Brauchbare Bandsäge fürs Hobby

      Brauchbare Bandsäge fürs Hobby

      Hallo!

      Überlege mir, eine kleine Montagebandsäge für Stahlprofile bis ca. 80mm zu kaufen (Hobbyanwendung).

      Kennt jemand die Fa. Femi? Produziert und Entwickelt wohl in Italien. z.B.:

      saegeshop.de/maschinen/bandsae…67-femi-abs-105.html?c=30

      Die gibts für 200Euro Aufpreis auch "automatisch" - Ists das wert? Wie lange sägt man da so ca,? Eher Sekunden oder mehrere Minuten (z.B. eine 10er Vollstange mal als Beispiel genommen)?

      Die Maschine ist für den "Trockenschnitt" - ich kenne es nur mit Kühlschmierstoff. Ist das ein Nachteil?

      Danke
      Stephan
      Hallo Stephan,

      die Bandsägen werden mit Bimetallblättern betrieben. Die Sägeblätter werden kaum warm und brauchen daher nicht gekühlt werden. Ich kenne die Marke Femi nicht, kann daher nichts dazu sagen. Ich habe mir vor 3 Jahren eine Flex-Bandsäge gekauft. Der Vorteil bei der Säge war, das man die abnehmen und z.B. Teile im Schraubstock sägen kann. Den Tisch mit dem Schraubstock habe ich auf einem Klapptisch montiert somit ist alles platzsparend vertaut wenn ich sie nicht brauche. Die Säge hat sich auf jeden Fall schon bewährt. Eine Automatik hat die nicht, braucht man aber auch eher selten. Ich säge damit auch schon öfters Rohlinge Stahl/V2A etc. (Vollmaterial) für die Drehbank meistens bis 60 mm und das ist absolut kein Problem. Wenn Du viele Hohlprofile hast ist die Automatik purer Luxus zumindest für den Hobbybereich.

      Gruß

      Christofer
      Wehret den Anfängen!

      Brauchbare Bandsäge fürs Hobby

      Interessantes Thema. Ich suche auch noch eine für Gelegenheitsanwendungen. Ich möchte aber eine feststehende senkrechte mit Schubtisch so wie auch die Tischlereibandsägen sind. Nur eben kleiner. Hat da jemand gute Erfahrungen mit etwas gemacht?


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      Hallo Christopher,

      danke für die Rückmeldung zur "Flex", die hatte ich mir auch angesehen, interessant, daß man die auch von ihrem Stand abnehmen kann.

      Ist die Flex hinreichend präzise bei 45 Grad und 90 Grad Schnitten? Mich nervts von Hand mit der Flex, Flachstahl geht ja noch, aber ab 40mm Profilen wirds unmöglich für mich, mit vertretbarem Zeitaufwand von Hand (Winkelschleifer oder Handsäge) einigermaßen präzise Hohlprofile zu sägen.

      Hallo Schmatzek, für die Femis gibts jedenfalls einen Zubehörtisch, um Kleinteile Freihand zu sägen:

      "Work table and goniometer kit"
      femi.it/public/catalogo/allegati/1752011144537.pdf

      Ansonsten liest man über die JET in amerikanischen Forum ganz gute Kritiken, da gibts z.B. Metall/Holzbandsägen in der Art von Tischlerbandsägen oder reine Metallbandsägen mit Getriebe:

      jettools.com/eu/en/p/vbs-1408-14-vertical-bandsaw/414483
      jettools.com/eu/en/c/jet-metal…cal-bandsaws/461?filter=1

      Wirklich klein sind die aber auch nicht (14"). Da kann man sich auch fast ein 500kg schweres Gußmonster aus den 60ern anschaffen :)

      Sowas sollte man für die Flex Bandsäge auch bauen können....

      swagoffroad.com/SWAG-V40-Portaband-Table_p_63.html
      Für die feinen Blecharbeiten wäre auch eine Hegner Feinschnittsäge geeignet. Die machen einen guten Eindruck, bis auf das der Tisch aus Aluguß und nicht aus Grauguß ist.

      Vom Aufbau wie eine Holz-Dekupiersäge und auch als solche zu benutzen, aber auch für Stahl bis 7mm.

      Wie da der Tisch ausschaut, wenn man regelmässig Stahl sägt ist auch klar.... Aber vielleicht haben die ja eine super-fancy gehärtete Alu Legierung verwendet....:)

      feines-werkzeug.de/werkzeuge/s…aege-mit-drehzahlregelung

      Brauchbare Bandsäge fürs Hobby

      Mir geht es eher darum Rohrbögen in kleine Stücke schneiden zu können. Z.B. aus einem 90° Bogen kleinere Winkel zu scheiden 60°, 45°, 30°. Das ist mit den Einspannvorrichtungen der Waagerechten Sägen nur schwer möglich. Ein Freihandschnitt auf einem Tisch geht da besser.


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      Über die Bandgeschwindigkeit legst du die Schnittgeschwindigkeit fest, analog der Drehzahlen beim Bohren. Das ist Materialabhängig, z.B. bei Cr-Ni (25) langsamer als bei unleg. Stahl (90). (in Klammern Richtwerte laut TBB in m/min).

      Falls die Maschine zu schnell läuft (Betrifft v.a. Cr-Ni) verschleißt das Sägeblatt recht schnell, zu langsam (solang es nicht ganz stark zu langsam ist, praktisch eher nicht relevant) ist eher ne Frage von Wirtschaftlichkeit (im Privatbereich relativ).
      schöne Grüße
      Tommy
      Eher umgekehrt. Bei VA musst du ja eh mit der Geschwindigkeit runter.
      Bei VA ist denke ich die Kraft bzw Spandicke wichtiger: An der Schnittkante (also unter der Schneide jedes einzelnen Zahns) härtet das Material auf. Im Idealfall schaffst du Spandicken, die so groß sind, dass diese aufgehärtete Schicht vom nächsten Zahn unterschnitten wird. Denke aber nicht, dass du das mit einer Mini-Säge auf Maximaldrehzahl schaffst.

      Gleiches Problem hast du übrigens auch beim Bohren in härtbaren Legierungen. Da hilft nur, das Werkzeug auf relativ geringer Drehzahl völlig skrupellos reinzukurbeln...
      Kippt der Bauer Milch in den Tank, wird der Trecker sterbenskrank.
      Hallo Obijan,

      danke für die Ausführung. Ganz verstanden hab ich es nicht, glaube ich. Du meinst, man kann mit den kleinen Bandsägen VA bei 60m/min
      VA schneiden, aber man darf nicht den Fehler machen, langsam/mit wenig Kraft die Säge ins Material zu drücken, weil man dann in der aufgehärtetn Schicht herumfeilt?
      Teilweise richtig.
      Also: Tommy hatte ja angemerkt, dass du in VA geringere Schnittgeschwindigkeiten nimmst als in "normalem" Stahl. (25m/min gegenüber 90).

      VA hat ein paar Angewohnheiten, die es etwas unangenehm beim Zerspanen machen, unter anderem härtet es unter hohem Druck eben auf. An den Schnittflächen hast du solchen hohen Druck und folglich eine dünne Schicht, die ziemlich gemein zu deinem Schneidwerkzeug ist. Der Trick ist nun, dass du es vermeidest, in dieser dünnen Schicht herumzuspanen und lieber darunter arbeitest. Wie viele Mikrometer das sind, kann ich dir nicht sagen (hab keine Bandsäge), aber die Spandicke, die du beim Bohren abhobeln musst, wirkt erstmal absurd. Soweit zu den Dingen, die dir dein Werkstoff vorgibt.

      Wenn du jetzt einen Schritt weiter überlegst und an dein Werkzeug denkst, wird dir einfallen, dass zuviel Wärme nicht gut ist. Wie vermeidet man zu viel Wärme? Eine Möglichkeit: Kühlen. Reicht aber nicht immer und kommt vor allem nicht wirklich bis ganz an die Schneide. Also zweite Möglichkeit: Weniger Wärme erzeugen. Oder präziser ausgedrückt: Wärme langsamer erzeugen, damit sie ausreichend schnell durch das Material abgeleitet werden kann und die Schneide nicht überhitzt. Wie viel Wärme du erzeugst, hängt in erster Linie von der Reibung ab, welche wiederum von der Schnittkraft und der Schnittgeschwindikeit abhängt. Erstere ist dadurch beschränkt, dass du in VA so abnormal dicke Späne brauchst. Zweitere kannst du anpassen, also reduzieren (zum Beispiel auf 25m/min oder weniger).

      Hohe Schnittgeschwindikeit brauchst du ja nur, wenn du entweder ein sehr ungeduldiger Zeitgenosse bist oder die Maschine mehr Geld verdienen muss als ein neues Sägeband alle paar Tage kostet... oder so ähnlich.
      Kippt der Bauer Milch in den Tank, wird der Trecker sterbenskrank.
      Moin.

      Beim Stöbern bin ich auf diesen Beitrag gestoßen.
      Der ist zwar etwas älter, aber da hier vom Ersteller des Fred auf die Bandsägen von Femi verwiesen wurde, und weiter keine Antworten dazu kamen, hier meine Erfahrung mit der 160Ger.

      Zur Auslegung war meine Prämisse, dass Profile mit 100 x 100 noch auf 45 Grad Gehrung geschnitten werden sollen.
      Selbst das wird auch anstandslos erledigt.
      Die schon oben erwähnten Bimetallsägebänder haben eine ordentliche Standzeit
      Da mich das Ablängen mit Maßband auf die Dauer genervt hat, habe ich jetzt eine feste Anschlagschiene mit Maßstange und Klappanschlag einer Erika-Kreissäge mit ein paar einfachen Modifikationen selbst nachgerüstet.

      Werd' demnächst, von dem Umbau, mal hier Bilder einstellen.


      Bis dahin BW JePuneT337