Propan Sauerstoff

      Propan Sauerstoff

      Hallo,

      weiß jemand definitiv ob man bei einem Hartlötgerät Propan/Sauerstoff an jeder Flasche ein Rückschlagventil benötigt?
      Im Netz findet man widersprüchliche Aussagen und die Geräte haben mal welche oder auch nicht.

      Dann habe ich gelesen, dass die Flammrückschlagventile jedes Jahr überprüft werden müssen. Auch bei Hobbyheimwerkern?


      Gruß Stefan
      Wir (Gasehersteller) empfehlen folgendes:

      Eine kombinierte Sicherheitseinrichtung an der Brenngasflasche (Gasrücktrittsicherung, Flammensperre, Gasnachströmsperre), so wie sie z.B. von Witt oder IBEDA angeboten werden. An der Sauerstoffflasche sollte es mindestens eine Gasrücktrittsicherung sein. Damit soll verhindert werden, dass bei defektem Brenner und falsch eingestellten Drücken (Brenngasdruck > Sauerstofffdruck) das Brenngas in den Sauerstoffdruckregler gelangen kann und dort brisante Mischungen bildet. Der Einfachheit halber würde ich auch an der Sauerstoffflasche eine kombinierte Sicherheitseinrichtung anbringen. Es hat seinen Grund, dass es diese Einrichtungen auch für Sauerstoff gibt.

      Die jährliche Prüfung wird empfohlen, ist aber nicht Pflicht. Wobei zu fragen wäre, was da eigentlich geprüft werden soll. Hat die temperaturgesteuerte Nachströmsperre ausgelöst, kommt kein Gas mehr und das merkt man. Das ist auch nicht reparierbar, die Einrichtung muss ersetzt werden. Bei uns wird bei der Prüfung eine Differenzdruckmessung gemacht, um zu sehen, ob noch genügend Gas durch die Sicherheitseinrichtung strömen kann. Das erfordert aber spezielle Prüfgeräte.
      Selbst prüfen könnte man höchstens den Filter am Eingang der Sicherheitseinrichtung. Einfach mal schauen, ob das Ding noch in gutem Zustand ist und ob der Brenner noch über den ganzen Arbeitsbereich einstellbar ist, ob also genug Brenngas und Sauerstoff strömen können.

      Und bitte nimm Sicherungen von namhaften Herstellern (siehe oben) mit Zulassung und keinen Billigschrott. Das sollte es auch dem Hobbyheimwerker wert sein. Ein Flammenrückschlag wandert mit doppelter Schallgeschwindigkeit durch den Schlauch, da hat man keine Möglichkeit zu reagieren.

      Gruss,
      Thomas
      Also erstmal vielen Dank Thomas.
      Ich habe die Ventile von Witt bestellt.

      Nun interessiert mich die Sache aber doch. Daher habe ich mir die beiden Dokumente

      duepublico.uni-duisburg-essen.…vate-24591/Diss_drame.pdf

      bgrci.de/fileadmin/BGRCI/Downl…htatmosphaerisch_2014.pdf

      mal durchgelesen und komme nach meinen Berechnungen zu dem Schluss, dass der maximale Explosionsdruck bei
      Propan/Sauerstoff nur etwa 10bar beträgt (Im Gegensatz zu 200bar bei Ethen/O2).

      Das sollte mein Schlauch aushalten. Auch der Druckminderer sollte das locker aushalten und in die Flasche kommt ja nix rein solange
      Druck drauf ist.
      Ich kanns ja mal versuchen einen Schlauch zu sprengen. Vielleicht irre ich mich ja.

      Gruß Stefan
      Hallo, ich habe mir gerade letzte Woche bei meinem Fachhändler eine Hartlötgarnitur neu gekauft und auch gleich zusammenschrauben lassen. Sollte dem neusten Sicherheitsstandard entsprechen - hoffe ich. Vielleicht helfen die Fotos.
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      Ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht so genau wozu der da ist. Jedenfalls ist es ein Druckminderer für Propan mit Schlauchsicherung. Wenn ich mich recht erinnere, hat mir mein Fachhändler bei der Einweisung gesagt, den könnte ich dazu benutzen, um die unterschiedlichsten Abnehmer anzuschließen. Ich denke Heizung, Unkrautbrenner etc. Beim Hartlöten konnte ich keinen Unterschied feststellen, egal welchen Druck ich eingestellt hatte. Wenn genug am Handgriff ankommt, regele ich ja vermutlich die benötigte Menge für das Gemisch Sauerstoff/Propan am Handstück. Stelle so zwischen 2 - 3 bar ein. Da ich die Apparatur aber neue habe und erst einige Versuche gemacht habe, kann ich jetzt keine kompetente Antwort geben.
      Hallo,
      Aus meiner Sicht gibt es 3 Gründe, warum man einen Druckmiderer bei Propangas benötigt.

      1) Bei uns gibt eine Vorschrift (ich galaube ist in Germany gleich) die besagt, dass man kein Propangas direkt von der Flasche in den Propangasschlauch einleiden darf.
      Wenn etwas passiert sagen die zuständgen Behörden meist: Vorschrift ist Vorschrift, und wer Vorschrift nicht befolgt wird bestraft :P .
      2) Der Flaschendruck schwankt mit der Temperatur seht stark - 25 Grad ~ 8 BAR , 40 Grad ~ 12 BAR, 60 Grad ~ 20 BAR).
      3) Die Verbraucher arbeiten so im Bereich von 2 - 4 Bar. z.B. 2 Bar Lötbrenner und ca. 4 Bar Flämmbrenner.
      4) Bei den meisten Druckminderer kann man ja leicht ein Flaschendruckmanometer nachrüsten, wenn man den Flaschendruck kennen möchte - Blindverschraubung raus, Manoneter rein.

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      Gruß