Fächer/Lamellenschleifscheibe wieder "schärfen"

      Ich beantworte mal die schon etwas ältere Frage.

      - Je nach Aufgabe ist es wichtig, die richtige Körnung zu wählen. Muss viel Material abgetragen werden, beginnt man mit einer gröberen Lamellenscheibe.

      - Viel Druck vermeiden. Denn durch große Anpressdruck setzt sich die Lamellenscheibe zu und schärft sich nicht mehr selbst. Bei Stahl sollten nur minimale Anlauffarben entstehen, besser gar keine. Und glühen sollte es beim schleifen auf keinen Fall.

      Die Lamellenscheiben sollten über die ganze Fläche benutzt werden. Somit wird vermieden das sich nur die Kante der Scheibe abnutzt, viele schleifen nicht aufliegend, sondern benutzen quasi die Spitze / Kante der Scheibe.

      Zum Vergleich-> einen guten Handwerker erkennt man an der Abnutzung seiner Werkzeuge. Man sieht oft Handbügelsägen bei denen das Sägeblatt nur in der Mitte abgenutzt ist. Ein guter Handwerker nutz das Sägeblatt auf der ganzen Länge.

      Die Lamellenscheiben können wenn sie mit Schleifstäuben zugesetzt sind, mit einer Bürste von innen nach aussen freigebürstet werden. Ich verwende dafür eine harte Kunststoffbürste. Den Winkelschleifer bitte vorher ausschalten :)

      Zum Schluß fäll mir noch ein: Ich bewege den Winkelschleifer oszillierend. Also immer etwas im Kreis. Dadurch verringere ich die Wärmeeinbringung auf einer Stelle.

      Wer mehr wissen will kauft sich mein Buch: achtungironie.gif

      Professionell mit Lamellenscheiben schleifen

      Gruß
      Dirk
      LORCH HT 220 DC
      Vielen Dank für... ...ja für was eigendlich?

      Die Ursprungsfrage ist nicht wirklich beantwortet.

      Die „Sache“ mit der Kunststoffbürste...
      Na ja...
      Aber tatsächlich kann ich das nicht ausprobieren, weil mir keine solche vorliegt und eine Spülbürste mit Kunststoffborsten halte ich zumindestens für eher ungeeignet. :D achtungironie.gif

      Und dann
      …Die Lamellenscheiben sollten über die ganze Fläche benutzt werden…
      Ernsthaft jetzt - das möchte ich sehen!

      …Somit wird vermieden das sich nur die Kante der Scheibe abnutzt…
      Aha. Was denn sonst?
      Ach ja, gleichmäßig die ganze Scheibe…

      …viele schleifen nicht aufliegend, sondern benutzen quasi die Spitze / Kante der Scheibe…
      Genau so! Sonst bekomme ich zumindestens meine Kehlnähte nicht verschliffen!

      …Zum Vergleich-> einen guten Handwerker erkennt man an der Abnutzung seiner Werkzeuge. Man sieht oft Handbügelsägen bei denen das Sägeblatt nur in der Mitte abgenutzt ist. Ein guter Handwerker nutz das Sägeblatt auf der ganzen Länge…
      So, so, durchaus richtig. Aber was hat das jetzt mit meinen verschmierten Scheiben zu tun? hae.gif

      Aber vielleicht helfen die Allgemeinplätze ja dem einen oder anderen Anfänger...


      Mir hat letztlich folgende Überlegung weitergeholfen.

      Wie werden üblicherweise Werkstücke bearbeitet? Mit Werkzeugen die aus Materialien bestehen, die widerstandsfähiger als das zu bearbeitende Material sind.

      In meinem Fall lag noch eine Schleifscheibe von meinem großen Schleifbock rum. Die war noch „übriggeblieben“, nachdem ich eine Schleifscheibe mit feinerer Körnung für meine WIG-Elektroden eingebaut hatte.

      An diese Scheibe wurde dann die, in die Handschleifmaschine eingespannte, Fächerscheibe gehalten. Drehzahl weit runter geregelt.
      Hat ganz gut geholfen.
      Der Schmierschmutz ist jedenfalls runter.
      Aber die „Griffigkeit“ der Scheibe ist irjendswie immer noch nicht beim alten...
      Der abgenutzte Teil des Schleifleinens steht weit über und hat - natürlich - keine Schleifkörner mehr.
      Die Abnutzung/das Ausbrechen des Schleifkorns paßt wohl nicht so recht zur Abnutzung des Schleifleinens...

      Beste Wünsche JePuneT337
      Hallo.
      ich nutze in meiner Schmiede, Fächerscheibern der Fa. Eisenblätter (Black Mamba), die einzigsten Scheiben, Die ich bis zur fast letzten Lamelle nutze. Die Grundplatte, wo die Lamellen aufgeleimt sind, besteht aus einem Naturkunststoff (Basis: Hanf) und nicht aus einem Glasfasergemisch wie bei Billigscheiben. Man kann wenn der Rand zu weit übersteht, einfach eine alte Feile nehmen und den Kunstoff soweit runternehmen bis Lamellen und Grundplatte wieder gleich sind, super Sache und so nutze ich wirklch jede Scheibe bis nix mehr geht. Der Hersteller garantiert eine Abtrag von 5 kg Stahl pro Scheibe. Die Dinger sind zwar etwas teurer aber das Geld ist gut investiert.

      Neu

      So, da es ja bis jetzt keine, IMHO, nützlichen bzw. auf die eigentliche Frage weiterführenden Antworten zu meiner durchaus konkreten Frage gab, hab‘ ich weiter retschertschirt…

      Die Scheiben sind wohl überlagert.
      Dh. sie sind zu alt geworden, so dass das Bindemittel für die Schleifkörner seine Haltbarkeit abgebaut hat und so die Schleifkörner zu schnell ausbrechen und das Schleifleinen zu schnell freigelegt wird. Das ist dann auch verschmiert und nicht etwa die Schleifkörner.
      Das Herstelldatum war auf den Scheiben für mich zwar nicht erkennbar, jedoch war mir der Kaufzeitraum noch einigermaßen gegenwärtig.
      Die Scheiben sind inzwischen über 10 Jahre bei mir…
      Zu alt nach Aussage einiger Hersteller.

      In diesem Sinne BW, JP

      Neu

      Schmatzek1 schrieb:


      Oha. Gesundheit.:-)))


      dankeschild.gif ;)

      Da meinereiner hier weiterhin keinen vom Pferd erzählen will, hier mal aber trotzdem was von Fa. Pferd.
      Bei meiner Recherche - Pardon - Retschertsche, bin ich unter anderem bei besagter Fa. gelandet, auch deswegen, weil die Fa. in meinem vorherigem Berufsleben als die Angesagteste für Qualität galt.

      Die Lamellen-(Fächer)Schleifscheiben sind mir dabei besonders aufgefallen.


      Zwei hab‘ ich mir mal besorgt. Eine dann für Nirostahl…
      Tolles, schnelles, sauberes Arbeiten beim Verputzen von nicht nur Kehlnähten ist damit möglich.
      Sind nicht wirklich billig, aber, IMHO, ihren Preis wert…


      Einen Tipp noch für die „Spezialisten“.
      Auf der Webseite von „Pferd“ sind auch Anwendungsvideos zum Gebrauch von Fächerscheiben.
      Von wegen „vollflächigem Gebrauch…“.


      In diesem Sinne, JP
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