Lorch M6030 Plötzlich kein Drahtvorschub mehr

      Lorch M6030 Plötzlich kein Drahtvorschub mehr

      Hallo,

      ich habe mir ein Lorch M6030 als Gebrauchtgerät ungetestet (leider) gekauft. Nachdem ich das Schweißgerät mit neuem Schlauchpaket, Massekabel (war nicht dabei) ausprobiert habe, lief alles soweit .. ich konnte zuhause kurz eine Schweißnaht ziehen. Aber sobald es warm war / ist, funktioniert leider der Drahtvorschub nicht mehr. Sobald ich den Brennerknopf drücke, zieht zwar das Schütz für (ich denke Drahtvorschub + Gas ? ) an dann zuckt auch im allerersten Moment der Drahtfördermotor bleibt aber dann stehen. Zudem kommt kein lautes Brummen aus dem Schweißgerät. Ich habe schon ein bisschen versucht was über das Problem rauszufinden, jedoch will ich jetzt nicht blind komponenten tauschen. Ich habe schon was der Steuerpalatine sowie den Gleichrichter gelesen, die gerne kaputt gehen. Ich habe das Gefühl, dass es der Gleichrichter ist, der zu brummen anfängt sobald der Motor zuckt und anschließend stehen bleibt. Kann ich den im ausgebauten Zustand prüfen / oder auch reparieren a015.gif ?

      Danke schonmal für eure Antworten,

      mfg. Martin
      Also, ich mir jetzt nochmals das Schweißgerät angeschaut und dabei folgendes feststellen können:

      Wenn ich den den Drahtvorschub auf stufe 1-4.5 stelle, dann schafft es der Motor nicht, die Dahtrolle zu bewegen. Wenn ich jedoch den Vorschub auf 5 oder größer stelle, dann funktioniert der Drahtvorschub. Stelle ich dann während die Taste gedrückt wird auf kleiner 5 den Vorschub ein, Schafft es der Motor auch, die Rolle langsamer drehen zu lassen. Kanns daher am Potentiometer des Drahtvorschubes liegen? In Stellung 5 liegen am Motor ca 10,5-11 V an, drehe ich den Drahtvorschub auf eine kleiner stufe, liegen so um die 2-3 Volt am Motor an, was ja zu wenig ist. Oder liegts an der Elektronik, wobei ich eine "Steuerplatine" in dem Sinne nicht gefunden habe, nur eine kleine Platine ist an einem Schalter hinten Drauf aber die hat vll 5cm x 3 cm. Kann diese schon die ganze Steuerplatine sein?
      Also wie gesagt an sich funktioniert das Schweißgerät, jedoch könnte ich nur dickes Material schweißen. Hauptsächlich möchte ich jedoch dünnes Materia schweißen. wa s leider mit dem Gerät jetzt nicht möglich ist. Vll hat ja jemand schon so ein ähnliches Problem gehabt und kann mir bei der Lösungsfindung helfen.

      Vielen Dank schonmal im Vorraus,

      mfg. Martin
      Hallo, habe nun alle Bauteile der Steuerplatine gewechselt, jedoch hat sich das Problem mit dem Drahtvorschub leider nicht verbessert...
      Habt ihr vll noch ne Idee, an was es liegen könnte, ansonsten werd ich das Schweißgerät wohl ausschlachten bzw als defekt verkaufen müssen, wobei das Gerät eigentlich dafür zu schade wäre.

      lg. Martin
      Servus,

      was ich mir vorstellen könnte dass das Getriebefett von Vorschubmotor verschnoddert ist, d.h. du hast ein erhöhtes Losbrechmoment das erforderlich ist und das der Motor nur ab ner gewissen Einstellung aufwärts liefern kann, wenns dann mal in Bewegung ist reicht wieder eine kleinere Einstellung
      schöne Grüße
      Tommy
      Hallo,
      wenn der Schweißtrafo in Ordnung ist, kann man da schon einiges reparieren. Aber als Mindestausstattung wird ein Voltmeter (Multimeter) benötigt.
      Noch besser wäre, wenn ein Oszilloskop zur Verfügung steht. Ein wenig Grundwissen in der Elektrotechnik und Elektronik sollte man auch haben.

      Was muss man bei diesem Typ von Schweissgerät unbedingt wissen, bevor man auf die Fehlersuche geht.
      1)Das Schweißgerät ist mit der Funktion "Automatische Anpassung der Drahtvorschubgeschwindigkeit an die Schweißstufe" ausgestattet.
      D.h., man stellt einmal bei einer Schweißstufe die optimale Drahtvorschubgeschwindigkeit ein und braucht bei Änderung der Schweißstufe den Drahtvorschub in den meisten Fällen auch nicht mehr anpassen.
      2) Wie ist diese Funktion bei diesem Gerät realisiert?
      Bei diesem Gerät wird die Referenzspannung für die Regelung des Drahtvorschubes von der Ausgangsspannung (+) vom Schweißtrafo nach dem Gleichrichter und
      Stütz-ELKO (Kondensator) genommen. Siehe Bild. Ändert man die Schweißstufe, so ändert sich auch die Schweißspannung und somit auch die
      Referenzspannung für die Regelung des Drahtvorschubes.
      3) Voraussetzung für eine funktionierende Regelgung ist eine "saubere" Referenzspannung = Ausgangsspannung vom Schweißtrafo.
      4) Hab schon einmal Bilder dazu eingestellt.
      5) Ich würde bei diesem Fehler so vorgehen.
      - Wird das Schweißgerät mit der richtigen Spannung betrieben? Dazu messe ich die Spannung am Lüfter, bzw. an der Betriebskontrollleuchte.
      Es müssen 230~ Volt anliegen, dann passt es.
      - Ich messe die Ausgangsspannung (Gleichspannung) mit einem Voltmeter für jede Stufe und erstelle mir eine Tabelle wie im Bild gezeigt.
      Dazu muss aber der Stützkondensator abgeklemmt werden, da man sonst defekte Gleichrichterdioden überhaupt nicht erkennt!
      - Wenn ein Oszilloskop zur Verfügung steht, würde ich noch die Spannungform der Schweißspannung sichtbar machen.
      6) Was kann defekt sein?
      Gleichricher, Stützkondensator wie im Bild gezeigt. Wenn der Gleichrichter defekt ist, sieht man das an der Messung der Ausgangsspannung. Dazu muss man
      aber den Stützkondensator aber abklemmen. Dann ist die Ausgangsspannung viel zu niederig.
      7) Ich habe ein HerMAG von der Fa. Herrmann. Das hat die gleiche Funktion. Bei der Stufe 1 fängt sich der Vorschubmotor auch erst bei 60% des Drehwinkels vom Vorschub-Poti
      an zu drehen. Gängige Meinung ist, dass mit dem Stufenschalter die Schweißspannung und mit der Vorschubgeschwindigkeit die Stromstärke
      eingestellt werden. Diese hängen aber in einem gewissen Bereich zusammen. Es ist nicht möglich mit der niedrigsten Spannungsstufe und dem höchsten
      Drahtvorschub zu schweissen - der Draht würde immer in das Schweißbad eintauchen und festbrennen, da die Schweißleistung zu gering ist. Umgekehrt
      würde bei höchster Spannungsstufe und kleinsten Drahtvorschub der Scheißdraht immer bis zur Stromdüse zurück brennen, da die Schweißleistung viel zu hoch ist.
      Bei meinem HerMAG kann man diese Funktion aber mit einem Schalter abschalten. ALU-Schweissen geht mit eingeschalter Funktion überhaupt nicht, da eine
      wesentlich höhere Grunddrahtvorschubgeschwindigkeit benötigt wird.

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      Gruß