Nahtaufbau Mehrlagentechnik E-Hand

      Nahtaufbau Mehrlagentechnik E-Hand

      Hallo an Alle,

      bin neu hier und möchte erst einmal guten Tag sagen.
      Also Guten Tag.

      Ich habe folgende Frage zum Nahtaufbau / Lagenanzahl / Raupendicke einer Stumpfnaht (Y-Naht).

      Wie ermittelt man die Lagenanzahl / Raupendicke / Raupenanordnung einer Stupfnaht.

      Z.b an einer Y-Naht, Blechdicke 20mm, Öffnungswinkel 60°, Spalt 2,5mm, Steghöhe 2mm, Schweissvervahren E-Hand, fallend.
      Mal jetzt nur den Aufbau betrachten, Grundwerkstoff unlegiert/niedrig legiert.
      Wurzel soll mit Elektrode d=3,25mm (Strichraupe, Stringer), Hotpass und die ersten Fülllagen (pendeln) mit d=4mm geschweisst werden.

      Zusätzlich ab wann gehe ich von Pendelraupen wieder zu überlappenden Strichraupen über?

      Vielen Dank vorab.
      zu p.kroete

      Das macht aber genau der der eine WPS erstellt!

      Der muss nicht schweissen können!

      Also, wäre schön Du würdest mir Deine Erfahrungen mitteilen.
      Erfahrungen sind die Basis von Wissen!

      Das Ding ist in der WPS sind Langenanzahl und weitere Angaben notwendig.
      Natürlich hat man dieses Wissen mal aufgrund von Erfahrungen gesammlet.
      Man könnte auch den Elektrodenhersteller fragen.
      Der fragt aber auch nicht den Schweisser neben an, der hat gesammeltes Wissen und
      schüttelt das aus dem Ärmel.


      So lass mich doch bitte von Deiner Erfahrung teilhaben.


      Zurück zu meiner Frage!
      Kannst Du mir aufgrund Deiner Erfahrung meine Frage beantworten?

      jörg12 schrieb:

      Hallo an Alle,

      Ich habe folgende Frage zum Nahtaufbau / Lagenanzahl / Raupendicke einer Stumpfnaht (Y-Naht).

      Wie ermittelt man die Lagenanzahl / Raupendicke / Raupenanordnung einer Stupfnaht.

      Vielen Dank vorab.


      Hallo Jörg,

      pauschal eine Antwort die explizit deine Frage beantwortet funktioniert nicht.
      Erfahrungen über genau deine Fragen sammelt man mit probeschweißungen und der anschließenden Verfahrensprüfung.

      Während dieser Prüfung wird der Lagenaufbau, die Temperatur, die Nahtzahl, Die Stromstärke etc. pp. dokumentiert und anschließend durch den Ing. schriftlich bestätigt.
      Die Verfahrensprüfung ist dann die Basis mit der die WPS(en) erstellt werden.

      Natürlich deckt diese Dokumentation nicht den gesamten Geltungsbereich der abgelegten Verfahrensprüfung ab.
      Wenn man sich unsicher ist oder der Kunde unsicher ist, gibt es auch die Möglichkeit Arbeitsproben zu schweißen und diese von einem Prüflabor testen zu lassen.

      Ich hoffe ich konnte mich halbwegs verständlich ausdrücken.

      PS: DIN EN ISO 15610 - 15614 helfen da auch ungemein Verständnis für die Materie aufzubauen.
      Das macht aber genau der der eine WPS erstellt!

      Der muss nicht schweissen können!


      genau das ist ja der Irrglaube und der Grund warum vieles nicht funktioniert - ein Schweißfachingenieur der nicht schweißen kann ist wie ein Porsche 911 ohne Räder - kurz gesagt unbrauchbar!

      wie s3nad schon angemerkt hat die Lösung ist eine dokumentierte Probeschweißung und der anschließenden Verfahrensprüfung meisten eine zerstörende Prüfung.
      Wie will man das auch anders machen jedes Bauteil ist anders, je mehr Masse ein Bauteil hat um so mehr Wärme zieht es aus der Schweißnaht ab wie will man da eine pauschale Aussage treffen?
      Hallo Jörg und Willkommen im Forum,

      eventuell sind hier ein paar Sätze unglücklich ausgedrückt wurden, ist halt nicht einfach in einem Forum.

      Ein Anhaltspunkt für Dein Problem kann ich Dir geben aber, was "s3nad" geschrieben hat sollte man trotzdem nicht außer acht lassen.

      Lagenaufbau:

      1. Wurzellage (- Pol)
      2. Hotpass (+Pol)
      3.-8. Fülllagen (+Pol)
      9. Decklage

      jörg12 schrieb:

      Zusätzlich ab wann gehe ich von Pendelraupen wieder zu überlappenden Strichraupen über?


      Keine Strichraupen, die Decklage sollte 2mm die Nahtflanken überdecken.
      Mit freundlichen Grüssen
      Gernoth

      Neu

      @ Gernoth

      vielen Dank für Deinen Kommentar, den Versuch um das Geschwxxx gerade zu rücken.

      Nicht jede Schweissaufgabe muss von Grund auf neu aufgebaut und "ausprobiert/geprüft" werden.

      Es gibt Daumenregeln, die Variablen waren gegeben.

      Im Netz (AWS), habe ich doch einige Daumenregeln gefunden.
      Natürlich gibt es dabei einige Variablen die zu berücksichtigen sind.
      Die waren aber eigentlich für jemanden der Erfahrung hat, klar abzuschätzen.
      So jemand hätte mir ohne Metallkunde eine Daumenregel verraten können.
      Du hast also erkannt, es kann sich nur um eine Rohrleitung, downhill handeln.
      Wie schon gesagt, ein Mann mit Erfahrung könnte darauf antworten.

      Die Antwort gab es durch ein Studium von Normen (AWS).
      Geschriebenes Wissen!

      Was natürlich nicht heissen soll, ein SFI soll ohne Rücksprache mit einem erfahrenen Schweisser
      agieren.

      Was dabei bestehen bleibt, es gibt sehr wenige Schweissaufgaben die von Grund auf neu
      entwickelt werden müssen.

      Das hilflose, "Es kommt darauf an" kann ich als Ingenieur in einer anderen Disziplin nicht ertragen.
      In meinem Hauptfach kann ich jederzeit Daumenregeln verpassen, die ich vernnüftig
      einschränken kann.
      Je nach dem, mit wem ich spreche.

      Die Antwort lag doch im erfahrenen und niedergeschriebenen Wissen.
      Für mich ist Wissenstransport ein absolutes Muss!
      Dieser Wissenstransport sollte auch in Foren möglich sein.
      Dabei sollten nur die Antworten, die die Frage verstanden haben und Wissen transferieren möchten.

      Dieser Wissenstransport muss unentgeltlch sein.
      Daher versuche ich es ab und an in Foren.
      Meist mit leidigem Erfolg, manchmal erfrischend mit neuen Erkenntnissen.
      Daher verlange ich auch den unentgeltlichen Zugang zu Normen.


      Gruß
      Jörg

      p.s.
      Grundsätzlich kann man folgendes sagen:
      - Stumpfnähte Rohrbau. min. 1x Wurzel, 1x Decklage (min. zwei Lagen, wegen Temper Pass)
      - bis 0,25": min. zwei Lagen
      - > 0,25" bis 0,375: 3 Lagen
      - > 0,375 bis 0,50": 4 Lagen
      - > 0,50" Strichraupen
      - > 1,50" 3 Strichraupen, Folge 1x links, 1x rechts, einmal Mitte
      Raupenstärke etwa 3mm - 2,5mm.

      Als Daumenregel habe ich abgeleitet: Lagenanzahl = T/3 +1 (T> 6mm)
      Elektrodendurchmesser natürlich nicht ohne Gehirn benutzen!