klassischen Gerät mit Trafos (Merkle Redmig 2800 K oder zum Jäckle MaxiMig 250) und ich liebäugle eher mit einem Inverter-Gerät mit Puls-Funktion, wie z.B. dem folgenden:

    https://www.sklep.ass.info.pl/iron-mig- ... -1214.html


    Da ich mich jetzt hin- & hergerissen fühle und kaum mehr weiter weiss habe ich mich in dieses Forum eingetragen und hoffe auf Unterstützung bei meiner Frage: was wäre die bessere Wahl ?


    Zur Info: ich bin absoluter Beginner betreffend MIG-MAG-Schweißen und habe es einfach satt, meinen Kollegen wochenlang hinterherzulaufen, um eine Kleinigkeit geschweißt zu bekommen (habe einen Traktor gekauft und muss hie und da was rumschweißen....; will ein 3-fach Schiebetor mit je 3 x 2 Metern schweißen für meinen Schuppen; hie und da soll ein Metall-Regal geschweißt werden... Und später will ich vielleicht auch 2 Geländer oder sonstige Teile aus Alu mit einem WIG-Gerät schweissen - habe jedoch nicht die geringste Erfahrung damit - das wäre also meine zweite Baustelle:)).


    Meine Frage also: eher klassisch mit Trafo (Lincoln Electric zum Beispiel gibt es bei verschiedenen Anbietern sehr günstig zu kaufen);

    Oder z.B. ein Gys mit Drahtautomatik (Gys Multipearl 201-4 - ± 1.300 Euro). Ein Firma aus Aachen bietet z.B. ein Migatronic Automig 273 als Aktions- Komplettpaket , auch für rund 1.300 Euro an. Hört sich sehr gut an. Ist es das auch ?

    Ein Redmig 2800 K als Sonderangebot aus dem Netz gibt es für 1.499,00 Ohne MwSt. (Deutscher Anbieter).


    Es ist also weit weniger eine Frage des Preises, sondern des Konzeptes. Kann man mit einem STEL Iron-Mig mit Puls oder Doppel-Puls auch "vernünftig" (um die Worte von Manfred Welding zu benutzen;)) Alu schweißen via MIG oder wäre es tatsächlich besser 2 Geräte zu kaufen : erst ein "einfacher" Trafo Gerät wie Merkle oder Jäckle um MAG-Schweißen zu lernen und später, bei weiterem Interesse, dann ein zweites, anständiges WIG-Gerät ?


    Besten DANK im voraus für die Mühen,

    Apo

  • Apotheker

    Hat den Titel des Themas von „Als Neueinsteiger eher ein Interter- oder Trafo-Gerät kaufen ?“ zu „Als Neueinsteiger eher ein Inverter- oder Trafo-Gerät kaufen ?“ geändert.
  • Ich würde es unter anderem davon abhängig machen, wie mobil du mit dem Gerät sein musst. Die Inverter sind klein und leicht und meist von einer Person zu tragen.

    Ein Inverter ist voll bis oben hin mit Elektronik. Dass Elektronik nicht ewig hält, ist inzwischen auch jedem klar.

    Ein Trafo kann dagegen sehr alt werden.

    Beim Mig Mag Gerät würde ich das Gerät mit Trafo bevorzugen.

    Bei wig kommst du um den Inverter nicht mehr herum.

    Gruß Jürgen

  • Hallo LEUTE,


    ja, ich hatte nach einem defekten MIRA-Gerät in einem anderen Forum gefragt. Leider aber ist mein Chef der Auffassung, dass dieses "alte" Gerät noch seeeehr viel Geld wert sei und will es mir nicht überlassen. Somit ist das Thema schon mal abgeschlossen. Schade.


    Noch ein paar Gedanken - Fragen zum Kauf eines Trafo- oder Inverter-Gerätes: kann man mit einem Redmig 2800 auf tatsächlich MIG schweissen (nach der erforderlichen Umrüstung - logo) oder ist das nur so ein Gebrutzel ?

    Ist ein anständiges WIG-Gerät da weit überlegen ? Eigentlich finde ich nämlich nur immer Infos betreffend das Schweißen von Alu/Edelstahl via WIG. Sieht man mal ein Video wo jemand via MIG schweißt, so sieht das eher so aus wie: irgendwie geschweißt, aber nicht wirklich hübsch anzusehen. Also eher von abzuraten.

    Andererseits bietet ein Deutscher Händler das Merkle 2800 K-Gerät direkt mit einer Teflon-Seele als Sonderangebot an. Also scheint die Schweiß-Qualität doch nicht soooo schlecht zu sein, denn sons gäbe es das doch nicht von Merkle, oder ?


    Und: mein zukünftiges Gerät soll/wird eigentlich in einem unbeheizten Schuppen/Werkstatt stehen. Im Winter wird es da dann auch frieren. Zum dort arbeiten werde ich dann wohl einen kleinen Holzofen (oder Elektro) anwerfen. Wie schädlich ist das für ein Trafo-Gerät, also diese Temperatur-Schwankungen ? Ich denke sogar: für ein Inverter-Gerät sogar der Gau, oder ?


    BESTEN DANK soweit !!

    Apo

  • MIG ist kein Problem. Edelstahl geht in jedem Falle, bei Aluminium ist ein 4 Rollen Drahtvorschub von Vorteil, da man so den Druck auf den Draht reduzieren kann, da dieser sehr weich ist.

    Mit MIG kann man mit etwas Übung sehr schöne Nähte produzieren, dieses Verfahren wird viel in der Industrie eingesetzt, da es sehr schnell und prozesssicher ist.

    Man muss das Gerät halt nur gut einstellen und einigermaßen vernünftig schwrißen können, dann kommt da was brauchbares bei raus.


    Zwecks Verunreinigungen sollte man zumindest die Drahtseelen je nach Material trenne, da sonst z.B. Stahlabrieb in ein Edelstahlschmelzbad gelangen kann. Das gibt Rostbrücken.

    Für Alu sollte man ein kurzes Schlauchpaketb (max.3m) und Stromdüsen für Aluminium verwenden. Man kann aber auch einfach größere nehmen.


    Temeperaturschwankungen stören den Trafo nicht, zumal das Gerät vom Holzofen vermutlich garnicht komplett warm wird. Bei einem Inverter wäre ich da vorsichtiger, zumal da mal schnell was heiß wird. Bei einem Trafo wird nach einiger Zeit mit viel Energie eventuell mal der Gleichrichter warm, das sollte nicht stören.

  • Hallo Du lieber Apostel,


    DANKE für die ausführliche Antwort !

    Ich werde also höchstwahrscheinlich ein Redmig 2800 K-Gerät kaufen.


    Ich gebe aber zu, dass ich dabei schon noch was Bauchschmerzen habe, denn: ich habe erst gestern noch 2 Videos aus den USA gesehen, wo 2 Firmen Geräte der Marke STEL aus Italien testeten und auch einen langzeit-Test machten. In den Staaten heißen diese Geräte wohl HTP "ProPuls 200" (z.B.), sind aber genau die gleichen wie die in Europa vertriebenen, meiner Meinung nach.

    Ist schon ERSTAUNLICH, was diese Leute mit PULS oder DOPPELPULS alles schweißen !!!

    Also auch Alu - sah aus, wie ein Kinderspiel. Bekäme ich sicher auch hin.


    Falls noch jemand seine Meinung zu STEL oder HST bzw. dem RedMig geben will, so wäre ich jedenfalls erfreut !!


    Besten DANK schon mal und bis später,

    Apo

  • Also auch Alu - sah aus, wie ein Kinderspiel. Bekäme ich sicher auch hin.

    Genau, es sieht aus wie ein Kinderspiel, ist es aber nicht - zumindest bei mir nicht:(.

    Und das du ganz "verwirrt" bist: Wenn man viel ALU schweißen möchte , dann würde ich zu einem Inverter greifen. Ich kenne das RedMIG 2800K nicht. Aber wenn ich die Beschreibung richtig interpretiere, hat das keine (half) Synergic Steuerung. Spannung kann bei einem stufen-geschalteten MIG/MAG durch die Steuerung ja sowieso nicht beeinflusst werden.

    Wenn ich mich für ein stufen geschaltetes MIG/MAG Gerät entscheiden würde, dann mit einer Synergic Steuerung, wie z.B. das Rehm SYNERGIC.PRO² 230-4 QUATTRO-MIG.

    Ich hab zwar keine Stel MIG Puls-Maschine, von den technischen Daten (221P) ist diese nicht so schlecht.Was ich bei diesem vermisse, ist die aktive PFC. Daher wird auch ein LS von 20A träge empfohlen. Von Merkle habe ich die Highpuls 284K. Und damit ich einen Vergleich zu Kemppi habe, teste ich das Kempact 3000:).


  • Hallo Kleinermuk,


    habe mal soeben geschaut, was so ein Merkle Highpuls 284 K kostet - hmmmhmmmm.

    Das ist SICHER NIX für mich - käme dem vielzitierten "Perlen vor die Säue werfen" gleich, zumindest was mich anbelangt:(.

    Habe auch nachgeschaut, was eine aktive PFC ist und denke, es verstanden zu haben. Denke.

    Zu dem REHM-Gerät: habe ich mir schon mehrfach angeschaut - tolles Teil, dass 1.000 mal mehr kann als ich. Geräte mit Synergie-Steuerung gibt es viele, auch zu einem günstigen Preis, wie z.B. von Migatronic oder GYS.

    Meine Frage zu dem Rehm, da ja auch irgendwie in der gleichen Preis-Spanne liegt: wie sieht es mit der Langlebigkeit aus ? Ähnlich wie bei einem Trafo, also sehr langlebig. Oder geht in Richtung eines Inverters, dessen Lebensdauer anscheinend sehr ungewiss ist ?


    Bis dann,

    Apo

  • Meine Frage zu dem Rehm, da ja auch irgendwie in der gleichen Preis-Spanne liegt: wie sieht es mit der Langlebigkeit aus ? Ähnlich wie bei einem Trafo, also sehr langlebig


    Das Rehm ist ein Trafo Gerät mit 10 Spannungsstufen. Hast du dir die Videos schon angesehen?

    Da schweißt einer mit diesem Gerät ALU.


    Ich glaube, das an dieser Beschreibung schon was dran ist :

    Das gasgekühlte Schutzgas Schweißgerät in kompakter Bauweise mit kraftvollem 4-Rollen-Antrieb, zehnfach stufengeschaltet und durch zusätzliche Synergiekennlinien der Spezialist für das Schweißen von Aluminium.


    Und damit kein falscher Eindruck entsteht:

    Neu hätte ich mir das Merkle auch nicht gekauft. Aber im neuwertigen Zustand habe ich weniger als dein genanntes Angebot fürs Redmig ohne MWST bezahlt.

  • Geräte mit Synergie-Steuerung gibt es viele, auch zu einem günstigen Preis, wie z.B. von Migatronic oder GYS.

    Über Varianten von Steuerungen könnte man Romane schreiben. Synergic ist nicht gleich Synergic.

    Es gibt einfache Synergic Steuerungen und es gibt komplexere Synergic Steuerungen.

    Bei den einfacheren, wie GYS, wird der Drahtvorschub über die Messung des Schweißstromes

    gesteuert. Beim Rehm wird der Drahtvorschub hauptsächlich über die Geschwindigkeit

    des Drahtvorschubmotors und die Lichbogenlänge gesteuert. Über eine Tachoscheibe, werden Impulse zu der Steuerung gesendet. Die Soll-Geschwindigkeit des Motors ist in der Synergic Kennlinie hinterlegt.In Realtime werden aus Lichbogenlänge und aktuellem Drahtvorschub der Sollwert errechnet und blitzschnell angepasst.


    Auszug aus der Beschreibung:

    Lichtbogenlängenänderungen durch Abweichungen im Kontaktrohrabstand werden dank RSC schneller und effizienter ausgeglichen. Neben der Messung der Lichtbogenspannung wird auch die Vorschubgeschwindigkeit über Inkrementalgeber direkt am Vorschubmotor aufgenommen (RSC). Mit RSC werden Veränderungen der Lichtbogenlänge frühzeitig erkannt und korrigiert. RSC steht für konstante Drahtvorschubgeschwindigkeiten


    Dann hat dieses Schweißgerät eine dynamische Drosselregelung. Das heißt, die Steuerung

    passt die Drosseleinstellung während des Schweißprozesses an.


    Auszug aus der Beschreibung:

    Innovative elektronische Schweißdrossel mit ultraschneller automatischer Regelung für ausgezeichnete Zündeigenschaften und einen hochstabilen Lichtbogen. Der Drossel-Abgleich kann zusätzlich stufenlos per Hand modifiziert werden.



    Gruß

  • Meister MUK,


    mehrere Dinge als Antwort:


    - ich bin BAFF, was Du nicht alles zu diesen Themen weisst !! Chapeau !! a020.gif


    - ich lese immer wieder, das sich irgendwelche Leute Schweiß-Apparate und Utensilien, die neuwertig sind, "für en Appel un en Ei" kaufen. Wie machen die/Du das ????


    - Videos habe ich nicht anschauen können - die Links funktionieren nicht. Wieso ? - keine Ahnung


    - bezüglich der Langlebigkeit / Kurzlebigkeit hast Du dich nicht geäußert - kommt da noch was ?


    - ist, Deiner Meinung nach, dieses Rehm-Teil die "eierlegende Wollmilchsau", nach der ich suche ?
    Kann ich da anfangen mit MAG und später MIG, ohne zwingend ein zusätzliches WIG-Gerät zu kaufen ?


    Bin schon gespannt auf deine "mich fast erschlagende" Antworten !! ;)


    Gruß Apo

  • Videos habe ich nicht anschauen können - die Links funktionieren nicht. Wieso ? - keine Ahnung

    Die funktionieren schon. Du musst diese aber abtippen, da es ja ein Bild ist :)

    Bei den ganzen Videos ist halt auch ein wenig Werbung dabei, und diese sollte man im Forum vermeiden. Da hast die 2 Beispiele. Man muss aber auch bedenken, dass da keine Anfänger schweißen.


    Ich rede niemanden ein Schweißgerät aus, bzw. ein. Darum schreibe ich immer, was ich mir kaufen würde.

    Aus meiner Sicht, ist das Rehm in Bezug Verlässlichkeit und Qualität/Steuerung im Bereich

    der stufengeschalteten Trafogeräte die erste Wahl. Aber es gehört auch nicht zu den Billigsten.

    Der Vorteil der Trafogeräte liegt darin, dass es, außer dem Gleichrichter keine Leistungselektronik gibt, Auch die elektronische Drossel ist eher störungsunanfällig. Im Prinzip ist das wie ein Trafo, bei dem der Schweißstrom über die Sekundärwicklung fließt, und mittels Gleichstrom in der Primärwicklung wird die Drossel magnetisch gesteuert. Und was man auch bei der Auswahl berücksichtigen soll ist der minimale Schweißstrom, der bei Dünnblechschweißungen wichtig ist. Dieser beträgt beim Rehm

    15A. Da gibt es Schweißgeräte, wo der Minimalstrom 50A ist.

    Aber sie 100% Garantie, dass nichts kaputt wird hat man auch nicht.


    Und ich bin schon froh, wenn meine Schweißnähte so wie im Video mit dem Rehm aussehen.

    Ich schweiße meisten nur Edelstahl und ALU. Das hat den Vorteil, dass die Schweißnähte nicht rosten, wenn ich diese begutachte und mir dabei die Tränen kommen und diese dann auf die Schweißnaht tropfen ^^.


    Gruß

  • Meister MUK !


    Sorry für die Um-Benennung, aber: wenn einer so viel kennt, ist es kein "KLEINER", sondern ein Meister ! Zumindest sehe ich das so;)

    Zu deinem Beitrag: ich bin HEILFROH darüber, dass mir einer den Weg zeigt hin zum richtigen Gerät für mich !! Denn einerseits ist es eine recht teure Geschichte - logo. Wenn man aber dann hinterher erkennt, dass man was anderes hätte erwerben sollen, so ärgert man sich schon.


    Ich habe ja schon X Leute gefragt, mit welchen Apparaten die schweißen, aber jeder hat ein anderes Gerät - alles Markenhersteller - und jeder meint für sich das BESTE Gerät zu haben.

    Sich, als Anfänger, einen Überblick zu verschaffen, ist da quasi unmöglich.

    Und irgendwo was schauen gehen - vergiss es !! In der Eifel (Belgische sowohl als Deutsche) gibt es, meines Wissens nach, keine Möglichkeit, mal einen Schweiß-Fach-Geschäft zu besuchen.

    Vielleicht mal in Aachen bei TBS, aber die verkaufen dann EIN Modell und auch DAS ist dann wieder das Beste von allen auf der Welt - Du verstehst…. .


    Also: lange Rede, kurzer Sinn: sage mir bitte GERNE, welches Allround-Gerät Du für das Beste für einen Anfänger hälts, auch wenn es was mehr kostet, denn ich kaufe nur EIN Mal, auch wenn es dann mehr kostet (ich bin nicht reich genug, um zwei mal zu kaufen :))


    Mal ne Frage zu dem zuletzt beigefügten Beitrag/Schema: das PULS das BESTE ist, war mir klar, und deshalb wollte ich ja auch das STEL IronMig Pulse kaufen - für einen durchaus erschwinglichen Preis.

    Jetzt hast Du mir aber das Rehm-Gerät ans Herz gelegt. Also OHNE Puls, oder ??

    Also: Du machst mich fix und alle :| oder habe ich da was falsch verstanden ?


    PS: zu den Videos: habe sie mir z.T. angeschaut - kein Problem mit dem richtigen Browser.... DANKE für die Infos.


    Apo

  • Puls ist praktisch, aber sehr teuer.

    Belies dich bitte dazu und bild dir eine eigene Meinung. Lass dir da von keinem was einreden. Ich hab selber ein Gerät was Impulsschweißen kann (Merkle HighPulse PU 450DW)

    Ich kann aber gut drauf verzichten. Am liebsten schweiße ich mit meinem Merkle M324DW ohne Impuls. Bei richtiger Einstellung werden die Nähte nahezu spritzerfrei und brennen Tief ein.


    Was das Rehm betrifft: Wenn man Stufengeschalten ohne Ouls unterwegs ist, ist Synergie qatsch. Man kannbis auf die Spannung nicht viel beeinflussen. Drahtvorschub und Spannung seperat einzustellen ist mir lieber.

    Und bei den Merkle Geräten steht immer am Drahtvorschubpoti statt m/min die Spannungsstufe als Richtwert dran.

    So kann man grob einstellen, Testschweißen und dann Feintuning machen. Wie ein Lichtbogen/Schmelzbad auszuschauen hat zeigen dir sicher mal deine Arbeitskollegen, eventuell sogar mal am WE an deinem Gerät.


    Rehm ist nicht der beste Hersteller. Merkle und EWM haben da eindeutig die Nase vorn. Bei den Rehm Geräten ist der Lichtbogen meinen Erfahrungen nach (habe eine Weile in einem kleinen Schlossereibetrieb geschweißt, mit einem Rehm Symergic...

    Das Gerät war Kacke. Kein ruhiger Lichtbogen, keine Drossel und diese Kack Synergiesteuerung.

    Die besten Geräte die ich kenne sind wirklich Merkle. Schön stabiler, ruhiger Lichtbogen. Ausgezeichmete Zündfähigkeit und gut einstellbare Leistung dank vielen Stufen.

    EWM ist gut, allerdings würde ich ein Merkle vorziehen. Die EWM spritzen ohne Impuls sehr stark im Vergleich zum Merkle.


    Nimm das Redmig.

    Das kann sogar Alu.

    Ich hab auch schon mit meinem M324DW als ich noch kein AC WIG hatte Alu geschweißt, und das mit 2Rollen Drahtvorschub.

  • Edit: Lies dazu auch mal in anderen Foren bereits vorhandene Threads, zum Beispiel bei Werkzeugnews oder auch sehr gut sind die in der Zerspanungsbude.

    Frag mal ein paar Profis außerhalb von Foren, die am meisten genutzten Geräte sind Merkle EWM und Fronius.

    Allerdings sagen viele Leute, das die Merkle die schlnsten Schweißeigenschaften wie gute Zündung, stabiler Lichtbogen, guter Einbrand.

    Mit nicht allzugut vorbereiteten Teilen kommen die auch sehr gut zurecht. Ansonsten wär ein Probeschweißen denke ich auch nicht verkehrt. Kannst ja auf Arbeit fragen, die haben ja gute Geräte.

  • Oh Du geheiligter Apostel !!


    Also das geht ja jetzt in die total andere Richtung ! Ich weiss kaum noch, was ich darauf antworten soll, um ehrlich zu sein :blink1:

    Eines kann ich aber mit Sicherheit sagen: meine Kollegen schweißen ja recht viel und der eine, der Ro... , macht dabei Nähte (in Stahl), die so schön sind: man könnte je einzelne fotografieren und ins WWW stellen !

    Also Stahl können die bei Merkle, egal ob mit dem 2800 K oder dem 551 DW - sieht für mich jedes Mal gleich (super-gut) aus.

    Ich habe schon selber mal KURZ mir dem 2800 K geschweißt und war erstaunt, wie gut das mir gelungen ist !! Für jemanden, der noch NIE einen Brennen in der Hand gehalten hatte - also ich war echt paff und das war auch die Initial-Zündung: wenn das SOOOOO "einfach" ist, dann kann ich das auch selber machen/lernen und brauche keinem Kollegen mehr wochenlang den "Hintern zu wischen" (sorry für den Ausdruck, aber es kommt mittlerweile genau darauf raus - der Ro... ist IMMMER mürrisch und der andere baut ein Haus und hat NIE Zeit.....) um mal eine Kleinigkeit geschweißt zu bekommen... .

    Ich werde mich also weiterhin informieren und DANKE schon mal für Deine Meinung !

    Mal sehen, was noch kommt ;)


    Besten Gruß,

    Apotheker

  • Wenn man sich ein bisschen mit einem Stufengeschaltenen Trafo auseinandersetzt, kann man den binnen SEKUNDEN einstellen, vorallem da am Drahtvorschubpoti Richtwerte dranstehen. Einmal probeschweißen, feineinstellen, fertig. Schweißt man danach (wie ich) mit einem Synergiegerät (Rehm) kommt einem das zu kotzen vor. Eventuell ist das für den Anfänger erstmal einfacher, allerdings definitiv nicht besser. Nach ein paar Metern übung kann man das nahezu im Schlaf einstellen.




    Leider nicht die beste Bildqualität.

    Um das Vorschubpoti drumherum sind Ringe mit den unterschiedlichen Drahtstärken, da ja bei dünnerem Draht und gleicher Leistung mehr Meter Draht gebraucht werden, als bei dickerem.

    In den Ringen stehen dann die Stufen, z.B. i

  • irgendwie hab ich zu früh abgeschickt

    Weiter:

    In dem gelben Ring (1mm Draht) steht dann 4.6.

    Will man in Spannungsstufe 4.6 schweißen (die Stufe wird in Abhängigkeit der Materialstärke eingestellt. AUCH bei Synergiegeräten.

    4.6 heißt Grobstufe 4. und Feinstufe 6.

    Man dreht dann das Poti dahin wo der Richtwert liegt, und macht dann nach einem Probeschweißen nur noch das Feintuning.

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