Fragen zum Kauf eines Propan/Sauerstoff Brennschneider

      Fragen zum Kauf eines Propan/Sauerstoff Brennschneider

      Hallo ich möchte mir einen Schneidbrenner mit Ausrüstung kaufen.
      Ich hab mir diverse Handschneidbrenner angeschaut und da kamen mir Fragen auf.

      1. Wo ist der Unterschied zwischen den Handschneidbrenner mit 2 und 3 Rohren?
      2. Welcher Handschneidbrenner ist sicherer, ein normaler Injektor Brenner oder ein gasmischender?
      3. Es gibt Flaschendruckminderer für Propan mit einem und zwei Manometer, wieso ist das so?

      Vielen dank für eure Antworten. LG Mike
      Servus,

      3 Rohre = Brenner mit Gasemischender Düse, jeweils ein Rohr für Schneidsauerstoff, Sauerstoff für die Heizflamme und Brenngas für die Heizflamme
      2 Rohre = Injektorbrenner, jeweils ein Rohr für Schneidsauerstoff und eins für Brenngas-Sauerstoffgemisch für die Heizflamme, das Mischen findet im Injektor nahe dem Griffstück statt.

      gasemischende Düsen sind insofern sicherer dass der Bereich, in dem sich ein zündfähiges Gemisch bilden kann, kleiner ist, wenn man entsprechen umsichtig damit umgeht lässt sich auch ein Injektorbrenner sicher betreiben (was jetzt nicht heißen soll dass man beim gasemischenden 100% vor Handhabungsfehlern geschützt ist)

      Ich geh mal davon aus dass du das Manometer für den Flaschendruck meinst, das nicht bei allen Modellen vorhanden ist:
      Propan verflüssigt wenn es komprimiert wird, im Gegensatz zu z.B. Sauerstoff, der "nur" verdichtet wird. Bei verdichteten Gasen ist der Restinhalt ca. propotional zum Flaschendruck, den (Rest-)Inhalt einer Propanflasche kann man im Gegensatz dazu nur sicher über das Gewicht bestimmen. Der Druck der Gasphase den das Flaschenmanometer anzeigt ist, solange eine Flüssigphase vorhanden ist, abhängig von der Umgebunstemperatur, ansonsten aber annähernd konstant. Man merkt an der Anzeige erst so wirklich was wenn die Flaschen schon fast leer ist.
      schöne Grüße
      Tommy
      Hallo,
      Propangas ist in der Flasche flüssig. Der Flaschendruck schwankt mit der Temperatur auch sehr stark. Der Druck der Flaschendruck ist bei einer vollen und einer halbvollen Flasche ja gleich. Der Druck sinkt in der Flasche erst ab, wenn der Inhalt zur Neige geht.
      Darum macht es keinen Sinn ein Flaschendruckmaometer an zu bringen. Ob die Aussage jetzt zu 100% stimmt, weiß ich nicht.
      Gruß
      Bei Acetylen ist es nochmal anders, da es in reiner Form bei einem Druck oberhalb 1,5 bar zu einem Selbstzerfall kommen kann wird hier das Gas in einem Lösungsmittel gelöst, meist Aceton oder auch DMF. Die Flasche ist auch mit einer schwammartigen, porösen Masse gefüllt, damit sich die Flüssigkeit einigermaßen verteilt.
      Der Druck der hier am Flachenmanometer angezeigt wird ist ebenfalls erstmal nicht aussagekräftig, bei Acetylen hat sich aber ein Flaschenmanometer eingbürgert.
      Warum kann ich nur mutmaßen, ich denke warscheinlich aus Sicherheitsgründen, dass man bspw. bei einem Zerfall innerhalb der Flasche ausgelöst durch einen Flammenrückschlag den Druckanstieg erkennen kann
      schöne Grüße
      Tommy
      Es stimmt schon dass letzendlich die Einstellung der Flamme am Handgriff erfolgt. Wenn du am Druckminderer den Druck nicht zu hoch einstellst reagiert die Flamme auf die Ventile am Brenner feinfühliger.
      Ich nehme mal an du hast ein Griffstück und Injektoreinsätze dazu, empfohlener Sauerstoffdruck müsste auf den Einsätzen angegeben sein (meist 2,5 bar), fürs Propan ist dann ca. 0,5 bar ein guter Startpunkt.
      schöne Grüße
      Tommy
      Ich habe Anfang August bei meinem Fachhändler ein Set gekauft. Da dort überwiegend Handwerksbetriebe kaufen, bin ich der Meinung, neben der wirklich guten Beratung auch Qualitätsware zu bekommen. Ich habe mir das auch gleich zusammenschrauben lassen. Druckminderer für Sauerstoff plus Rückschlagsicherung, Propangasregler mit Schlauchbruchsicherung, ein Handgriff und zwei Hartlöteinsätze in Gr. 2 und Gr. 3 und die Schlauchgarnitur. Der Handgriff ist bewußt etwas kleiner (handlicher). Ich habe dafür 288,60 EUR bezahlt wobei mein persönlicher Rabatt da schon runter gerechnet war. Alles deutsche oder schweizer Fabrikate. Wenn ich das richtig sehe, sind die Sicherheitseinrichtungen bei deinem Bild nicht mit abgebildet. Habe ich aber nicht zum Brennschneiden sondern zum Hartlöten gekauft. Aber vielleicht geben dir die Preise einen kleinen Anhalt. Für Brennschneiden hätte ich sicher etwas mehr bezahlen müssen.
      Was mir bei dem Set auffällt:

      1. Das ist ein zusammenvulkanisierter Schlauch, d.h die beiden Einzelschläuche sind über die ganze Länge verbunden, die Alternative wäre ein Schlauch bei dem die Einzelschläuche getrennt sind und alle Meter (oder so) von Schellen zusammengehalten werden.

      Vorteil vulkanisiert: man bleibt nicht so leicht hängen
      Vorteil Schellen: Schlauch hat weniger "Eigenleben"/ Verdrehneigung

      Pauschal würde ich nicht sagen dass eine Variante generell besser ist, das ist Geschmackssache, persönlich ist mir einer mit Schellen lieber.

      2. Das ist ein Schneidbrenner mir festem Griff, da gibts an sich nichts dagegen einzuwenden, du musst dir nur im Klaren sein dass du evtl. mal ein separates Griffstück brauchst wenn du später mal nen Löt- oder Anwärmeinsatz betreiben willst (wobei letzteres auch super mit dem Schneidbrenner geht)
      schöne Grüße
      Tommy