basische Elektroden verschweißen

      basische Elektroden verschweißen

      Hallo Forumsgemeinde,

      verwenden wollte ich die 2,5mm Lincoln BASO 100
      lt. Angaben geht die für die meisten Zwangslagen und ist angeblich in Schweißschulen beliebt - also eine eierlegende Wollmilchsau für Anfänger :)

      Leider hab ich Probleme beim zünden.
      - meistens bleibe ich gleich kleben,
      - dann platzt meist vorn die Ummantelung ab
      - dann klebt die noch besser ...!
      - die ersten hab ich gleich aus der Schachtel probiert - OK, war ein Kardinalsfehler
      - dann getrocknet vill. 1-2h , war eventuell noch zu kurz

      Hab jetzt noch mal eine Handvoll in den Elektrodenofen gepackt (Rücktrocknung: 2h bei 350°); weis gar nicht was mein Heizer so macht,
      außer das die Stäbe heiß sind und man sich die Finger verbrennt. Werde die mal länger drin lassen.

      Die richtige Stromstärke zu finden ist irgendwie auch Kunst. Hab an den alten Kemppi nur eine Pontiregelung, ansich bisher keine Probleme, auch bei Kb Stäben.
      Achso, angestöpselt hab ich die auf PLUS

      Habt ihr noch Tips für mich,
      VG, Jens

      P.S. Bin neu hier und nicht aus der Metallbranche :thumbsup:
      Servus

      Hobbybruzzler schrieb:

      ansich bisher keine Probleme, auch bei Kb Stäben


      Eigentlich ist eine Basische (nach neuerer Norm) nix anderes als eine "Kb" ("Kalkbasisch", nach älterer Norm), gilt aber eigentlich nicht als klassische Anfängerelektrode, das wären eher die Rutil oder Rutilcellulose-Typen die als "Universal"elektroden angeboten werden.

      Keine Frage, die Basische ist top was mechanische Werte angeht und auch zwanglagengeeignet, so gesehen würde ich sogar sagen fast universeller verwendbar als die sog. "Universal"elektroden.

      Plus-Polung ist schon richtig, bei einer 2,5er würde ich bei 80...90 A starten.
      Was das Trocknen angeht, das macht einen deutlichen Unterschied wenn die Elekroden vorher feucht waren, wie alt sind die und wo/wie hast du sie gelagert?
      Kann natürlich auch sein dass die beim Transport etc. feucht geworden sind wo du keinen Einfluss drauf hast.

      Die Elektrodentrockner gibts in zwei Varianten, einmal mit so ca. 100 °C und einmal mit ca. 300 °C max. Temperatur, ersteres ist für Basische zu wenig!

      Zum Zünden selber, ich empfinde bei schwieriger zu zündenden Elektroden eine halbkreisförmige Bewegung ( man findet oft den Vergleich mit einem Streichholz) einfacher als ein geradliniges Tupfen
      schöne Grüße
      Tommy
      Hallo,
      wollte mich nochmal zum Thema melden.
      Also es war tatsächlich so das die Stäbe nach etwas mehr als 4h im Trockenofen viel besser gezündet haben,
      als vorher. Natürlich bleibt die Erkenntnis das die nicht für sehr kurze Nähte mit ständigen wieder anzünden geeignet sind.
      Da gibts besseres :)
      - Kann die Stäbe ja zu Üben benutzen, irgendwann klappt das dann auch mit den basischen ....
      - Zum Alter kann ich nix sagen, aber die LOT Nr. ist O26116879

      VG, Jens