WIG S235JR+AR spritzt stark und bildet Poren

      WIG S235JR+AR spritzt stark und bildet Poren

      Hallo zusammen,

      bin Anfänger, habe aber schon ein paar Dinge erfolgreich geschweißt.

      Ich versuche gerade einen Rahmen zu schweißen:
      - Material: S235JR+AR, 20x6 Flachstahl an 20x20 Vierkantstahl (voll)
      Das Problem ist dass es stark spritzt und sich Poren bilden:
      IMG_0847.jpg


      - das Problem tritt auch ohne Zusatz auf, sonst nutze ich WSG2 2mm
      - ich nutze Argon 4.6 (GlobalGas)
      - Durchflussmenge: 10l/min, Kontrolliert mit so einem Gasmengenmesser am Brenner (Röhrchen mit Kugel)
      - Stromquelle: EWM Tetrix 230
      - Parameter: I=100-150A (habe verschiedenes probiert), kein Puls, DC, + am Werkstück, - am Brenner, Gasvorströmzeit 0,5s, Gasnachströmzeit 4s
      - Masseklemme und Werkstück sind sicher verbunden, habe trotzdem nochmal blank gemacht
      - Wolframelektrode: pink Lymox 2,4mm, angeschliffen in Längsrichtung um Schleifbock


      IMG_0848.jpg
      IMG_0850.jpg


      Was mache ich hier falsch?
      Moin,

      das sieht für mich auch nach schlechtem Gasschutz aus. Bleibt die Elektrode nach dem Ausschalten des Lichtbogens sauber? Läuft also nicht blau an? Dann sollte der Brenner schonmal in Ordnung sein. Wäre das Gas verunreinigt, würde man das auch schnell an der Elektrode sehen.

      Spiel nochmal, wie bereits vorgeschlagen, mit der Gasmenge herum, vielleicht wird da ja wirklich irgendwo Luft mit eingewirbelt.

      Dass es am Werkstoff liegt, glaube ich nicht. Erstens sieht mir das nicht nach warmgewalzt aus, und selbst wenn, ist warmgewalztes Material auch nicht schlechter als anderes. Und bitte keinen Edelstahlschweisszusatz verwenden! Der bildet schönen spröden Martensit im Schweissgut, das wird nichts.

      Gruß,
      Thomas
      Wenn du es sagst...

      Ich bleibe bei meiner Meinung. Es kann ohne weiteres sein, dass eine zu hohe Gasmenge die Elektrode sauber hält und trotzdem Luft an die Schweissnaht gerät, z.B. bei zu flacher Brennerhaltung. Ein Hinweis darauf ist für mich auch die trotz der Spritzer komplett saubere Gasdüse.

      Es gibt zwar verunreinigtes Material, aber dass wirklich beide Seiten der Schweissnaht aus Material der gleichen schlechten Charge bestehen, halte ich für unwahrscheinlich.

      Neu

      Meine Vermutung nach liegt es auch an Verunreinigungen und/oder die verzunderte Walzhaut, was einer Verunreinigung gleich kommt.
      Vermutlich wurde wohl die Kante des Profils nicht blank geschliffen, und das reicht dann schon für die auf dem Bild zu erkennenden Ergebnisse.

      Das selbe Problem hatte ich auch schon.
      Einstellungen Gas allerdings 6 Liter/min. Brenner mit 6Er Düse. Keine Gaslinse. 2-4Rer Nadel.
      In meinem Fall kommt ein aus gewalztem Blech gelaserte Blechkappe auf ein Ende eines blanken Rechteckrohr.
      Im ersten Versuch wurde ohne Schweißzusatz eine Fallnaht geschweißt. Dazu hat die Kappe extra ein bestimmtes Übermaß, quasi als Zugabe, so dass nach dem Verschleifen die Naht glatt wird.
      Die verzunderte Laserkante hat dann zu einem Ergebnis wie auf dem Bild oben geführt.
      Nach dem Abschleifen der verzunderten Kante wurde es deutlich besser, aber Poren waren immer noch da.
      Dann die Walzhaut weggeschliffen, danach war fast keine Pore mehr zu erkennen.
      Fazit 1: Verzunderung ist überhaupt nicht gut beim WIG-Schweißen(!).

      In einem ähnlichen Fred wurde das, meiner Ansicht nach, auch schon mal hier besprochen.

      Fazit 2: Da diese Arbeiten in WIG ausgeführt in Summe für mich nicht wirklich schneller auszuführen sind, werden die jetzt mit der MAG-Maschine gemacht.

      BW JP