Messer Griesheim - Migboy 200

      Endlich eine neue Gasflasche Vorort.muss nurnoch auf den Schlauch warten. Die schnellkupplungen und der druckluftschlauch sind 10mm :(

      Aber vorhin ist mir das kleine blechschild, mit der Gasflasche drauf, in die Hand gefallen. Ich denke das werde ich wieder ankleben wenn ich das Gerät lackiert habe.

      Ich dachte an den "Gulf" look :D aber mal sehen :D
      OPEL CIH - Feinste Graugusstechnik seit 1965
      Ich hab heute mal etwas rumgespielt mit dem Schweißgerät ;)

      das erste blech habe ich so mega vergewaltigt, das hat sich so wellig gebogen :D ( Weil ich einfach nur nähte drauf gezogen hatte um mit dem Schweißstrom zu Spielen )

      Da ich schon sehr sehr lange rausbin und die letzten teile, die ich geschweißt habe, waren jenseits der 5mm, muss ich mich doch echt wieder antasten um bei 0,8er blech ordentlich zu schweißen.

      Hier mal im Anhang 2 Fotos, vielleicht kann mir ja jemand was dazu sagen vom Optischen erscheinungsbild ^^ aber bitte nicht gleich steinigen ;)

      Achso, die Gasmenge habe ich am brenner auf 10l/min (erstmal) eingestellt. Ich denke aber so 7-8l wären da angebrachter ;) muss ich mal ausprobieren, da ich keine vergleichswerte mehr im Kopf habe....... ich dachte sowas verlernt man nicht so schnell :D

      Muss ich zum Punkten jetzt das Massekabel in die Normalbuchse ( Links ) stecken ( Ab bleche 0,8mm - schweibereich 40-250A ) oder in die Dünblechbuchse ( Bis 1,0mm bleche, schweißbereich 40-160A ?
      Laut Handbuch ist zum Punkten die linke vorgegeben, die ich auch benutzt habe heute. Aber ich habe ja das Migboy ohne Punktschweißautomatik ( Kann man diese denn nachrüsten? )
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      Die Dünnblechbuchse wär halt bei so dünnem Material vom Wärmeeintrag günstiger (Durchfallen und so...) da du nen härteren, kälteren Lichtbogen bekommst.
      Die Punktautomatik rentiert sich vor allem wenn du viele, gleichartige Punkte setzen musst. Allerdings passt es evtl. schon wieder nicht 100%, wenn du z.B. unterschiedliche Spalte bei nem Stupfstoß hast, da kannst du manuell flexibler auf die jeweilige Situation reagieren.
      Ich würd sagen die Automatik ist bei manchen Sachen "Nice to have", aber nicht unbedingt notwendig, mit n bischen Übung bringt man auch manuell gleichmäßige Punkte hin.
      schöne Grüße
      Tommy
      Hallo,

      Danke für deine Antwort. Ich hatte mir die Bedienungsanleitung zwischenzeitlich über E*ay gekauft und bin auch damit sehr zufrieden.

      Also das Gewicht ist wirklich eher Abschreckend, aber im großen und Ganzen - ich bin Super Zufrieden mit dem Gerät und ist kein Vergleich zum Vorgänger.

      Nachdem ich ja auch schon einiges an dem Gerät Gesäubert und Ausgetauscht habe, fehlt nurnoch der Austausch des Kapillar Rohr's, welches ich dann auch bald bekommen werde. ( Hoffe ich :P )

      Die ersten "Richtigen" Schweißarbeiten sind damit auch schon erledigt....Und bei den jetzt anfallenden Spachtelarbeiten konnte ich mein neues "Werkzeug" Den Akku Exenterschleifer DBO 180 von Makita auch mal ausprobieren.....
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      Hallo zusammen,

      ich möchte diesen Thread gerne nutzen um ein paar Fragen zu diesem Schweißgerät zu stellen.
      Vorweg, ich bin seit kurzem Besitzer eines MigBoy 200, dies wurde bereits auf ein Zentralanschluss umgebaut.
      Leider war keine Bedienungsanleitung dabei und ich habe Probleme mit der Funktionsweise.

      Ich hoffe das daran nichts kaputt ist, sondern das lediglich die Einstellungen falsch sind.

      Also Schweißstrom fließt irgendwie, aber das Verhalten der Gerätes ist eigenartig.
      Wenn der große Schalter oben links steht nach links (laut tommy Umschalter 2/4 Takt).
      Was macht dieser genau?

      Hier habe ich das Problem, dass beim drücken des Tasters das Gerät lossschweißt, auch der Drahtvorschub funktioniert, allerdings hört das Gerät nicht auf, auch wenn man den Taster loslässt. Es hört erst wieder auf wenn man den Taster erneut drückt.

      Schalte ich den Schalter nach rechts, so schweißt das Gerät ebenfalls, manchmal hört es gleich wieder auf wenn man den Taster löslässt. Manchmal schweißt es aber noch eine Weile weiter.

      Allgemein: Ich habe das ganze jetzt erstmal an Baustahlresten getestet. Es soll dann aber Karosserieblech mit 0,8mm bzw. 1mm Stärke geschweißt werden.
      Hat hier jemand (Robin (renndett-violence) ;) ) eine gute Grundeinstellung der Regler mit denen ich anfangen kann?
      Das Massekabel kommt ja für dünne Bleche in die rechte Buchse?!

      Vielleicht können mir die Experten hier weiterhelfen.
      Vorab Vielen Dank!
      Gruß Markus

      tommy schrieb:

      renndett-violence schrieb:

      Ist das nicht sogar ein Zentralverschluss?

      Jop, dem Ausschnitt im Gehäuse dahinter nach zu urteilen wurde das Gerät irgendwann nachträglich darauf umgerüstet

      Schönes Bild ;)

      Links: unten Hauptschalter, oben Umschalter 2/4 Takt
      Mitte: unten Drahtvorschubregler, oben Regler f. Drahtrückbrand
      Rechts: unten Stufenschalter f. Spannung, oben Regler f. Punktzeit, das Poti müsste am linken Anschlag einen Schaltkontakt haben ("Klicken" beim Drehen), darüber wird die Punktfunktion zugeschaltet

      2 Massebuchsen mit unterschiedlicher Drosselwirkung, linke für oberen, rechte für unteren Leistungsbereich
      Servus Markus,

      ich hab gerade ein Migboy mit den Unterlagen von renndett-violence ( dankeschild.gif für's Posten) repariert (Steuerung war defekt) und bin aktuell dabei das alte 100kg-Schlachtschiff von 79 wieder etwas optisch auf Vordermann zu bringen. Wie dem auch sei...

      Muletto schrieb:

      Hier habe ich das Problem, dass beim drücken des Tasters das Gerät lossschweißt, auch der Drahtvorschub funktioniert, allerdings hört das Gerät nicht auf, auch wenn man den Taster loslässt. Es hört erst wieder auf wenn man den Taster erneut drückt.


      Das ist kein Problem, sondern Viertakt. ;) Wenn du den Wahlhebel nach rechts (auf die unterbrochene Raupe) stellst, dann befindest du dich im Zweitaktmodus, wobei du eben bei Tasterdruck schweißt und der Schweißvorgang beim Loslassen des Brennertasters beendet wird.

      Wegen deiner Dünnblechfrage... Das Gerät hat 12 Stufen und macht 250A max (ED 35%). Wenn du die 250A durch 12 teilst, dann hättest du - bei passendem Drahtvorschub - einen groben Anhaltswert für den Schweißstrom, wobei du bei guten 20A pro Stufe raus wärst. Insofern hättest du mal einen groben Richtwert für deine zu schweißenden Werkstücke (muss ja nicht immer Dünnblech sein). Bevor du deine Karosserie schweißt, kannst du ja noch einmal an etwas Vergleichbarem (bzgl. der Materialstärke) etwas herumprobieren. Viel gibt es bei dem Gerät nicht einzustellen, also dürftest du eig. recht fix ein Gespür für die passenden Einstellungen finden.

      Der Vollständigkeit halber... Über den Stufenschalter wird aber eig. die Spannung eingestellt und der fließende Schweißstrom ergibt sich dann durch den dazugehörigen Drahtvorschub.

      Gruß!

      Andre

      P.S.: Wegen deiner Buchsenfrage hast du Tommy doch schon zitiert. Also ja, rechte Buchse.

      Andre schrieb:

      Servus Markus,
      [...]
      Das ist kein Problem, sondern Viertakt. ;) Wenn du den Wahlhebel nach rechts (auf die unterbrochene Raupe) stellst, dann befindest du dich im Zweitaktmodus, wobei du eben bei Tasterdruck schweißt und der Schweißvorgang beim Loslassen des Brennertasters beendet wird.


      Danke Andre!
      Das klingt schonmal interessant. Wofür braucht man so eine Einstellung?

      Was ich aber nicht ganz verstehe:
      Auch wenn ich den Schalter in die andere Position schalte (also die unterbrochene Raupe), so schweißt das Gerät nur dann wenn ich die Brennertaste drücke, allerdings läuft es es manchmal noch nach (und unterbricht damit den Schweißvorgang nicht wie gewünscht).

      Hast du hier noch einen Rat?


      Im Anhang habe ich ein Bild angehängt wie die Einstellungen ungefähr waren (zumindest habe ich diese so im Kopf). Am Samstag kann ich das hier erlangte Wissen dann testen ;)

      Was mir noch nicht ganz klar ist, was macht der Drehknopf oben rechts? Der mit dem "Schweißpunkt-Symbol".

      Hat jemand von euch zufällig noch eine Bedienungsanleitung, diese war bei meinem Gerät leider nicht dabei. Kann auch gerne in digitaler Form sein.
      Danke!



      Andre schrieb:


      Bevor du deine Karosserie schweißt, kannst du ja noch einmal an etwas Vergleichbarem (bzgl. der Materialstärke) etwas herumprobieren. Viel gibt es bei dem Gerät nicht einzustellen, also dürftest du eig. recht fix ein Gespür für die passenden Einstellungen finden.

      Das hätte ich ohnehin gemacht ;)

      Gruß Markus
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      Servus Markus,

      Viertakt verwenden manchen Leute ganz gerne, wenn längere Nähte gezogen werden müssen. Ich selbst mag es bei MIG/MAG aber auch nicht und schweiße alles im Zweitaktmodus. Was anderes ist es bei WIG, wobei da Viertakt auf jeden Fall sinnvoll ist, da ich persönlich sonst Probleme mit dem gleichmäßigen Zuführen des Schweißzusatzes bei gleichzeitiger "Konzentration" auf den Brennertaster bekomme.

      Wenn der Draht nachläuft, dann liegt das an der Masseträgheit des Vorschubmotors. Das Nachlaufen kannst du mit dem roten Drehknopf einstellen, wobei dort der Drahtfreibrand geregelt wird.

      Oben rechts (grauer Drehknopf) wird die Punktzeit eingestellt. Punkten verwendest du, wenn du mehrere Punkte kurz hintereinanders (z.B. beim Verbinden zweier Dünnbleche) setzen willst. Mit dem Drehknopf verstellst du dabei die jeweiligen Zeitintervalle für's Punkten.

      Ansonsten gibt es im Gerät selbst (in der Nähe des Vorschubmotors) noch einen Taster (schwarzer Knopf) für das stromlose Drahteinfädeln. Weiß nicht, ob du den schon entdeckt hast und dessen Funktion kanntest.

      Gruß!

      Andre
      Hi

      Der Massenträgheit des Vorschubmotors wird meist durch den EInbau einer Diode engegezuwirken versucht.
      Kompliziert geschrieben... Auf der Steuerplatine befindet sich das Motorrelais welches den Motor mit der vorgewählten Einstellung zu und wegschaltet. Dieses hat oftmals, ich kenne die Platine aus dem Stehgreif nicht, einen Wechslerkontakt durch den beim Abfallen ein Widerstand oder gar Diode an den Vorschubmotor gelegt wird(manchmal wird der aber auch nur einfach scheinbar sinnlos Kurzgeschlossen) wodurch der Motor gebremst wird.
      Ist der Relaiskontakt verbrannt, bremst der Motor nicht mehr, wird aber noch zugeschaltet und läuft wie er soll.

      www
      Servus Markus,

      ich hab jetzt gestern mein Migboy fertiggestellt und mal kurz zum Testen etwas damit geschweißt. Im Endeffekt kannst du dich mit den Einstellungen grob nach den farbigen Skalen auf der Frontplatte, welche sich am Stelltrafo/Vorschubregler und dem Stufenschalter (die beiden Skalen sind in rot, blau, gelb und grün unterteilt) befinden, richten. Bleib mit dem Vorschub lieber immer etwas unter dem farbigen Pendant der Stufenschalterskala (also bspw. bei Stufe 9 eher noch in den ersten zwei Dritteln des gelben Abschnitts auf der Skala des Vorschubreglers). Lässt sich nicht ganz einfach beschreiben, weil ich nach Gehör schweiße. Das kriegste aber auf jeden Fall hin. Viel Spaß beim Probieren.

      @ www:

      werweiswas schrieb:

      Hi
      Der Massenträgheit des Vorschubmotors wird meist durch den Einbau einer Diode engegezuwirken versucht.


      Das wäre dann vermutlich die Zenerdiode (ZX12) über dem orangefarbenen Reedrelais auf der Hauptplatine, oder? Hier kommen zunächst 220VAC vom Steuertrafo an, verlaufen dann über zwei Keramikkondensatoren und den kleinen Brückengleichrichter. Dann wäre da besagte Diode und schließlich über den Reedschalter wieder raus zur Klemmleiste des Vorschubmotors.
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      Hi Ihr Beiden

      Im Migboy wird das, wie ich eben gesehen habe ein klein wenig anders gelöst. Sorry Andre für die falsche Fährte.
      Im Schaltplan auf Seite2 ist das Schütz c2. Dessen rechter Kontakt, der Schließer, schaltet die Spannung für den Antrieb zu.
      Fällt das Schütz ab wird dem Motor, der dann auch als Generator wirkt über den Öffnerkontakt der Widerstand r2 zugeschaltet der den Generator(Motor) belastet und so abbremst. Soll diese Bremswirkung stärker sein muss der Widerstandswert verlkeinert werden. Ist die Bremswirkung gar nicht mehr vorhanden, weil der Kontakt abgebrannt oder der Widerstand defekt ist, trudelt der Motor aus und der Vorschub läuft zu lange nach.

      www
      Hier gibt's auch Neuigkeiten. Ich habe nun die ersten Versuche gestartet.
      Es tut nun was es soll. Die Ursache War die noch aktiverte Punktschweißfunktion. Also Poti ganz nach links bis es klickt.
      jetzt schweißt es auch nur solange man den Abzug drückt. :)

      anbei Bilder von den ersten Versuchen. Die Zahlen repräsentierten dabei die Einstellung am Gerät. Drahtvorschub War dabei immer identisch und so wie auf dem Foto. Leider ist der Potiknopf nicht mehr taufrisch; -) Blech ist ein 0,9mm Blech. Was sagen die Experten?

      Ein Foto von oben direkt nach dem schweißen. Dann von oben mit Lappen abgewischt. Und Rückseite.
      Dateien
      Hi Markus,

      prima, dass dein Gerät funktioniert. a020.gif Ich finde das Gerät echt kultig und wenn du es einigermaßen pfleglich behandelst, dann schweißt das Ding vermutlich in 50 Jahren noch.

      Muletto schrieb:

      Leider ist der Potiknopf nicht mehr taufrisch


      Ist kein Poti, sondern ein Stelltrafo (de.wikipedia.org/wiki/Stelltransformator) für den Vorschub. Musst mal gucken, denke, dass man die Knöpfe (insofern du Wert drauf legst) auch noch einzeln bekommt.

      @www: Jep, stimmt. Hatte ich auch schon wieder vergessen. :oopsp: Vorschubmotor wird über das Vorschubschütz c2 (im roten Kästchen) geschaltet. Insgesamt gehen drei Drähte zum Vorschubmotor hin. Widerstand r2 ist ein grüner 10-Ohm-Hochlastwiderstand, der sich rechts oberhalb vom Hauptschütz c1(im gelben Kästchen) befindet. Der Hochlastwiderstand befindet sich in etwa dort, wo der grüne Pfeil hinzeigt, also etwas versetzt von dem orangefarbenen Kondensator für den Lüfter (hab leider nur ein älteres Bild, auf dem der Widerstand nicht zu sehen ist. :|)
      Einer der Drähte verläuft über das Reedrelais auf der Platine.
      Dank dir für die Erklärungen zur Bremsung des Motors und der Generatorfunktion. dankeschild.gif

      LG!

      Andre
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      Hallo zusammen,

      das Gerät funktioniert zwar soweit, ich bin aber noch nicht ganz zufrieden.

      Nachdem ich der Meinung war, dass das Massekabel einen Wackelkontakt hat, habe ich einen neuen Ringkabelschuh aufgepresst.

      Hin und wieder habe ich aber das Problem dass das Gerät nicht richtig zündet. Zumindest fühlt es sich so an. Wenn man ein bisschen schweißt wird es dann besser.

      Könnte es sein das hier die Kontakte am Schütz abgebrannt sind? Wenn ich das richtig sehe müsste das Schütz c1 im Schaltplan zuständig dafür sein.
      Kennt hier jemand Bezugsquellen?

      Vielen Dank!
      Gruß Markus