Fronius Transpocket 1500 zum WIG schweißen

      Fronius Transpocket 1500 zum WIG schweißen

      Hallo,

      ich habe vor wieder mit dem Schweißen hobbymäßig zu beginnen.

      Ich habe gerade die Möglichkeit eine gebrauchte Fronius Transpocket 1500 günstig zu kaufen, nun ist meine Frage wie gut diese WIG schweißt? Ist diese von der Elektronik usw eher auf Elektroden ausgelegt oder lässt sich damit vernünftig WIG schweißen? Hat jemand Erfahrungen? Es handelt sich um das Standardmodell nicht um die TIG Variante.

      Vielen Dank im voraus für hilfreiche Antworten.
      Hi,

      ist mit Sicherheit ein gutes Gerät, aber für WIG evtl. nicht so optimal, wobei du mit dem Inverter nur mit Anreißzündung schweißen kannst. Wenn du trotzdem das Transpocket kaufen willst, dann bräuchest du (da kein Gasmagnetventil verbaut ist) einen kleinen Brenner mit integriertem Ventil (z.B. den Binzel SR 17 V). Wenn du basteltechnisch fit bist, dann lässt sich evtl. auch ein Magnetventil sowie die Option zum Ein- bzw. Abschalten des Stroms über den Brennertaster nachrüsten, was allerdings mit etwas Aufwand (Platine für die Steuerung von Start/Stopp sowie Magnetventil; Nachrüsten von Buchse für die Steuerung; Einbau von Magnetventil sowie entsprechenden Anschlüssen) verbunden ist.

      Zudem finde ich bei WIG 4-Takt-Schweißen (hab ich bei meinem EWM Pico ebenfalls nachgerüstet) eigentlich unerlässlich, wobei das ständige Drücken des Tasters beim WIG-Schweißen ziemlich nervig bzw. ermündend werden kann.

      Insgesamt also entweder etwas aufpeppen oder aber über ein anderes Gerät (gleich mit HF, etc.) nachdenken.

      LG!

      Andre
      Servus,

      Persönlich würd ich das in erster Linie davon abhängig machen wie oft du WIG-Schweißen willst. Wenn du das Gerät hauptsächlich für E-Hand eingeplant hast ist es eine relativ günstige Möglichkeit alle heilige Zeit doch mal bissl WIGgen zu können. Wenn der Schwerpunkt auf WIG liegt kann ich mich Andre nur anschließen, dann ist ein "echtes" WIG-Gerät nochmal was anderes. (Was natürlich nicht heißen soll dass es unmöglich ist, eher auf Komfort bezogen)
      schöne Grüße
      Tommy
      Hallo,

      vielen Dank für die hilfreichen Antworten! Ja ich glaube ihr habt recht - WIG ist eigentlich schon meine klar favorisierte Methode. Ich wär Eigentlich eh nicht auf das Transpocket gekommen, nur weils halt grade zum Verkauf steht. Ich gebe halt viel auf Fronius da ich lange damit geschweißt habe (wobei mehr MIG/MAG, für Elektroden/WIG eher Lorch).

      Ich muss zugeben, ich kenn mich mit anderen Marken nicht gut aus, hab nicht viel herumprobiert. Darf ich fragen welche WIG Geräte ihr empfehlen könnt? Aluminium ist nicht notwendig. Preisklasse so bis 700 - gebraucht wenn zu finden auf jeden Fall eine gute Option.

      Danke für eure Empfehlungen.
      Servus Darni,

      mit einem Markengerät machst du mit Sicherheit nix falsch. Ob da jetzt EWM, Lorch, Fronius, Rehm, Jäckle, MAHE, Kemppi oder sonstwas draufsteht, ist aus meiner Sicht eher unerheblich.

      Konkrete Geräteempfehlung ist immer so ne Sache. Wie oben schon geschrieben würde ich bei WIG auf die bereits aufgezählten Punkte (Start/Stopp über Brennertaster, Gasmagnetventil und evtl. auch HF-Zündung) nicht verzichten wollen. Weitere Features, wie etwa Up-/Downslope, einstellbare Gasnachströmzeit und Co. sind garantiert auch nette Gimmicks, kosten i.d.R. allerdings auch ihren Preis.

      Prinzipiell solltest du auf jeden Fall dein Anforderungsprofil (Welche Materialstärken sollen verschweißt werden?; Soll das Gerät „nur“ stationär in der Werkstatt genutzt werden oder evtl. auch für den mobilen Einsatz geeignet sein?; etc.) für dich gut abstecken. Zudem natürlich auch auf eine ordentliche Einschaltdauer achten.

      Hinsichtlich der Frage „Neuer Chinakracher oder gebrauchtes Markengerät?“ ist mir das persönlich auch immer lieber mit einem gebrauchten Markengerät, wobei es auch viele Leute gibt, die mit Stahlwerk, LCD Vision usw. ebenfalls ganz zufrieden sind, wobei es natürlich auch da diverse Vorteile (Gewährleistung, etc.) gibt.

      Mit 700,- für ein DC-Gerät sollte sich auf dem Gebrauchtmarkt auf jeden Fall was Nettes finden lassen. Verlinken von Geräten bei Kleinanzeigen u. Co. ist hier – so wie ich das gesehen hab – nicht erwünscht, ansonsten hätte ich dir als Kleinanzeigenjunkie gern auch ein paar evtl. Alternativen gepostet. Stöbere doch einfach auf dem Gebrauchtmarkt und frage bei Bedarf zu Gerät XY hier einfach noch mal nach, dann kann man u.U. seinen Senf dazugeben. Neben den „großen Markenherstellern“ kannst du auch mal nach umgelabelten Geräten, wie etwa von Metallit, Castolin, Iwetec, Eurotronic oder bspw. UTP Ausschau halten. Die gehen mitunter – da vermutlich weniger bekannt – ab und an zu ganz attraktiven Preisen weg.

      LG!
      Andre
      Servus,

      ja ein Markengerät is nie verkehrt. Und wenn man es aus irgendwelchen Gründen verkaufen muss ist es in der Regel auch noch was wert.

      Auf jeden Fall danke für das Feedback, weil ich sollt zuerst wirklich genauer überlegen welche Specs ich brauch. Wär jetzt eh ein Schnellschuss mit dem Transpocket geworden, dass bringt dann auch nix.

      Bzgl Gebrauchtmarkt bin ich net wirklich fit, ich schau eigentlich immer nur auf willh**** . Ist eine österreichische Seite. Wär mir sehr geholfen wenn du mir eventuell, wenn dass erlaubt ist, eine PN mit gängigen Seiten schicken könntest. Vielen Dank aber auf jeden Fall einmal.
      Hi Darni,

      jo, Esseti sind gute Geräte. Mein Vater hat ein Esseti TRC 450, das bei uns schon seit X Jahren läuft und da gab es noch nie was. Selbst hab ich mir vor Kurzem ein Esseti Query 350i zugelegt. Das ist aktuell zwar noch defekt, ich kann's aber reparieren und für 200,- war das ein echt feiner Schnapper. 8)

      Wenn der Preis für dein Thor passt und du mit 150A hinkommst, dann würde ich's kaufen. Was soll es denn kosten (wenn man fragen darf)?

      LG!

      Andre
      Servus Darni,

      600,- ist zwar nicht ganz billig, aber wenn alles funktioniert und das Thor komplett inkl. Zubehör (Schlauchpaket, Kabel, Druckminderer...) zu dir geschickt wird, dann kann man das schon machen. 1/2 Jahr Gewährleistung ist auch nicht schlecht, wobei ich annehme, dass das Thor von einem Fachgeschäft/Schweißtechnik-Laden verkauft wird, right?

      Evtl. kann der Verkäufer des Gerätes ja auch mit Support bei irgendwann evtl. auftretenden Defekten (muss ja auch nicht sein, aber man weiß ja nie) dienen. Wenn nicht... Esseti gibt es zwar nicht mehr, aber es gibt durchaus noch Läden, die b. Bedarf Ersatzteile sowie evtl. Reparaturen anbieten. Eine Adresse, die ich dir nennen kann, wäre die Fa. VARIAMP in Hamm (einfach mal bei Google eingeben). Hatte mit denen vor Kurzem wegen dem Query auch kurz Kontakt und der Inhaber, Hr. Wesselmann, ist wirklich ein sehr netter und hilfsbereiter Mensch, der mir ohne Zahlung einfach die BDA mit Schaltplan für das Query zukommen hat lassen.

      Wenn du evtl. doch noch ein wenig sparen willst, dann schau dir evtl. mal das Elmag Smarty 160 Power für 795,- (Firma Elmag hat ihren Sitz in Ried (AT) und ist mit Vertrieb in Österreich recht verbreitet) an. Evtl. Das wäre dann eben ein Neugerät zu einem moderaten Preis.

      Generell... beim Schweißgerätekauf (insbesondere gebraucht) nix überstürzen, wenn du keinen unmittelbaren Bedarf hast. Das richtige Gerät kommt bestimmt. :)
      Hallo,

      ich hätte Fragen zum "Lorch HT180 DC BASIC PLUS":
      Ist dieses vom Schweißverhalten mit dem Lorch T250 oder T300 zu vergleichen? Ich frage das, weil ich mit diesem (bzw einem älteren Modell) lange geschweißt habe und mir das Schweißverhalten sehr gelegen ist. Dass Kennwerte wie max Amp., ED usw. völlig andere sind, ist klar, diese sind mir aber nicht so wichtig.
      In der Kurzbeschreibung steht, dass sich die Gasnachströmzeit automatisch anpasst. Heißt das, dass man manuell nicht eingreifen kann?

      Und hat jemand schon mit dem "Stel tig dp 221 hpa AC/DC" geschweißt? Muss leider zugeben, dass ich die (italienische) Marke bis jetzt nicht gekannt habe.

      Danke vorab.
      Servus Darni,

      bei meinen beiden UTP 200 GW passt sich der Schweißstrom auch automatisch an. Die beiden Geräte (also die UTP) hatten ursprünglich auch nur 4-Takt-Modus, wobei du zum Schweißen mit einem Fußpedal, mit dem du "manuell" während des Schweißvorgangs eingreifen kannst, allerdings 2-Takt brauchst. Ich hab bei meinen beiden UTP in die Elektronik eingegriffen und für den zuschaltbaren 2-Takt-Modus eine Brücke bzw. einen Switch-Schalter eingebaut. Hierzu musst du allerdings die Buchsen- bzw. die Platinenbelegung rausfinden.

      Wenn du mit manuell meinst, dass du den Schweißstrom entsprechend dem zu schweißenden Material anpassen kannst (sprich über die Poti-Einstellung am Gerät)... Jo, das geht schon manuell. Der Schweißstrom hebt und senkt sich dann beim Start und Stopp des Schweißvorgangs (wenn es so wie bei meinen beiden UTP-Geräten ist, wobei ich zugeben muss, dass ich das Lorch nicht kenne).

      Kannst du das Lorch evtl. probeschweißen?

      Zum Stel direkt kann ich dir nur sagen, dass auch Stel gute Geräte sind. Generell sind die meisten Italiener nicht schlecht (Esseti, Selco, Stel, etc.).

      Gruß!

      Andre
      Servus Andre,

      vielen Dank für den Hinweis bzgl des Probeschweißens. Hab zwar nicht genau das zu kaufende schweißen können, da es in Deutschland und ich in Österreich bin. Aber hab ganz vergessen dass ein Bekannter von mir das Gerät hat. Und Gott sei Dank hab ichs probiert - das Schweißverhalten gefällt mir persönlich leider nicht wirklich.
      Ich glaube ich werd jetzt zwischen dem genannten Stel und einem Rehm DC entscheiden. Das Rehm Tiger kenn ich und finde ich spitze. Das Stel wär ein Risikokauf aber ich finde einen guten 1000er für ein AC DC Gerät ist ein guter Preis.
      Soda, jetzt geb ich wirklich erst wieder Bescheid wenn ich gekauft habe, sonst müll ich das Forum noch ganz zu ;)