Heimwerker-Frage zur Verbindung von Metallstäben

      Heimwerker-Frage zur Verbindung von Metallstäben

      Hallo,
      Ich bin (noch) völlig ahnungslos in Metallbearbeitung und habe dazu eine Heimwerker-Frage.
      Ob ich in diesem Forum richtig bin ist auch nicht sicher aber ich dachte ich versuche es einfach mal ;)

      Ich möchte Metallstäbe bzw. Metalldraht (so höchstens 4mm stärke) zu einer Art Gitter verbinden um daraus dann Körbe, einfache Regalböden, geometrische Figuren oder auch Lampenschirme herzustellen.
      Sowas wie hier zB:

      metallbearbeitung.png

      Nun zu meiner Frage:
      Wie verbinde ich solche Metallstäbe bzw. Metalldrähte richtig?
      Muss ich das schweißen?
      Oder reicht vllt auch Weichlöten bzw. Hartlöten?

      Ich muss hier ja keine wirklichen Schweißnähte machen oder?
      Was für ein Gerät braucht man für so ein punktuelles schweißen?

      Ich bin für jeden Rat dankbar!
      Viele Grüße,
      paneele
      Weichlöten stelle ich mir schwierig vor. Kaum hat man 2 Stäbe verbunden und will das dritte anlöten, fällt das erste wieder ab.

      Mit einem MAG Schutzgas Schweißgerät kann das auch gut funktionieren. Damit punktet man die Drähte einfach zusammen.
      E-Hand mit Elektroden würde auch gehen, aber als Anfänger wird er dabei verzweifeln.
      MIG/MAG wäre auch meine erste Wahl.
      MIG/MAG verzeiht mehr Fehler. Und wenn ein Automatik-Schweißhelm/Maske getragen wird, ist eine Hand frei zum Halten von Teilen. Und wenn Du nicht aufwändige Vorrichtungen bauen willst, um Deine Drähte in Position zu bringen, dann ist jede freie Hand zum Halten Gold wert…

      Hartlöten wäre noch eine Option die einigermaßen Haltbarkeit verspricht. WIG-Schweißen sowieso.
      Der Geräteaufwand bei Hartlöten mit Gas ist auch einigermaßen überschaubar.
      Zum Hartlöten und auch zum WIG-Schweißen braucht es aber auch ganz klar Erfahrung, das heißt üben, üben, üben.
      Und die Flussmittelreste beim Hartlöten, meist verglast, entfernen, ist auch nicht ohne, um nicht zu sagen schwierig, schlicht ˋne Sauerei.
      Und ebenso wie beim WIG-Schweißen, werden zum Löten beide Hände gleichzeitig gebraucht (die
      eine Hand hält den Brenner, die andere den Schweißzusatz, bzw. die Stange mit dem Lot).

      Also lieber MIG/MAG.

      Wenn Du noch Tipps für Ausführungsdedails haben möchtest einfach mal melden. Da hätte ich noch Ideen.

      BW JP

      Schmatzek1 schrieb:

      Ein kleines billiges WIG Gerät mit 160A DC ist dafür gut geeignet.


      Optimal mit Heftfunktion, muss aber nicht sein. Ist nur einfacher für einen Laien. Bedienungsanleitung lesen vorausgesetzt.

      Würde dann alles ohne Zusatz nur heften. Geht ganz fix. Und bei erhöhtem Festigkeitsbedarf mit Zusatz nachschweissen. (An der gegenüberliegenden Seite des Heftpunktes). Geht auch mit gut eingestellter Heftfunktion ganz fix. Und mit einwenig Können auch ohne.

      motero

      Heimwerker-Frage zur Verbindung von Metallstäben

      Hier hab ich mal 8mm CrNi Stäbe für Grillspiesse im Spanferkelgrill gebaut.
      Ist ja ungefähr die Stärke und die Belastung sicher höher als bei nem LampenDekoTeil.
      Ist ohne Zusatz geschweisst. Besser als sich so ne MAG Wurst da dran zu legen.




      Gesendet von iPhone 7 mit Tapatalk

      Heimwerker-Frage zur Verbindung von Metallstäben

      Ich schweiss auch Räucherhaken aus Fahrradspeichen. Ist doch nur ne Einstellungssache am Gerät. Oder ist dein Gerät nicht verstellbar.:-))
      Hier ging es darum zu zeigen das man keinen Zusatz benötigt und die Spaltgrösse die verfüllt werden muss ist bei 4mm Rundstäben quer zueinander ja noch kleiner als bei 8mm.


      Gesendet von iPhone 7 mit Tapatalk
      Das letzte Foto zeigt leider das Resultat eines Schweissers, der ne zu dicke Wolframelektroden und damit zu viel Strom verwendet hat.
      Einbrandkerben an der Oberseite aller Nähte - das ist "rumgewurschtel"
      Nimm nen 1mm oder 1,6mm Elektrode und geh mit dem Strom runter.
      Ganz kurzer Lichtbogen - 6l/min an Argon - #4 Keramikdüse und gut iss.
      Bei ner 4er Düse (#4= 4 x 1/16 Zoll = 1/4 Zoll -- darf der "Stickout" ca. 6mm betragen.
      Mit Gaslinse bedingt mehr.
      Das sollte reichen.
      Etwas Übung und das kann nur besser werden.
      Wer ganz gewissenhaft sein will, der nimmt noch ne dicke Rundfeile und feilt die vertikalen Rundstäbe an deren Oberseite so, daß kaum Luft zum horizontalen Rohr bleibt.
      Ohne Luft = bessere kleine Naht.

      "Lehrmeister-Modus" jetzt aber aus.

      Grüße
      skookum

      Heimwerker-Frage zur Verbindung von Metallstäben

      Der Beitrag zeigt doch schon das du überhaupt nicht gelesen hast worum es geht. Natürlich sind da Einbrandkerben und das auch bewusst. Wo soll das Material sonst herkommen wenn man ohne Zusatz schweissen möchte. Das ist kein Geländerposten sondern ein Zusätzlicher Grillspiesshalter.
      Und er möchte 4mm Rundstäbe verschweissen. Und da soll er jetzt das Profil an der Stirnseite der Stäbe halbrund ausarbeiten...für die Arbeit muss aber einer ganz viel lange Weile haben und bei 4mm bringt das bestimmt natürlich auch richtig viel. Jetzt wirds langsam aber richtig Praxisfremd.


      Gesendet von iPhone 7 mit Tapatalk
      Na, dann sag ich dir mal, daß man in der echten Welt Rundstäbe NICHT ohne Zusatz schweisst.
      Es sei denn, der Fitup ist optimal.
      Und wenn du das in dem Foto ne korrekte Schweissnaht nennst, dann frage ich mich WER wohl den Titel dieses Tröts nicht richtig gelesen hat ?
      Der heißt nämlich - Frage zur Verbindung von Metallstäben.
      Gezeigt Verbindung ist mangelhaft- und anstatt stur JA zu nicken und Applaus zu klatschen habe ich wenigstens den Grund und eine Lösung dafür aufgelistet.
      Ist es wirklich so schwer, 4mm rund in einen Schraubstock zu spannen um mittels Rundfeile(Kettensägenfeile) dort eine kleine Rundkerbe einzuarbeiten - so wenn man ohne Zusatz arbeiten will ?
      Wer bewusst Einbrandkerben produziert ist entweder Künstler oder neu in der Materie - das hat mit viel Langeweile nix zu tun.
      Dies ist nur meine Meinung dazu - du hast ja deine eben schon gepostet.

      Grüße
      skookum

      Schmatzek1 schrieb:


      1
      …meine Meinung und Antwort ist auf die Anwendung und Zweck des Themstarters ausgerichtet…
      2
      …und deine auf fachliche Vorgaben die für die Anforderung des Treaderstellers unpassend sind…


      Zu 1
      Das wird uns nur der Ersteller des Freds beantworten können, und der hat sich noch nicht weiter dazu geäußert. Ergo zZ., wie von Dir, IMHO, durchaus richtig bemerkt, nur Deine Meinung zu einer Lösung.
      Zu 2
      Und auch das kann uns nur der Gute paneele beantworten. ZZ. also auch nur Deine Meinung.

      Meine Meinung zu den hier mit Bildern untermalten Beispielen, am freundlichsten ausgedrückt wohl - na ja…
      Meinen Ansprüchen genügt das nicht. Zum ordentlichen Ergebnis, auch und gerade beim WIG-Schweißen,
      gehört Schweißzusatz. Erst da zeigt sich die Könnerschaft. Alles andere ist - na ja…

      In diesem Sinn, WIG ist was für Könner. Braucht viel Erfahrung. Und ist also nichts für mal ebend schnell ohne die vorgenannten Voraussetzungen.

      BW JP
      Also der Thread- Starter hat eindeutig "Heimwerker-Frage" geschrieben und nicht "perfektioniertes WIG-Schweissen für Raketentechniker". Er möchte Körbe, einfache Regalböden, geometrische Figuren oder auch Lampenschirme herstellen - inwiefern man das nur mit perfekten Schweißnähten mit Schweißzusatz bewerkstelligen kann erschließt sich mir nicht.
      Hier geht es doch offensichtlich um Funktionalität und nicht um perfekte Ästhetik - der pragmatische Ansatz von Schmatzek 1 erscheint da doch wohl der sinnvollste zu sein.

      Handmade darf auch ruhig so aussehen!

      Meine Meinung dazu.

      Gruß
      Frank
      @Frank (niroclean)
      Deiner Meinung nach ist Heimwerkerausführung gleich „grottig“, grob, unsachgemäß. In Ordnung, ist Deine Meinung.
      Bei mir soll es ansprechender, durchaus professioneller aussehen. Zwar wohl nicht mit einen Ubergangsradius, wie von skookum vorgeschlagen, aber doch eher abgesägt als abgekniffen. Bei 3 oder 4 mm dickem Draht ist das auch mehr Heften als Schweißen.
      Ist aber auch mein Anspruch als Profi und meine Meinung.
      “Dahingerotzt“ überlasse ich denen die’s nicht besser können.

      Lassen wir doch paneele mal was dazu sagen wie er/sie es denn gerne hätte.
      Wenn‘s dann mehr Infos gibt kann man ja ihn/sie in die richtige Richtung schupsen…

      BW JP